“Es braucht jemanden, der die Dinge umsetzt”

Frau Monika R. ist Tierhalterin seit über 25 Jahren: “Früher hat man sich eine Katze oder einen Hund gehalten und wurde in Ruhe gelassen, heute schlägt man sich mit Steuerbelastungen, Diskriminierung und Verboten herum, dabei will man einfach nur ein angenehmes Leben mit seinem Hund haben.” Was sie dazu veranlasst hat, die Tierfreunde Österreich neben ihrer Mitgliedschaft auch als Förderer zu unterstützen, erzählt sie uns in einem kurzen Gespräch.

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Vor einigen Jahren stieß Frau Monika R. durch Zufall auf den Verein Tierfreunde Österreich und war von der Idee begeistert “Eine Interessensvertretung für Haustierhalter in Österreich war längst überfällig, die gleichen Ansichten und Anliegen müssen irgendwo zusammenlaufen und gebündelt werden, nur so kann man auch was erreichen.” Frau Monika R. wurde Mitglied und sah sich und ihre kleine Malteser-Hündin Lily in guten Händen. Als Mitglied der Tierfreunde Österreich konnte sie Jahr für Jahr auf, laut eigenen Angaben, praktische Serviceleistungen und Vergünstigungen für Haustierhalter zurückgreifen. “Es kamen Initiativen und Petitionen für Tierhalter auf, initiert durch die Tierfreunde Österreich, die AHA-Momente in mir auslösten. Viele Probleme waren mir bewusst und sie haben mich auch tagtäglich enorm aufgeregt, aber gegen sie im Kollektiv vorzugehen und Veränderungen einzuläuten, natürlich ist das als einzelner Haustierhalter schwierig. Es braucht jemanden, der die Dinge umsetzt!”

Als die Initiative gegen die Hundesteuer in Österreich ins Leben gerufen wurde, wollte Frau R. mehr tun, als den Mitgliedsbeitrag beizusteuern. “Ich denke der enorme finanzielle Aufwand ist gerade für gemeinnützige Organisationen sehr schwer zu bewältigen. Neben dem zeitlichen Aufwand, sicher eines der schwierigeren Unterfangen.” So wurde Frau Monika R. neben treuem Mitglied auch Förderer unseres gemeinnützigen Vereins für Haustierhalter und hat damit nicht nur uns, sondern alle Tierhalter in Österreich nachhaltig und langfristig unterstützt.

Um auch in Zukunft weiterhin für Österreichs Haustierhalter einzutreten, sind wir auf die Unterstützung eines jeden einzelnen angewiesen. Egal ob Mitglied, Förderer, Partner oder Unterstützer. Wir freuen uns über jede Art von Befürwortern. Werde auch Du Förderer!

„Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht.“

(Anmerkung der Redaktion: Frau Monika  R. möchte bewusst nicht namentlich genannt werden)

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Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung zu haustierspezifischen Themen sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert.

Bild: Ruth Rudolph / pixelio.de

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Geheimnisvolle Freunde: Unsere wilden Lieblinge

Tiere begleiten den Menschen schon seit vielen Jahrtausenden. Irgendwann im Laufe der Zeit haben sie sich vom Nutztier zum Gefährten entwickelt. Sie wurden domestiziert. Die zweite Folge von „Terra Mater – Unsere wilden Lieblinge“ zeigt die eindrucksvollen Mittel tierischer Kommunikation in den Bereichen Jagd, Konflikt oder Freundschaft. Versteckte Kameras und ihre kreative Anwendung machen die Ursprünge und so manches Geheimnis der Verhaltensweisen aus einer Zeit vor der Domestizierung der heutigen Haustiere sichtbar.

Die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Schlieren-Photographie macht effektvolle, für das menschliche Auge unsichtbare Aufnahmen möglich und liefert Einblicke in das spezielle Atemverhalten von Hunden, das Schwimmverhalten von Fischen und das Flugverhalten von Vögeln. Anhand von Schlieren-Photographie, Röntgenbildern und auf den Rücken der Tiere angebrachten Kameras bietet diese Dokumentation spannende Einblicke in das Leben unserer Haustiere, und erklärt für den Menschen unbekannte und geheimnisvolle Aspekte ihres Verhaltens und ihrer Lebensweise, die aus den ursprünglichen Instinkten hervorgeht.

Haustiere haben sich an den Menschen angepasst, dennoch schlummern immer noch wilde Instinkte und Verhaltensweisen in ihnen

Haustiere haben sich an den Menschen angepasst, dennoch schlummern immer noch wilde Instinkte und Verhaltensweisen in ihnen

“Geheimnisvolle Freunde”
Die geheimnisvollen Mittel tierischer Kommunikation in den Bereichen Jagd, Konflikt oder Freundschaft stehen in der zweiten Folge der Dokumentation „Unsere wilden Lieblinge“ im Fokus. Geheimnisse aus der Welt von Hunden, Katzen, Kaninchen, Goldfischen, Hamstern, Pferden und Wellensittichen werden sichtbar. Hamster haben sich ihre wilden Instinkte zum Beispiel auch im domestizierten Leben bewahrt. Nächtliche Ausbrüche aus dem behaglichen Käfig führen zu Plünderungstouren, um gemütliche Nester weiter auszupolstern oder großzügige Futtervorräte anzulegen – obgleich diese Raubzüge durch die gesicherte Umgebung nicht unbedingt notwendig wären. Himmelsgucker wiederum stellen eine spezielle Variante der Goldfische dar, deren eindrucksvolle Augen sich bei Verletzung selbst regenerieren können und mit welchen es ihnen auch möglich ist, rotes Licht am äußersten Ende des sichtbaren Spektrums zu erkennen. Ähnlich den Fischen im Wasser können auch Wellensittiche Bewegungen in der Luft erkennen und darauf reagieren.

Diese und viele weitere Einblicke, entzückende Bilder und interessante Fakten rund um die Tiere, die dem Menschen am nächsten stehen gibt’s heute Abend. ServusTV zeigt den zweiten Teil der “Terra Mater” Dokumentation Unsere wilden Lieblinge – „Geheimnisvolle Freunde“.(Mittwoch, 29.04., ab 20:15 Uhr)

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Bild: (c) Terra Mater John Downer  / www.servustv.com

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Giftköder: Tierhasser treiben ihr Unwesen

Vor allem im Frühjahr, wenn es wieder vermehrt mit dem eigenen Hund auf die Hundewiese oder den schönen Spazierweg geht, möchten Tierfreunde Österreich erneut eindrücklich vor Giftködern warnen. Auch wenn es um die Thematik von Zeit zu Zeit ruhiger wird, sollten Hundehalter dennoch immer ein Auge auf ihre Hunde haben. Allein in Wien wurden laut Bundespolizeidirektion in den vergangenen 14 Monaten 22 Anzeigen wegen Auslegen von Giftködern erstattet, in Niederösterreich sogar 75. Die Dunkelziffer ist mit Sicherheit höher.

Aktuelle Giftköder-Warnungen findet ihr immer umgehend auf unserer Tierfreunde Österreich Facebook Seite.

Im Frühling sollten Hundebesitzer wieder vermehrt auf Giftköder auf Spazierwegen und Hundewiesen achtgeben

Im Frühling sollten Hundebesitzer wieder vermehrt auf Giftköder auf Spazierwegen und Hundewiesen achtgeben

Werden Giftköder vorsätzlich ausgelegt, werden nicht nur Haustiere, sondern auch wild lebende Tiere und sogar Kinder gefährdet. Die Köder bestehen meist aus Fleisch, bestückt mit Ratengift, Schneckenkorn, Pflanzengift oder scharfen Gegenständen, wie Angelhacken, Scherben oder Rasierklingen und werden meist im dichten Gebüsch versteckt, in der Nähe von Hundewiesen abgelegt und vor allem an Gehwegrändern platziert.

Was ist im Notfall zu tun?

Wenn der Hund plötzlich unter Krämpfen, einen torkelnden Gang und/oder Atemnot leidet und anfängt zu erbrechen sind das Hinweise, dass er etwas Falsches bzw. womöglich einen Giftköder verschluckt hat. Wichtig: Nicht anfangen den Hund selbst zu behandeln, nur Erste Hilfe leisten und unverzüglich den Tierarzt verständigen. Wenn möglich den vorhandenen Giftköder zum Tierarzt mitnehmen.

Wie kann ich den Kontakt mit Giftköder im Vorhinein vermeiden?

  • Anlegen eines Maulkorbs (zumindest in gefährdeten Gebieten)
  • Permanentes Anleinen des Hundes auf Gehwegen
  • Bei viel Freilauf beim Gassi gehen, besonders achtsam und vorausschauend sein
  • Der Hund darf nicht aus den Augen gelassen werden und sollte viel beschäftigt werden

Langfristiges Anti-Giftködertraining

Man kann mit dem Hund das sogenannte „Tauschen“ trainieren. Der Hund soll lernen, dass wenn er etwas findet, es bei seinem Besitzer gegen etwas Besseres (z.B. ein Leckerli und viel Lob) tauschen kann. Dieses Verhalten hält den Hund davon ab, den Giftköder sofort zu fressen. Mitglieder der Tierfreunde Österreich erhalten viele Vorteile und Vergünstigungen in Hundeschulen und bei Hundekursen. Hier kann das richtige Verhalten des Hundes erlernt, trainiert und weiterentwickelt werden.

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Bild: Ruth Rudolph / pixelio.de

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Verspielte Gefährten: Unsere wilden Lieblinge

Fell-Nase, Samtpfote oder Langohr, der Mensch hat im Laufe der Geschichte verschiedene Tiere domestiziert und sich zum Gefährten gemacht. Jedes Haustier ist dank seines Charakters einzigartig. Die zweiteilige “Terra Mater” Dokumentation bei ServusTV zeigt, wie Haustiere trotz der Nähe zum Menschen ihre ursprünglichen Instinkte nicht vernachlässigen, sondern im Spiel ihrer wilden Seite treu bleiben. 

Unsere wilden Lieblinge - Instinkte sind über Jahrtausende erhalten geblieben

Haustiere bleiben in gewissen Situationen ihren wilden Instinkten treu

Tiere begleiten den Menschen schon seit vielen Jahrtausenden. Ihre Rolle hat sich über die Jahre vom Nutztier hin zum Haustier und treuen Gefährten entwickelt. Die Haltung von Hunden zum Beispiel geht bis weit vor unserer Zeitrechnung zurück, wodurch auch ihr Verhalten und ihre Instinkte sich an die Menschen angepasst haben. Doch für einen weitaus längeren Zeitraum waren diese Instinkte und das Leben der Wildtiere vom Menschen nicht berührt – und sind somit auch in unseren heutigen Haustieren noch erkennbar. Die erhaltenen sensorischen Fähigkeiten der Tiere sind ebenso bemerkenswert wie viele der erhaltenen Instinkte, die vor allem in der Wildnis essentielle für das Überleben sind.

Die zweiteilige Dokumentation „Terra Mater – Unsere wilden Lieblinge“ zeigt besonders eindrucksvoll und raffiniert für den Menschen unsichtbare Bewegungen der Tiere in Luft und Wasser. Die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Schlieren-Photographie macht diese effektvollen Aufnahmen möglich und liefert bemerkenswerte Einblicke in das spezielle Atemverhalten von Hunden, das Schwimmverhalten von Fischen und das Flugverhalten von Vögeln. Anhand von Schlieren-Photographie, Röntgenbildern und auf den Rücken der Tiere angebrachten Kameras bietet diese Dokumentation spannende neue Einblicke in das Leben unserer wilden Lieblinge, und erklärt für den Menschen unbekannte und geheimnisvolle Aspekte ihres Verhaltens und ihrer Lebensweise. 

„Verspielte Gefährten“
Ob die Schärfung von Reflexen, das Trainieren von Muskeln und Ausdauer, Kommunikation durch bestimmte Sinne oder das Anlegen von Vorräten für schlechtere Zeiten: All das dient den heutigen Haustieren mehr dem Spiel als dem Überleben, werden sie doch vom Menschen versorgt und behütet. Dennoch sind auch diese besonderen Instinkte, die sie in der Wildnis perfektioniert haben, weit über die Jahre hinweg erhalten geblieben. Der erste Teil der Dokumentation führt zu den Hundespielplätzen in New York, zu einer kleinen katzenbevölkerten Insel vor Japan und zu einer Stadt in Peru. Hier genießen Hunde jeden Tag freien Ausgang und vertreiben sich eigenständig den langen Tag vertreiben – und kehren abends immer freiwillig zu ihren Besitzern zurück.

Erstaunliche Einblicke, entzückende Bilder und interessante Fakten rund um die Tiere, die dem Menschen am nächsten stehen. ServusTV zeigt die zweiteilige Dokumentation „Terra Mater – Unsere wilden Lieblinge“ Teil 1: „Verspielte Gefährten“ Mittwoch, den 22. April ab 20:15 Uhr und Teil 2: „Geheimnisvolle Freunde“ Mittwoch, den 29. April ab 20:15 Uhr.

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Bild: (c) Terra Mater John Downer  / www.servustv.com

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Hundeblicke stärken die Verbindung zum Besitzer

Neues aus der Wissenschaft: Blickontakte zwischen Hunden und ihren Herrchen oder Frauchen stärken die gegenseitige Bindung. Im Körper steigt dabei der Gehalt des Hormons Oxytocin, auch als Bindungshormon bekannt. Auch beim Hund wird durch Augenkontakt mehr Oxytocin freigesetzt. Zwischen Wölfen und Menschen gibt es diesen hormonellen Bindungsverstärker nicht. Der verbindende Blickkontakt hat sich als soziale Kommunikation wahrscheinlich während der Domestizierung entwickelt.

Augenkontakt spielt in der Verständigung zwischen Menschen eine wichtige Rolle. Viele Beziehungen untereinander definieren sich darüber. Mütter und Kinder, die gegenseitig Blickkontakt haben, bauen eine Bindung zueinander auf. Durch die Fürsorge der Mutter, zum Beispiel beim Stillen, der Oxytocin-Gehalt des Babys erhöht. Die Bindung wird dadurch verstärkt.

Hund-Hundeblick-Verbindung

Der Augenkontakt von Hund und Hundebesitzer stärkt die Verbindung

Forscher der University in Sagamihara  in Japan wollten wissen, ob es eine ähnliche positive Wirkung zwischen Hunden und Menschen gibt. Diese Verbindung wäre speziell, denn es handelt sich dabei um zwei verschiedene Arten. Eine halbe Stunde observierten sie dreißig Hundebesitzer, wie sie mit ihren Tieren spielten, sprachen und sie streichelten. Eine Gruppe der Probanden musste dabei intensiven Blickkontakt mit dem eigenen Liebling halten. Vorher und danach ermittelten die Wissenschaftler den Oxytocin-Gehalt im Urin von Hund und Mensch. Die Tests ergaben, dass der intensive Augenkontakt den Oxytocin-Spiegel von beiden anstiegen lies. Dieselben Tests wurden auch mit Wölfen und Menschen durchgeführt. Obwohl die Wölfe teilweise eine enge Beziehungen zu den Menschen hatten und von ihnen aufgezogen wurden, also sehr vertraut miteinander waren, kam es zu keiner übermäßigen Ausschüttung des Bindungshormons.

Die Ergebnisse unterstreichen einmal mehr die intensive Beziehung, die sich zwischen einem Menschen und einem Hund aufbauen kann. Vermutlich habe die Entwicklung  und Domestizierung die tiefe Bindung von Hund und Mensch, über die Artgrenze hinweg, ermöglicht. Hunde ziehen dabei einen Vorteil aus der elterlichen Empfindsamkeiten des Menschen. Durch den Blickkontakt erzeugen sie bei Menschen Gefühle sozialer Bindung und lösen fürsorgliches Verhalten aus. Aber die Verbindung geht nicht nur vom Menschen aus. Ziemlich sicher wirkt sie auch umgekehrt und auch Hunde empfinden dasselbe.

Die Tierfreunde Österreich stehen allen Hundebesitzern und ihren Lieblingen in allen Lebenslagen zur Seite. Zusammen sind wir eine riesen Community, die für ihre Rechte und ein tierfreundliches Österreich eintreten kann. Jetzt Mitglied werden!

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Bild: Birgit Meyke  / pixelio.de

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Mythen und falsche Theorien: Raus aus dem Tierfutter-Dschungel, aber wie?

Das Thema Tierfutter ist eine sehr sensibles und emotional aufgeladenes Thema. Egal ob Tierfutter-Steuer, Ergänzungsfutter, Barf, Qualitätsfutter, Tierfutter aus dem Supermarkt oder vegan/vegetarisch, jeder Tierhalter möchte am Ende des Tages nur das Beste für sein Tier und Futter bildet nun einmal die Lebensgrundlage eines jeden Lebenwesen. Darum wird es auch oft sehr ausführlich diskutiert. Mittlerweile lässt sich, genau wie beim Menschen, kein Richtig und kein Falsch mehr erkennen und viele sind verwirrt. 

Ausgewogen, qualitativ hochwertig und gesund soll es sein. Aber was ist ausgewogen, qualitativ hochwertig und gesund? Stiftung Warentest hat kürzlich wieder einen Hundefutter-Test für 2015 veröffentlicht. Sogar diese unabhängigen und transparenten Testergebnisse stehen mittlerweile in der Kritik. Das deutsche Magazin “Deine Tierwelt.de” hat die Aussagen von Stiftungwarentest untersucht und nachrecherchiert und ist auf interessante Unklarheiten gestoßen. Wenn man sich nicht mal mehr auf unabhängige Labortests und Testberichte verlassen kann, was soll man dann als Normalverbraucher überhaupt noch glauben können?

Tierfutter - Hunde - Futter

Vielen verirren sich im Tierfutter-Dschungel

 

Konkret werden Aspekte wie:

  • Bedarf an Linolsäure
  • Bedarf an Vitamin B1
  • Bedarf an Getreide
  • Schlachtnebenerzeugnisse Horn, Borsten, Haare dürfen nicht zu Futtermitteln verarbeitet werden
  • Aromen und Geschmacksverstärker
  • Zuckerzusätze
  • Konservierungsstoffe

in Frage gestellt. Viele Aussagen, die Stiftung Warentest tätigt, sind laut dem Magazin kritisch zu hinterfragen, einige hingegen klingen wieder recht plausibel. Alles in allem ist der Test aufschlussreich zu bewerten. Das Allheilmittel bei Tierfutter ist dennoch bis heute nicht gefunden. Ganz im Gegenteil neue Theorien und zum Teil verwirrende Mythen verunsichern Tierhalter immer mehr. Der Tierfutter-Dschungel wird immer weitläufiger und viele, vor allem unerfahrene Tierhalter, verirren sich darin. Klar ist, dass es niemals eine richtige Meinung geben wird. Wir, als unabhängiger Club für Tierhalter garantieren Euch aber in jedem Fall, dass wir egal was sich in Wissenschaft, Fachmagazinen und Co. abspielt, Euch immer auf dem laufenden halten werden und objektiv die Informationen aufbereiten werden. Jetzt Mitglied werden!

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Bild: Gerd Pfaff  / pixelio.de

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Info-Update zur Tierfutter-Steuer-Petition und großes Dankeschön

Die geplante Verdoppelung der Mehrwertsteuer auf Tierfutter konnte zum Glück und auch Dank der Petition “Nein zur Verdoppelung der Tierfutter-Steuer” abgewendet werden. Dennoch: Die Erhöhung auf 13% ist uns nach wie vor ein Dorn im Auge. Die Tierfreunde Österreich, der Club für alle Haustierhalter, werden bis zum 14. Juni 2015, wenn die Steuerreform im österreichischen Parlament abgesegnet wird, nicht tatenlos zusehen wie Tierhalter in Österreich erneut zur Kasse gebeten werden. Wir werden der österreichischen Regierung klar machen, dass 2. Mio. Tierhalter mit den Tierfreunden Österreich eine starke Lobby haben, die unermüdlich und mit vollem Einsatz für die Interessen von Haustierbesitzern in Österreich kämpft.

Tierfreundeösterreich-danke-petition

An dieser Stelle möchten wir aber zur Abwechslung etwas enorm positives hervorheben: Ein riesengroßes DANKESCHÖN an alle Unterstützer der Petition. Ohne den entschlossenen Einsatz und die unzähligen Unterschriften wäre der Kampf für ein tierfreundlicheres Österreich so nicht möglich gewesen. Österreichs Tierhalter sind eine große und starke Gruppe, die durch den gemeinsamen Einsatz ihre Interessen in der Öffentlichkeit und vor der Regierung vertreten und argumentieren können. Die Tierfreunde Österreich bündeln diese Anliegen und geben ihnen eine Stimme. Durch wichtige Initiativen und Petitionen konnten wir bis heute viel bewirken. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Bis Juni sind wir nach wie vor dran, so viele Unterschriften und Unterstützer, wie nur möglich zu generieren und aufmerksam zu machen. Bitte teilt nach wie vor die Petition mit Euren Freunden, Familien, Bekannten und allen Haustierbesitzern in Eurem Umfeld, sowie auf Facebook und G+

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Bild: Iris Kauenberg  / pixelio.de

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Beliebtes Langohr – Kaninchen als Haustiere halten

Kaninchen werden bereits seit der Antike als Haustier gehalten. Früher in aller erster Linie als Nahrungsquelle. Erst im Zuge des 20. Jahrhunderts begann man Kaninchen auch als Haustier im Sinn von Gefährten zu halten. Mittlerweile zählt es zu den beliebtesten Kleintieren. Gleichzeitig ist es aber auch trauriger Weise eines der Tiere, die am öftesten misshandelt oder gequält werden. In unserem Schwerpunktthema Kleintiere haben wir uns bereits dem Hamster und dem Meerschweinchen gewidmet. Diesmal geben unsere Experten Tipps für die Anschaffung, artgerechte Haltung und den Umgang mit den süßen Fellnasen. 

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Kaninchen sind beliebte Haustiere – Ihre Haltung erfordert viel Liebe und Aufmerksamkeit

Sich ein Kaninchen anschaffen
Wie bei allen Haustieren sollte man vor der Anschaffung einige Aspekte berücksichtigen. Ein Haustier ist eine langfristige, lebensverändernde Entscheidung, die den Alltag über einen längeren Zeitraum beeinflussen wird. In erster Linie vor allem positiv. Dennoch, wenn es auch für das Tier positiv sein soll, sind artgerechte Haltung, Pflege, Versorgung und Beschäftigung unentbehrlich und das täglich, auch im Urlaub, während man krank ist oder in sonstigen Ausnahmesituationen muss für ein Tier gesorgt werden. Kaninchen haben bei guter Fürsorge eine Lebenserwartung von ca. zehn Jahren. Für kleine Kinder eignen sich die Nager aus mehreren Gründen nur bedingt: Kinder könnten die Lust und Freude am Kaninchen verlieren, wer kümmert sich dann darum? Außerdem werden Kaninchen bei hektischen und groben Bewegungen in Angst und Schrecken versetzt. Das stresst die Tiere zunehmend und ist sehr unangenehm für sie. Zudem sind Kaninchen hochintelligente Tiere, die sanfte und anspruchsvolle Beschäftigung benötigen. Kinder können dieses Bedürfnis oft nicht erfüllen. Darum sollten Kaninchen, wenn nur für ältere Kinder angeschafft werden und im Hinterkopf sollte man immer haben, dass man eventuell für die Pflege und Haltung selbst aufkommen muss.

Von Einzelhaltung wird strikt abgeraten. Kaninchen sind gesellige Tiere und können in Einzelhaltung schnell Langeweile entwickeln. Daraus ergeben sich dann Verhaltensstörungen, wie scheues Beißen, lautes herumklopfen im Stall, Zerren an den Käfigstäben oder Kratzen. Deshalb sollten Kaninchen immer zu zweit gehalten werden. Am besten eignen sich ein Männchen und ein Weibchen, wobei das Männchen natürlich kastriert sein muss. Geschwisterpärchen sind dabei zu empfehlen. Auch zwei Männchen können zusammen gehalten werden. Jedoch sollten sie ebenfalls kastriert werden, so können Urin-Markierungen und eventuell Kämpfe vermieden werden. Zwei Weibchen eignen sich weniger in der Haltung. Es gibt jedoch einige Ausnahmefälle, die das Gegenteil beweisen. Es kommt ganz auf den Charakter und auf die Haltung der Tiere an (eigene Rückzugsorte, genug Beschäftigung, artgerechtes Futter usw.)

Haltung und Käfig bei Kaninchen
Käfige für Kaninchen gibt es in den verschiedensten Formen. Generell gilt 2m² pro Kaninchen muss der Käfig mindestens groß sein. Je größer desto besser. Zugluft und Lärm sollten vermieden werden. Die Tiere reagieren darauf sehr empfindlich (z.B. Erkältung oder Stress-Symptome). Umgekehrt sollte der Käfig natürlich auch nicht in der direkten Sonneneinstrahlung bzw. neben einem Heizkörper stehen. Zusätzlich sollte am Käfig einen Nippeltränke angebracht sein, sowie eine Heu-Raufe und ausreichend Futternäpfe vorhanden sein. Der Käfig muss mindestens 1-2 pro Woche gereinigt werden. Am besten arbeitet man dabei mit warmen Wasser und speziellen Desinfektion-Sprays. Als Einstreu kann klassisches Kaninchen-Einstreu aus dem Fachhandel verwendet werden, sowie Heu oder Stroh. Neben einem großen, artgerechten Käfig brauchen die Tiere am Tag mindestens 4-5 Stunden Auslauf. Dafür eignet sich ein Freilaufgehege im Garten (aus dem Fachhandel oder Baumarkt) oder der Freilauf in der Wohnung. Die Tiere müssen sich austoben können, sie haben einen natürlichen Drang dazu. Beim Freilauf im Garten unbedingt auf Gefahrenquellen wie direkte Sonneneinstrahlung, zu wenig Trinkwasser, wilde Tiere oder Giftpflanzen achten. Bei Freilauf in der Wohnung muss diese dann entsprechend Kaninchen sicher gestaltet werden. Freistehende Kabel, Giftpflanzen oder Gegenstände, die auf das Tier runterfallen können, müssen entfernt werden.

Verhalten und Beschäftigung bei Kaninchen 

Kaninchen brauchen, wie jedes andere Haustier auch Beschäftigung und Herausforderungen. Besonders dafür geeignet sind Höhlen, Äste oder Futterbälle. Im Fachhandel gibt es einige Zubehörs, die für den Nager im Alltag spannend sein können.

Wichtig ist auch auf die Körpersprache seiner Kaninchen zu achten. Sie gelten zwar als stumm können aber im Stress oder wenn ihnen etwas nicht gefällt knurren. Wenn sie Todesangst haben, fangen sie sogar an laut zu schreien. Hier einige Verhaltensweisen, die man gut deuten kann:

  • Ruhiges Sitzen: Das Kaninchen ruht sich aus und ist entspannt
  • entspannte Seitenlage: Wenn es sich wohl und sicher fühlt, dann schläft es in Seitenlage
  • Anstubsen: Es möchte Aufmerksamkeit, z.B. Streicheln
  • Männchen machen: Das Kaninchen ist neugierig
  • Ablecken: Das Tier drückt Zuneigung
  • Scharren und Kratzen: Das ist ein natürlicher Trieb, der selten unterbunden werden sollte
  • Geduckte Haltung: Angst
  • Beißen: Stress, Angst, es passiert etwas, dass dem Tier nicht gefällt

Artgerechte Ernährung für Kaninchen
Die Ernährung des Kaninchen muss ausgewogen und artgerecht sein. Generell empfiehlt sich das Tier, je nach Bewegung, 2 Mal am Tag zu füttern (morgens und abends). Heu und frisches Wasser sollten immer zur Verfügung stehen. Die Ernährung des Kaninchens setzt sich aus Trockenfutter, frischem Grünfutter und Obst und Gemüse zusammen. Salat, Äpfel und Karotten mögen die Nager besonders gerne. Zusätzlich sollte auch auf Mineralien in Form von speziellen Salzsteinen geachtet werden. Leckereien für zwischendurch gibt es im Fachhandel, sollten aber nur in Maßen gefüttert werden. Übergewichtige Kaninchen haben eine verkürzte Lebensdauer.

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Bild: Harry Hautumm  / pixelio.de

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Ergänzungsfutter: Zu viel kann zu gesundheitlichen Problemen führen

In Österreich werden im Jahr ca. 400 Millionen Euro für Haustierfutter ausgegeben. Der Großteil für fertiges Hunde- und Katzenfutter. Viele dieser Alleinfuttermittel enthalten einen hohen Anteil an Kalzium, Phosphor oder Vitamin A. Wenn dabei  zusätzlich und ungezielt Präparate zugeführt dem Tier zugeführt werden, kann es leicht zu gesundheitlichen Problemen kommen. Nahrungsergänzungen werden nicht nur für Menschen angeboten, sondern auch für Hunde, Katzen und in manchen Fällen auch für Kleintiere. Diese Ergänzungsfuttermittel enthalten spezielle Vitamin- und Mineralstoffmischungen oder Mischungen von Spurenelementen.

Futter-Ergänzungsfutter-Haustier

Ergänzungsfutter für Haustiere darf nur gezielt und in Maßen eingesetzt werden

Wann sollten Ergänzungsfuttermittel eingesetzt werden?

  • Stress
  • Im Wachstum
  • Bei Trächtigkeit
  • Änderung des Verhaltens
  • Haarausfall
  • Leistungsminderung

In jedem Fall sollte bei auffallenden Symptomen ein Tierarztbesuch unternommen werden, um abzuklären was die tatsächliche Ursache für Symptome, wie zum Beispiel Haarausfall, ist. Der Tierarzt kann auch die notwendige Zufuhrmenge an Ergänzungsfuttermittel richtig bestimmen.

Wann sollten Ergänzungsfuttermittel nicht eingesetzt werden?

  • ausgewogene und den Lebensphasen angepasste Ernährung

Der unkontrollierte Einsatz von Futterergänzungsmitteln kann zu Überdosierung und Problemen führen. Folgen können Harnstein oder Skelettverformung sein. Zu viel Kalzium verhindert zum Beispiel die Aufnahme von Zink oder stellt bei Welpen ein Risiko bei der Entwicklung der Knochen dar. Zu viel Vitamin A kann bei Katzen Skelettverformungen bewirken und eine Überdosierung von Phosphor fördert sowohl bei Hunden als auch bei Katzen die Harnsteinbildung.

Die Zeitschrift Konsument hat in ihrer April Ausgabe einen Test zum Thema “Futterergänzungsmittel für Tiere” veröffentlicht und diverse Produkte genauer unter die Lupe genommen. Angeboten werden zum Beispiel Pasten, Tabletten, Pulver, Tropfen, Gele, Flocken, Kapseln oder Tinkturen. Die Ergänzungsmittel werden in der Regel dem normalen Futter beigemischt.

Fakt ist, wer sein Tier ausgewogen ernährt kann auf zusätzliche Präparate verzichten. In Ausnahmefällen können aber können sie bestimmt diverse Defizite ausgleichen.

Bitte unterzeichnet unsere Initiative gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Tierfutter. Jede Stimme zählt!

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Bild: Rike  / pixelio.de

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Fleischlos glücklich? Vegane Ernährung für Hunde

Vegetarische und vegane Ernährung ist nicht nur bei Menschen im Trend, auch immer mehr Hunde werden fleischlos, also vegetarisch oder vegan, somit komplett ohne tierische Produkte (z.B. Milch, Eier, Fleisch) ernährt. Artgerecht oder nicht, gesund oder ungesund, neue Form der Ernährung völliger Blödsinn? Das Thema wird noch länger zur Debatte stehen. Die Experten der Tierfreunde Österreich haben für Euch einige Fakten zum Thema zusammengefasst.

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Vegane Ernährung wird bei Hunden immer beliebter

Die erste Studie zum Thema „Vegane Ernährung bei Hunden“ führte gerade die veterinärmedizinische Universität Wien durch. Es wurden zwanzig Blutparameter von veganen Hunden untersucht. Es gab keine negativen Unterschiede zu Fleischfressern. Viele Hundebesitzer, die ihre Tiere vegan ernähren berichten von einem vitalerem Verhalten der Hunde, glänzenderem Fell und einem gesünderen Gesamtzustand des Tieres. Trotzdem ist die rein vegane Ernährungsform auch kritisch zu überdenken. Vor allem bei Hunden im Wachstum und Welpen oder bei säugenden Hündinnen kann eine fleischlose Ernährung nicht zu 100% empfohlen werden. Die Nachfrage scheint aber in jedem Fall da zu sein: Das Sortiment wächst.

Woher bezieht der Hund die Nährstoffe?
Solange die Ernährung des Hundes ausgewogen ist, braucht er kein Fleisch und bekommt alle notwendigen Nährstoffe durch Gemüse, Tofu, Reis, Nüsse, Obst und Getreide – das behaupten zumindest Vegan-Befürworter. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, empfiehlt es sich am besten einen Tierarzt zu konsultieren, bevor man sich dazu entscheidet, seinen Hund vegetarisch oder vegan zu ernähren. Dabei kann geklärt werden, welche Zusatzstoffe dem Hund auf jeden Fall zugeführt werden müssen. Es kann zum Beispiel zu einem Mangel an Vitamin A, Kupfer, Zink oder essenziellen Aminosäuren kommen, wenn sie nicht zusätzlich zugeführt werden.

Im Handel und vor allem in Onlineshops gibt es mittlerweile unzählige Angebote an veganer Tiernahrung. Ebenso eine Vielzahl an Ratgebern und Kochbüchern. Vegane Alleinfuttermittel im Handel sollten die notwendigen Nährstoffe enthalten, dies ist aber nicht bei allen der Fall. Gerade bei veganer Ernährung empfiehlt sich daher eine Rationsberechnung und die genaue Überprüfung der Zusammensetzung des Futtermittels.

Abwechslung bei der Ernährung kann für den Hund gut und gesund sein. Die Versorgung mit Nährstoffen muss aber in jedem Fall, mit oder ohne Fleisch, gewährt sein. Wer nicht komplett auf Fleisch in der Fütterung verzichten möchte, die vegane Ernährung aber als alternative und gesunde Abwechslung sieht, der kann 1-2 Tage die Woche veganes Futter in jedem Fall füttern.

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Bild: Heike Berse  / pixelio.de

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