Pollen können Haustiere krank machen

 

Blütenstaub verursacht bei vielen Menschen mitunter schwere Haut- und Atemprobleme. Auch unsere Vierbeiner können davon betroffen sein. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben hier wichtige Infos für Dich, wie Du Deinem Liebling bei einer Pollenallergie helfen kannst.

Pollen

Derzeit treiben besonders milde Temperaturen die Vegetation ziemlich voran: Esche und Birke stehen momentan in Hochblüte, Erle und Hasel haben immer noch Saison und die Gräser beginnen gerade ihre Pollen zu verbreiten. Besonders Allergiker sind jetzt mitunter mehrfach belastet, aber auch Tiere können gegen Pollen allergisch sein. Hauptsächlich bekannt ist es bei Hunden, Katzen und Pferden. Wenn alle möglichen Ursachen wie Parasiten & Co. ausgeschlossen sind, sich Dein Tier aber dennoch chronisch kratzt, die Augen rot unterlaufen sind, Atemprobleme hat, die Nase ständig läuft oder die Haut juckt, das kann alles an einer Allergie liegen – immerhin ist schon jedes fünfte Haustier davon betroffen.

Symptome einer Pollenallergie

Die Symptome unterscheiden sich kaum von denen beim Menschen – die Tiere bekommen Husten, Dauerniesen, Juckreiz, Bindehautentzündung, etc. Bei empfindlichen Hunden verursacht der Blütenstaub vor allem Hautprobleme. Juckreiz macht den Haustieren zu schaffen, sie kratzen kahle Stellen ins Fell, die sich leicht entzünden. Dazu kommen oft Ohrenschmerzen, manchmal Nasenfluss und rinnende Augen. Bei Katzen beeinträchtigt der Pollenflug in erster Linie die Atemwege und im schlimmsten Fall entwickeln die Freigänger Asthma. Eingeschleppte Pollen, die an der Kleidung haften oder sich beim Lüften im Vorhang verfangen, können auch reine Wohnungskatzen krank machen. Wichtig ist zunächst, die Symptome zu beobachten und dann mit Eurem Tierarzt zu besprechen.

Vierbeiner genau beobachten

Wann tritt die Allergie das erste Mal im Pollenjahr auf? Welche Auswüchse hat sie? Blühen potenzielle Auslöser in der Hundezone oder auf der Lieblingswiese des Streuners? Ein Hauttest oder die Erhebung von Blutwerten helfen dem Arzt beim Identifizieren der Allergene. Sensible Vierbeiner sind nicht auf alle Pollen gleichermaßen allergisch. Außerdem tritt die Pollenallergie oft mit einer zweiten Allergie auf – wie einer Überreaktion auf Hausstaubmilben, Schimmelpilz oder Futtermittel.

Wie wird eine Allergie behandelt?

Das ist ganz verschieden, denn jeder Vierbeiner braucht seine ganz eigene Behandlung. Aber verschiedene Shampoos können Juckreiz lindern und dabei helfen, die Allergie einzudämmen. Ebenso reduziert tägliches Staubsaugen die Pollenanzahl auf Teppichen oder Möbelstücken. Nach dem Spazier- oder Freigang ist es empfehlenswert, wenn Du Dein Haustier mit einem feuchten Tuch abwischst, sodass die im Fell haftenden Pollen entfernt werden. Bei stärkerer Belastung empfiehlt der Arzt Hyposensibilisierungslösungen, Antihistaminika bzw. Allergiemedikamente, oder sogenannte Allergieimpfungen. Bei manchen ist es sinnvoller, die Symptome zu therapieren als die Allergie. Auch Vorsorge mit einem Antiallergikum ist möglich. Es gibt laufend Neuentwicklungen und Präparate mit weniger Nebenwirkungen – deshalb Nachfragen lohnt sich.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Dogtrekking: Langstreckenwandern mit Hund

Dogtrekking bedeutet „Wandern über weite Strecken mit Hund“ und ist für Mensch und Tier ein gleichermaßen intensives Erlebnis. Ausdauer und Kondition werden ebenso gestärkt wie die Bindung zwischen Hund und Halter. Es lässt sich, abhängig von Kondition und Gesundheitszustand, als leichter Tagesausflug oder als anspruchsvolle Wanderung gestalten.

Dogtrekking

Dogtrekking bedeutet „Wandern über weite Strecken mit Hund“ und ist für Mensch und Tier ein gleichermaßen intensives Erlebnis. Ausdauer und Kondition werden ebenso gestärkt wie die Bindung zwischen Hund und Halter. Es lässt sich, abhängig von Kondition und Gesundheitszustand, als leichter Tagesausflug oder als anspruchsvolle Wanderung gestalten. Dieser Sport hat seine Wurzeln in den Schlittenhunderennen, nur dass beim europäischen Dogtrekking kein Schlitten gezogen wird, sondern der Hund direkt mit dem Körper durch eine Leine, die am Hundeführer befestigt wird, verbunden ist.

Was ist eigentlich „Dogtrekking“?

Dogtrekking leitet sich vom englischen Wort für Hund (dog) und Weitwandern (trekking) ab. Entwickelt hat sich diese Sportart in einer Runde von tschechischen Schlittenhundesportlern, um die Zeit im Sommer sinnvoll verbringen zu können. Eine zweite Ursprungsregion ist Frankreich, wo
Veterinärmedizinstudenten mit ihren Hunden vergleichbare Aktivitäten und Bewerbe durchführten.

Unterschied zwischen „Dogtrekking“ und „Doghiking“

Mit der Wanderkarte und Kompass als Pflichtausrüstung kann somit in das gemeinsame Abenteuer gestartet werden- wobei zwischen „Dogtrekking“ und „Doghiking“ unterschieden wird. Beim Dogtrekking ist das Team „Mensch-Hund“ während der gesamten Geh- oder Laufzeit mit einer maximal drei Meter langen Zugleine inklusive Ruckdämpfer verbunden. Der Hund trägt ein Zuggeschirr, der Mensch einen Hüftgurt. Dies entlastet die Halswirbelsäule des Ziehenden, sowie die Rückenwirbelsäule des Gezogenen.
Doghiking: Darunter versteht man ein eintägiges Weitwandern mit Hund über eine Strecke von 40 bis 50 Kilometern. Doghiking ist ein guter Test für die Teilnahme an einem Dogtrekking, hier müssen sich nicht ganz so durchtrainierte keine Sorgen machen. Für Einsteiger und Hobbysportler werden kürzere Strecken mit 15 oder 20 Kilometern pro Tag angeboten, um diese Faszination erschnuppern zu können. Dort sind dann ältere oder junge Hunde zu finden, Teams im Trainingsaufbau und auch Menschen, die sich das einfach einmal anschauen wollen.

Was ist beim Dogtrekking zu beachten?

Nicht jeder Hund bringt die richtigen Voraussetzungen für ausgedehnte Wanderungen mit. Der Hund sollte bereits ausgewachsen sein, da bei Jungtieren in der Wachstumsphase die Belastung für die Gelenke zu hoch ist. Dies gilt insbesondere für anspruchsvolle und längere Wanderungen. Eine gute Grundkondition beugt Verletzungen vor, während bei alten Hunden sowie bei Tieren mit gesundheitlichen Problemen generell Vorsicht geboten ist. Hier sollte ein Tierarzt entscheiden, ob die Belastung in einem angemessenen Rahmen liegt. Der Hund sollte außerdem einen guten Grundgehorsam mitbringen und in jeder Situation zuverlässig reagieren, vor allem dann, wenn er einen ausgeprägten Jagdtrieb zeigt.

Wer hat´s erfunden?

Das heimische Dogtrekking-Reglement hält sich eng an das tschechische Vorbild, das vom ehemaligen Bergsteiger und nunmehrigen Schriftsteller Jaroslav Kvasnica und vom Schlittenhundesportler und Journalisten Vladimír Páral entwickelt wurde. Bei diesem Ausdauersport ist eine Distanz von mindestens 80 Kilometern bei einer Dauer von zwei oder mehr Tagen zu bewältigen.

Welche Rassen sind für Dogtrekking geeignet?

Grundsätzlich kann mit jedem gesunden Hund gewandert werden, solange Tempo und Streckenlänge dem Hund angepasst werden. Es gilt lediglich das Mindestalter von 18 Monaten für den Vierbeiner zu beachten. Schwierigkeiten mit langen Wanderungen haben vor allem schwere und kurzbeinige Rassen, während z.B. Jagdhunde mit der Belastung deutlich besser zurechtkommen. Ein guter Gesundheitszustand von Vier- und Zweibeiner ist Grundvoraussetzung – und schon kann das Training losgehen!

Die gemeinsame Aktivität steht im Vordergrund

Nicht der Leistungsgedanke, sondern das gesellige Miteinander und die Partnerschaft zum Hund stehen hier im Vordergrund. Gewonnen hat jeder -daher gibt es auch keine Siegerehrung oder Wertung. Denn wenn der Leistungsgedanke zu sehr in den Vordergrund rückt, besteht mitunter die Gefahr, dass der Erfolg über das Wohl des Tieres gestellt wird. Es gibt kein kompliziertes Regelwerk zu beachten, nur die Sicherheit und das Wohlergehen von Mensch und Hund. Dieser Sport festigt die Beziehung zu deinem Hund und die gemeinsame intensive Zeit ist oft mit großen Emotionen verbunden. Viele haben dadurch begonnen, ihre vierbeinigen Freunde besser zu verstehen und auch auf sie zu hören.


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Katzen erkennen ihren Namen- doch sie zeigen es selten

Hunde sind für uns ein offenes Buch, Katzen dagegen oft schwer zu lesen. Verstehen sie uns, wenn wir mit ihnen sprechen? Ist ihnen das überhaupt wichtig? Offenbar schon, wie eine aktuelle Studie aus Japan zeigt – zumindest, wenn sie ihre Vorteile daraus ziehen.

Katzen-erkennen-Namen

Oft beschreiben wir unsere Haustiere mit menschlichen Charaktereigenschaften. Treu ergeben, pflichtbewusst und begeisterungsfähig – das klingt nach Hund. Unabhängig, souverän und eigensinnig, diese Merkmale treffen eher auf Katzen zu. Diese Zuschreibungen machen wir aufgrund des Verhaltens, das wir bei unseren Vierbeinern beobachten. Der Hund steht mit wedelndem Schwanz an der Tür, wenn man das Haus betritt. Die Katze dreht einmal gelangweilt den Kopf und lässt sich erst Minuten später blicken, betont beiläufig, versteht sich. Treu ergeben der eine, selbstgenügsam die andere.

So unterschiedlich aber in einem Punkt ähnlich

Das zeigt eine aktuelle Studie aus Japan, wo Forscher untersuchten, ob Katzen ihren eigenen Namen erkennen. Eine Frage, die nicht so banal ist, wie sie klingt. Katzen in ihrer Eigenwilligkeit lassen sich nicht so einfach in Experimenten studieren wie Hunde. Um die Tiere möglichst wenig Stress auszusetzen, führten die Verhaltensforscher die Tests in den Wohnungen und Häusern der Besitzer durch. Eine Person sagte zunächst vier Wörter, die ähnlich klangen wie der Name der Katze. So sollten sich die Tiere daran gewöhnen, dass überhaupt gesprochen wird. Nach vier Wörtern nahm ihre initiale Reaktion, nach einer Äußerung den Kopf oder die Ohren zuzuwenden, ab. Das fünfte Wort war dann der Name der Katze.

Die Idee dahinter

Wenn Katzen ihren Namen unter ähnlich klingenden Lauten identifizieren können, dann sollten sie auf das fünfte Wort wieder stärker reagieren. Wenn nicht, dann sollte die Reaktion ähnlich schwach sein wie bei dem dritten und vierten Wort. In einer Testdurchführung wurden die Wörter vom Besitzer gesprochen, in einer weiteren von einem Fremden. Die Stimmen wurden jeweils vom Band abgespielt. Das Ergebnis war eindeutig. In beinahe jedem Fall reagierten die Versuchstiere auf das fünfte Wort, ihren Namen. Somit schließen wir daraus, dass Katzen die Inhalte von menschlichen Äußerungen unterscheiden können.

Positive Dinge mit dem Namen verknüpfen

Ob Katzen so etwas wie ein Verständnis von der eigenen Identität haben und dies mit dem Namen verknüpft ist, lässt sich aufgrund der Studie nicht sagen. Eher ist anzunehmen, dass sie darauf konditioniert sind, positive Dinge zu erwarten, wenn ihr Name gerufen wird. Futter, eine Streicheleinheit oder Zeit zum Spielen. Eine weitere Variante des Experimentes unterstützt diese Interpretation. Sie wurde in einem Katzencafé durchgeführt, in dem mehrere Katzen leben. Dort konnten die Versuchstiere ihren Namen von ähnlich klingenden Lautäußerungen unterscheiden, nicht aber von den Namen der anderen Katzen. Denkbar ist, so die Studienautoren, dass in Katzencafés häufiger Situationen auftreten, in denen ein Besucher eine Katze beim Namen ruft, eine andere Katze sich dem Besucher schneller nähert und die Streicheleinheit abbekommt. Der eigene Name hätte dann für eine Katze weniger Bedeutung als Signal für ausstehende Belohnungen.

Interessant jedenfalls, dass Katzen also durchaus mitbekommen, wenn wir sie rufen, und ahnen, dass das etwas Gutes bedeuten kann. Sie wissen nur besser als Hunde, wie man sich rar macht.


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Wetterumschwung beim Hund

Schwingt das Wetter um, spielt der Körper gern verrückt- allerdings nicht nur bei uns Menschen. Auch unseren Hunden kann ein Wetterumschwung zu schaffen machen. Wie und warum erklären Euch die TIERFREUNDE ÖSTERREICH in folgendem Beitrag.

Wetterumschwung

Er hält uns derzeit mal wieder in Atem, der alljährliche Wetterumschwung zur Frühjahrszeit. Vor kurzem präsentierte sich der Winter noch mit Schnee und Kälte, wenige Wochen später steigt das Thermometer auf über 20 Grad und nun macht der April mal wieder was er will.

Auch Hunde kennen die Wetterfühligkeit

Menschen die im Frühjahr extrem auf das Wetter reagieren, leiden oft unter Kopfschmerzen oder sogar Migräne. Bei Hunden machen sich die unterschiedlichen Druckverhältnisse allerdings weniger mit Migräne bemerkbar, sondern vielmehr scheinen einige Vierbeiner einfach schlecht gelaunt zu sein. So kommt es in einzelnen Fällen zu Nervosität und Gereiztheit ohne ersichtlichen Grund.

Hunde als Wettervorhersager

Es gibt bestimmte Indizien, an denen man die Reaktionen des Hundes sogar erahnen kann, wie sich das Wetter verändern wird. Wälzt sich der Hund im Schnee, so kann es sehr wahrscheinlich zu einem Unwetter kommen, gräbt er heftig in der Erde, steht möglicherweise ein Regenschauer bevor. Beobachte Deinen schlafenden Hund: Rollt er sich zusammen, wird es vermutlich kalt, streckt er sich jedoch genüsslich mit dem Bauch nach oben aus, wird die Temperatur eher steigen. Das ist nicht etwa Esoterik – es ist viel mehr das urinstinktive Verhalten des Hundes.

Beschwerden bei Wetterumschwüngen

Wie auch beim Menschen kann es für den Hund zu unangenehmen Begleiterscheinungen bei drastischen Wetterumschwüngen kommen. Dazu zählen beim Hund vor allem Gliederschmerzen. Gerade bei älteren Hunden sollte man die Symptome genauestens beobachten – und sich im Falle des Falles beim Tierarzt des Vertrauens entsprechende schmerzlindernde Medikamente besorgen.

Der eine liebt die Kälte, der andere die Hitze

Auch hier ist die Parallele zum Menschen zu ziehen – während der eine sich liebend gerne in die knallende Sonne legt, zieht der andere einen milden Tag vor. So gibt es Hunde, die einen regelrechten Freudentanz beim Spüren der ersten Regentropfen aufführen, und solche, die sich dann am liebsten verkriechen würden. Beobachte die Reaktionen deines Hundes und reagiere entsprechend. Meist suchen ältere Hunde eher schattige Plätzchen, während junge Hunde lieber die Sonnenstrahlen genießen.

Schattiges Plätzchen und Rückzugsmöglichkeiten

Dein Hund kann Wärme und Sonne nicht wirklich leiden und fühlt sich hier schnell unwohl? Biete ihm einen feinen, schattigen Platz zum Ausruhen an und versuche, bei längerem Gassigehen die direkte Sonne zu meiden. Kann der Vierbeiner jedoch Wind und Regen nicht ausstehen, so sollte man ihn in diesem Falle nicht zu einer Gassirunde zwingen. Eine Rückzugsmöglichkeit wie eine kleine Höhle ist zudem für jeden Hund eine schöne Sache, wo man sich von den Strapazen des Wetters ein wenig erholen kann.

Grundsätzlich gilt: Viel Bewegung, Licht und eine ausgewogene Ernährung sind das A und O für einen gesunden Hund! Damit kannst du auch der Wetterfühligkeit deines Vierbeiners vorbeugen.


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Die häufigsten Irrtümer über Zecken

Der Frühling naht mit Riesenschritten – und damit auch die alljährliche Zeckenplage. Zum Thema Zecken schwirren leider auch viele Unwahrheiten herum. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH klären fünf der häufigsten Irrtümer auf.

zecken

Es kursieren viele Mythen über die Zecke – auch was die Krankheiten angeht, die sie auslösen kann. Einige der hier aufgeführten Irrtümer über Zecken halten sich hartnäckig seit vielen Jahren, deshalb ist eine Aufklärung wirklich notwendig. Denn um sich wirksam gegen Zecken und die von diesen Blutsaugern übertragenen Krankheiten schützen zu können, muss man wissen, wo und wann sie aktiv sind.

  1. Gegen Zeckenbisse kann ich mein Tier impfen lassen!

Es gibt derzeit noch keine Impfungen für Hunde und Katzen, die einen Zeckenbefall verhindern oder dazu führen, dass Zecken auf dem Tier abgetötet werden. Einen Impfstoff gibt es lediglich für eine von Zecken auf Hunde übertragbare Erkrankung, die Borreliose. Es gibt jedoch mehrere Methoden Hund oder Katze vor Zecken zu schützen. Zu den klassischen zählt das Zeckenhalsband. Es wird dem Haustier ganz einfach umgelegt und wirkt über einen bestimmten Zeitraum aktiv gegen Zeckenbefall. In den letzten Jahren haben sich vor allem Spot-On Präparate bewährt. Dabei wird eine kleine Menge Flüssigkeit des Zeckenmittels zwischen die Schulterblätter des Tieres direkt auf die Haut getropft

  1. Zecken sitzen nur auf Bäumen!

Zecken kommen überhaupt nicht so hoch, um sich von einem Baum aus, auf ein Tier fallen zu lassen können. Um auf einen Wirt zu gelangen warten Zecken im Gras, im Unterholz und in Büschen auf Warmblüter. Larven erklettern eine Höhe von bis zu 25 Zentimeter, Nymphen bis zu 50 Zentimeter und erwachsene Zecken bis zu 1,5 Metern. Im Vorübergehen lässt sich die Zecke dann abstreifen. Tatsächlich halten sich die Tiere meist im bodennahen Bereich im Gras oder in Büschen auf.

  1. In der Stadt besteht keine Zecken-Gefahr!

Längst haben Zecken schon die Städte erobert, sie kommen mit Mäusen, Igeln, Vögeln und Füchsen in die Stadt. Und auch in unseren Gärten sind Zecken längst anzutreffen, hierhin werden sie von Igeln und Mäusen geschleppt. Ebenso können sich Deine Vierbeiner in Parks eine Zecke einfangen. Man ist auch hier vor einem Biss nicht in Sicherheit. Natürlich sind Tiere die sich öfter in der Natur aufhalten, einem größeren Risiko ausgesetzt, als zum Beispiel reine Wohnungskatzen.

  1. Zecken sind nur in den Sommermonaten aktiv!

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) tritt zwar häufig in den Monaten Juni, Juli und August auf, doch Zecken sind nicht nur in diesen Monaten aktiv, sondern von März bis November. Auch die Borreliose kann während der gesamten zeckenaktiven Zeit übertragen werden. Zecken sind dann aktiv, wenn die Temperatur auf über 7 bis 9 Grad Celsius klettert. Deshalb kann man inzwischen sogar von einer ganzjährigen Aktivität dieser Parasiten ausgehen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH warnen daher, während dieser gesamten Zeitspanne Eure Haustiere auf Zecken genau zu untersuchen.

  1. Die Blutsauger mit Öl oder Kleber lähmen!

Klebstoff oder Öl solltest Du auf keinen Fall verwenden, denn Beides ist, wie übrigens auch Benzin, zur Zeckenentfernung nicht geeignet. Die Zecke erstickt dadurch und kann im Todeskampf Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in das Blut abgeben. Die Mundwerkzeuge der Zecken sind mit Widerhaken versehen. Zudem produzieren sie eine Art Zement, um sich fest in der Haut verankern zu können. Es gilt daher, die Zecken sorgfältig aus der Stichstelle zu entfernen. Geschieht dies nicht, riskiert man, dass die halbe Zecke in der Wunde stecken bleibt. Am besten verwendest Du eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange, mit der Du die Zecke direkt am Hautansatz ergreifst. Ein leichtes Drehen nach links und rechts lockert die Verankerung und Du kannst sie aus der Haut ziehen. Am besten, man benutzt eine feine Pinzette oder eine Zeckenzange, mit der man die Zecke vorsichtig entfernt.


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Darum machen Katzenvideos glücklich

Wir nutzen die Zeit gerne mal für lustige Videos im Internet. Besonders angetan haben es uns Katzenvideos – und das nicht ohne Grund, wie jetzt sogar wissenschaftlich untersucht wurde. Warum gerade das Schauen von Katzenvideos so glücklich macht, haben die TIERFREUNDE ÖSTERREICH herausgefunden.

Katzenvideos

Sie sind flauschig, tollpatschig und miauen zuckersüß: Katzen gehören zu den liebsten Haustieren und Video-Stars im Internet. „Cat Content“ ist so angesagt, dass es auf YouTube mittlerweile unzählige Katzen-Clips gibt, die millionenfach geklickt werden. Katzen, die sich vor Gurken erschrecken, die sich in viel zu kleinen Gegenständen verstecken, die sich gegenseitig jagen, oder die eine oder andere unglückliche Bruchlandung hinlegen. Die Auswahl an Katzenvideos ist riesig und regt immer zum Schmunzeln oder herzhaftem Lachen an. Doch tatsächlich sind Katzenvideos viel mehr als bloß ein Zeitvertreib.

Darum lieben wir Katzenvideos

Wie benehmen sich die Katzen, was gibt es für ein Muster und warum spricht uns dieses so an?  Zum einen finden wir es schön, in die arglose Welt der süßen Kätzchen einzutauchen, denen es komplett egal ist, dass sie bei ihrem Verhalten beobachtet werden. So etwas ist für uns Menschen heutzutage leider kaum denkbar, wenn man bedenkt, wie oft wir unter Beobachtung stehen und dadurch unter Druck gesetzt werden. Zum anderen können wir den Katzen zugucken, ohne ihnen eben diesen Druck zu machen. Es ist praktisch ein Einblick in eine Welt, in der keiner jemanden stört oder stresst, in der man spielt, herumtapst und auch mal Fehler begeht, ohne, dass dem etwas Negatives anhaftet. Die Leichtigkeit des Seins – verkörpert von kleinen, flauschigen Tierchen.

Wissenschaftliche Analyse

Warum Katzenvideos eine solche Beliebtheit haben, haben Wissenschaftler von der Massey University genauer unter die Lupe genommen. Die Befragungen ergaben, dass sich die Studienteilnehmer energievoller und positiver fühlten, nachdem sie Katzenvideos geschaut hatten. Sie empfänden weniger Ärger, Angst und Traurigkeit und waren optimistischer und tatkräftiger.  Auch nach den Videos blieben die Teilnehmer für längere Zeit “positiv gestimmt”. Interessant ist auch, dass Menschen mit bestimmten Charaktereigenschaften, wie beispielweise Schüchternheit, mehr Katzenvideos konsumieren als andere. Die Forschungsergebnisse zeigen jedenfalls, dass Katzenvideos keine Zeitverschwendung sind, sondern durchaus ihren Nutzen haben und sogar unterstützend bei Psychotherapien eingesetzt werden können.

Wieso sind gerade Katzenvideos so beliebt?

Warum es gerade Katzen sind, die eine solche Begeisterung auslösen? Weil sie, im Gegensatz zu anderen Tieren, besonders viele Charakter-Facetten zeigen und gleichzeitig völlig ahnungslos sind, dass sie gefilmt werden. Andere Tiere, wie zum Beispiel Hunde, reagieren gerne mal auf eine Kamera und zeigen sich neugierig. Katzen dagegen nehmen die Aufnahme in der Regel überhaupt nicht wahr und lassen sich nicht aus ihrem natürlichen Element bringen.


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Die unterschätzte Gefahr für Haustiere im eigenen Garten

Der Frühling zieht gerade ins Land und die meisten Menschen locken die ersten warmen Sonnenstrahlen in den hauseigenen Garten. Dieser ist nicht nur für uns Menschen ein toller Ort zum Erholen und Entspannen, auch unsere Haustiere lieben es darin herumzutoben. Doch der schöne Rückzugsort ist für unsere vierbeinigen Freunde nicht ganz ungefährlich.

Garten-Gefahren

Hunde und Katzen lieben es nach dem langen Winter im Garten auf Entdeckungstour zu gehen. Selbst Meerschweinchen oder Kaninchen haben im Sommer ihre Freude daran, Zeit im Freien zu verbringen und statt Heu frisches Gras zu fressen. Doch was ist, wenn der Garten für das geliebte Haustier plötzlich eine Gefahr darstellt, der Vierbeiner krank wird oder gar um sein Leben kämpfen muss? Was im ersten Moment womöglich abwegig klingt, passiert häufiger, als man vielleicht denkt.

Wo kann sich im Garten Gift verstecken?

Auch wenn Du Dir dieser Tatsache möglicherweise gar nicht wirklich bewusst bist, es gibt zahlreiche potentielle Giftquellen, die sich auch in Deinem Garten verstecken können. Für uns Menschen sind diese meist vollkommen harmlos, denn wir wissen, wie wir uns verhalten müssen. Doch bei unseren Haustieren sieht das ebenso wie bei Kindern oft anders aus.
Insbesondere können folgende Giftquellen für Deine Haustiere eine Gefahr darstellen:

  • Dünger
  • Pestizide
  • Schädlingsfallen

Gut für das Pflanzenwachstum-gefährlich für Deine Tiere

Es ist verständlich, dass Du es mit Blumen und Sträuchern in Deinem Garten schön haben möchtest. Schädlinge wie Blattläuse oder Schnecken kann man dabei gar nicht gebrauchen. Mit Fallen und Pestiziden lässt sich Schädlingen effektiv entgegenwirken und in Kombination mit einem Dünger sorgt man dafür, dass die Pflanzen schön wachsen und gedeihen. Doch was dem Grün in Deinem Garten gut tut, kann Deinen Haustieren schnell ernsten Schaden zufügen. Fressen die Vierbeiner zum Beispiel mit Pestiziden und Dünger behandeltes Gras, gelangen die Giftstoffe in ihren Körper. Dort können sie sich ablagern, die Entgiftungsorgane Leber und Nieren belasten und zu Gesundheitsproblemen führen. Der Verzehr dieser Giftstoffe muss nicht zwangsläufig sofort zu akuten Beschwerden führen. Je nach Art und Menge des Gifts kann dies zwar durchaus der Fall sein. Es ist aber auch möglich, dass sich Vergiftungen erst im Laufe der Zeit äußern, wenn die Konzentration der giftigen Stoffe, die sich im Körper des Vierbeiners abgelagert haben, hoch genug ist.

Alternative Tipps zur Vorbeugung

Glücklicherweise ist es durchaus möglich, die Pflanzen in Deinem Garten zu schützen, ohne dabei die Gesundheit Deiner Haustiere zu gefährden. Denn sowohl zum Düngen als auch für die Schädlingsbekämpfung stehen Dir genug unbedenkliche Alternativen zur Verfügung.
Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH empfehlen Dir folgenden Tipps:

  • Verzichte auf Schneckenkorn und Pestizide und verwende stattdessen Schneckenzäune und Netze, um Deine Pflanzen zu schützen.
  • Heiße Nützlinge im Garten willkommen, indem Du Insektenhotels aufstellst.
  • Gebe nützlichen Insekten wie Marienkäfern den Vorzug gegenüber chemischen Pflanzenschutzmitteln.
  • Natürliche Dünger wie Kompost, Mist oder Pflanzenjauche schützen Deine Haustiere, entlasten die Umwelt und schonen Deinen Geldbeutel.
  • Setze beim Schutz vor Nagern wie Ratten und Mäusen auf Lebendfallen, anstatt Gift zu verwenden.

Wie Du siehst, ist es durchaus möglich, Deinen Garten mit natürlichen Mitteln vor Schädlingen zu schützen und Deine Pflanzen mit unbedenklichen Düngemitteln zum Wachsen zu bringen. Möchtest Du dennoch nicht darauf verzichten, solltest Du Deine Haustiere für mehrere Wochen aus dem Garten fernhalten, um sie


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Warum Katzen mit ihrer Zunge so gründlich sind?

Katzen verbringen einen großen Teil ihres Lebens mit der Fellpflege. Nun haben US-Forscher anhand einer speziellen Videotechnik entschlüsselt, wie sehr die rauen Katzenzungen an die Reinigung angepasst sind und wie unsere Stubentiger bei der Körperpflege vorgehen.

Fellpflege-Katzen

Auf der Zunge einer Katze sitzen Hunderte Widerhaken. Die brauchen die Tiere, um durch die zwei Schichten ihres Fells zu pflügen. Was genau dabei passiert, haben Forscher jetzt mit Stopmotion-Aufnahmen untersucht.

Katzen besitzen 2 Schichten Fell

Katzen verwenden bis zu 24 Prozent ihrer Wachzeit für die Fellpflege – um Flöhe loszuwerden, Dreck zu entfernen, lose Haare abzusondern und auch zur Kühlung des Körpers. Die Pflege eines Katzenfells ist eine Herausforderung wegen seiner zwei Schichten- dem schützenden Oberfell und dem weitaus dichteren Unterfell mit kürzeren Haaren zum Wärmen. Um dieses Unterfell zu pflegen, tragen Katzenzungen auf der Oberseite Hunderte Widerhaken aus Keratin, sogenannte Papillen, die gewöhnlich nach hinten stehen.

Videoanalyse mit spezieller Technik

Mit spezieller Videotechnik filmten die Forscher zunächst Hauskatzen beim Ablecken des Fells. Dabei erkannten sie vier Phasen: das Herausstrecken der Zunge, das flächige Entfalten samt Versteifung des Zungengewebes, das eigentliche Ablecken und das Zurückziehen, bei dem sich die Zunge leicht U-förmig einrollt. Die Analyse zeigt, dass sich die Papillen beim Entfalten der Zunge aufstellen und so die Kontaktfläche zum Fell vergrößern. Beim Lecken liegt die Zunge im Mittel 6,3 Zentimeter zurück, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 Zentimetern pro Sekunde – ein einzelner Leckvorgang dauert also deutlich kürzer als eine Sekunde.

Die Zunge unter die Lupe genommen

Dann untersuchten die Forscher Zungen verschiedener Katzenarten. Die Zungen der Tiere tragen im zentralen vorderen Teil besonders große Papillen in geringer Dichte. Dieses Areal ist entscheidend, denn je größer die Papillen, desto tiefer können sie bei der Pflege ins Fell eindringen. Diese Papillen waren bei Hauskatzen im Mittel gut 2,3 Millimeter hoch und bei Löwen und Tigern nur unwesentlich größer, obwohl diese mehr als 30 Mal schwerer sind.

Genaue Vorgehensweise des Putzvorgangs

Beim Lecken drücken Katzen ihr Fell dann so zusammen, dass sie ans dichte Unterfell kommen: bei manchen Hauskatzen im Mittel von 37 auf 1,2 Millimeter. Für die besonders langhaarigen Perserkatzen sei das ein Problem. Sie komprimieren ihr Fell demnach etwa auf 2,6 Millimeter – das sei immer noch zu viel für die Papillen. Daher rät der Verband der US-Tierärzte, solche Katzen täglich zu kämmen und monatlich zu baden.

Speichel enorm wichtig bei der Fellpflege

Innen haben die Papillen einen Hohlraum, durch den Katzen Speichel ins Fell einbringen. Bei jedem Lecken verteilen die Tiere die Flüssigkeit im Fell, danach füllen sich die Hohlräume wieder. Obwohl die Papillen nur 5 Prozent vom Speichelvolumen der Zunge enthalten, ermöglicht es die Höhe der Papillen, diese Menge entlang der Haarwurzeln zu verteilen. Der Speichel enthalte Enzyme, die Blut und andere Verunreinigungen löst. Zudem kühlt der Speichel beim Verdunsten die Haut. Am Tag könne eine Hauskatze mit ihren 290 Papillen 48 Gramm Speichel verteilen, kalkulieren sie. Insgesamt trage die Fellpflege zu etwa einem Viertel zur Thermoregulation der Tiere bei.


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Können Tiere trauern?

Viele Tierhalter machen sich Gedanken, wie es ihren tierischen Mitbewohnern ergehen wird, wenn ihnen etwas zustoßen sollte. Kann das Haustier dann Trauer zeigen? Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH klären euch hierzu auf.

Trauer-bei-Tieren

Wer sich für ein Haustier entscheidet, übernimmt die Verantwortung für ein anderes Lebewesen. Das Tier ist ein Familienmitglied, und viele Menschen quält die Frage, wie Tiere den Verlust eines liebgewonnenen Menschen verkraften. Und wie das Wohl des eigenen Tieres auch über die eigene Lebensspanne hinaus sichergestellt werden kann und ob Tiere ein Gefühl von Trauer empfinden.

Tiere verfügen über Emotionen

Auf jeden Fall können Tiere trauern, sie sind wie Menschen auch fühlende und sensible Lebewesen mit eigenen Charakteren und Eigenschaften. Genau wie wir Menschen empfinden sie verschiedene Emotionen, wie Freude, Angst, Wut, Zufriedenheit und eben auch Trauer. Viele Tiere trauern sehr stark nach dem Verlust ihres menschlichen Partners. Das gesamte Leben des tierischen Freundes ändert sich grundlegend – gewohnte Rituale und der Alltag sind plötzlich völlig anders und fremd. Die Bezugsperson fehlt und ist auch nicht einfach so ersetzbar.

Woher weiß ich, dass ein Tier trauert?

Da es nicht leicht ist, einzuschätzen, wie ein Tier mit dem Verlust des geliebten Halters umgeht, ist es wichtig, mit jedem Tier besonders behutsam umzugehen. Manche Tiere stellen das Essen ein, wollen vielleicht nicht mehr gerne spazieren gehen oder wandern ruhelos umher. Wieder andere ziehen sich einfach zurück und leiden ganz still. Es gibt sehr viele unterschiedliche Verhaltensweisen, wie ein Tier mit seiner Trauer umgeht, so wie es bei trauernden Menschen auch der Fall ist.

Wie gehe ich mit einem trauernden Tier um?

Dafür gibt es keine allgemeine Verhaltensregel, je nachdem wie das Tier seine Trauer ausdrückt, sollte man reagieren. Ist das Tier zum Beispiel anhänglich und schmusebedürftig, sollte man ihm das auf keinen Fall verwehren und sich viel Zeit dafür nehmen. So kann es Vertrauen fassen und eine neue Bindung eingehen. Zieht sich das Tier zurück und will nicht essen, sollte man es nicht bedrängen. Einfach immer wieder Kontakt und Nahrung anbieten, aber nicht zu vehement.

Wie stelle ich sicher, dass es meinem Tier nach meinen Tod gut geht?

Am wichtigsten ist es natürlich, dass Dein Haustier schnell in liebevolle Hände kommt. Im besten Fall ist Dein Vierbeiner mit der Person, die es bei sich aufnimmt, bereits vertraut. Dies erleichtert den Übergang und hilft ihm, sich schneller in seinem neuen Zuhause wohlzufühlen. In einem Testament hast Du die Möglichkeit, detailliert anzugeben, was im Todesfall mit Deinem tierischen Freund passieren soll. Hier gilt: Je konkreter die Wünsche dokumentiert sind, umso besser für die tierischen Gefährten.

Katzen verarbeiten Verluste schneller als Hunde

Oft drücken Katzen ihre Trauer durch Appetitlosigkeit aus, wollen nicht mehr angefasst werden und reagieren teilweise aggressiv. Ein Zustand, der sich laut Erfahrungswerten von Verhaltensforschern meist in sechs Wochen relativiert. Hunde hingegen brauchen sehr viel länger, um den Tod eines Menschen zu verkraften. So emotional sie ihre Freude in guten Zeiten ausleben, so tragisch ist für sie auch ein Verlust.  Es hilft es, möglichst viele Gegenstände und Bekleidungsstücke des Verstorbenen mit ins neue Wohnumfeld zu nehmen und den Tieren so eine sanfte Entwöhnung zu ermöglichen.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Jetzt werden Hund und Katze vernetzt

Die Tech-Industrie entdeckt die Haustiere: Gadgets messen, wie viel Bewegung deine vierbeinigen Freunde haben, was sie fressen oder wie viel sie schlafen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben hier genauer nachgefragt.

Haustiere-vernetzen

Nachdem viele Menschen ihre Kalorienzufuhr, die sportliche Betätigung und ihren Schlafrhythmus bereits übers Smartphone überwachen, sind nun die Haustiere dran. Hund und Katze werden mit Geräten und Trackern ausgestattet, die man am Halsband befestigen kann, um deren Aktivität übers Smartphone zu überwachen. Auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona wurden kürzlich eine Reihe dieser Gadgets vorgestellt. Damit können Tierhalter beispielsweise über eine App Standort und Aktivität des Tieres überwachen, also wie viel es sich bewegt oder schläft. Dies soll Herrchen und Frauchen zeigen, ob sie mit ihrem vierbeinigen Freund genügend Gassi gegangen sind.

Kalorienverbrauch wird angezeigt

Auch Vodafone, der weltweit zweitgrösste Mobilfunkkonzern, verkauft bereits einen Haustier-Tracker namens V-Pet. Dieser lässt sich am Halsband des Tieres befestigen, und der Besitzer kann überwachen, wo sich sein Vierbeiner aktuell aufhält. Über die verbundene App können Tierhalter zudem eine sichere Zone um ihr Haus herum definieren. Verlässt Dein Haustier diese Zone, wirst Du über das Smartphone informiert. Der V-Pet-Tracker lässt Dich zudem wissen, wie viel Dein Hund oder Deine Katze gerannt ist, gespielt oder geschlafen hat. Zusätzlich zeigt er an, wie viele Kalorien Dein Haustier dabei verbrannt hat. Diese Information soll dabei helfen, die Futterportionen optimal zu gestalten. Das Gerät funktioniert mit einer SIM-Karte und einem Abo.

Gerät wirft Leckerli aus

Weitere Firmen haben digitale Dog-Sitter auf den Markt gebracht. Diese funktionieren über Kameras, die in der Wohnung oder im Haus aufgestellt werden und über die Besitzer ihre Haustiere beobachten können, wenn sie außer Haus sind. Bellt beispielsweise Dein Hund, erhältst Du einen Alarm aufs Smartphone und kannst Dich über die Kamera zu Hause umsehen, was los ist. Die Kamera besteht aus einem Leckerli-Fach, das mit bis zu 100 Leckerli gefüllt werden kann. Auf Kommando via Smartphone können diese dem Hund zugeworfen werden.

Automatische Katzenbox

Am Markt ist auch ein automatisches, intelligentes Katzenklo erhältlich. Dieses reinigt sich automatisch und streut frisches Katzenstreu über den Boden. Ausserdem schickt die Box Nachrichten auf das Handy des Tierhalters. Sie kann Angaben zum Gewicht Deiner Katze übermitteln oder zu der Dauer und Häufigkeit, mit der die Katze ihr WC benützt. So sollen mögliche Gesundheitsprobleme erkannt werden.

Entspannung durch Klangwellen

Ein anderes Start-up setzt unterdessen auf die psychische Gesundheit der Haustiere. Es verkauft ein Gadget, das Haustieren in Stresssituationen ermöglichen soll, sich zu entspannen. Das Gerät sendet Klangwellen für Hunde und Katzen aus, die das Unterbewusstsein der Tiere stimulieren sollen.

Smartphone-Markt gesättigt

Das Vordringen mit Gadgets in der Haustier-Industrie hat einen guten Grund: Der Smartphone-Markt ist langsam gesättigt, Hersteller und Mobilfunkkonzerne müssen neue Wege einschlagen, um weiter zu wachsen. Der Heimtiermarkt ist für viele Unternehmen ein lukratives Segment, das im Jahresvergleich stetig wächst.

Doch seien wir mal ehrlich wollen wir, das wirklich? Wir Menschen sind ja schon total vernetzt, sollen nun unsere Haustiere auf Schritt und Tritt verfolgt werden?


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