6 Anzeichen, wenn dein Hund beleidigt ist!

So wie wir Menschen kann auch dein Hund sauer werden. Dein Vierbeiner wird zwar nicht die Türen zuschlagen oder dich anschreien, aber er wird es dir zeigen, wenn ihm etwas nicht passt. Folgende Benehmen verraten dir, was in deinem Hund vorgeht und wie er es kommuniziert.

Hund-ist-sauer

Es gibt kein Haustier, mit dem wir eine engere Bindung haben als mit unserem Hund. Nicht umsonst bezeichnen wir ihn als besten Freund des Menschen. Die Anzeichen, dass der Hund glücklich ist, kennt man nur allzu gut. Doch auch dein Vierbeiner kann mal einen schlechten Tag haben und sich ärgern, was er uns auch zeigt. Manche dieser Anzeichen müssen aber nicht gleich bedeuten, dass dein Haustier böse auf dich ist. Sie können zum Beispiel auch darauf hindeuten, dass sich dein Vierbeiner nicht wohlfühlt, oder ihm etwas missfällt.

  1. Angelegte Ohren

Durch die Stellung der Ohren teilt dir dein Hund seinen Gemütszustand mit. Sind die Ohren deines Lieblings angelegt, will er dir mitteilen, dass ihm das, was du gerade machst, nicht gefällt oder unangenehm ist. Doch angelegte Ohren können auch ein Zeichen von Ängstlichkeit sein, deshalb solltest du immer auch auf die restliche Körpersprache deines Hundes achten.

  1. Er bepinkelt deine Sachen

Dein Hund kennt deine Lieblingssachen, auf die er pinkelt oder sie zerstört. Doch bevor du jetzt sauer auf ihn wirst, schau lieber, dass dein Vierbeiner genug eigenes Spielzeug hat, worauf er herumkauen kann.

  1. Dein Hund weicht deinem Blick aus

Dein Hund wird den Kopf wegdrehen, wenn du versuchst ihn anzusehen. Versuche jetzt ruhig und leise mit ihm zu sprechen oder ihm die Ohren zu kraulen.

  1. Bockig und stur

Wenn kein Kommando mehr funktioniert und dein Vierbeiner dich völlig ignoriert, dann ist er sauer auf dich. Bevor du dich jetzt über deinen Hund ärgerst, versuche die Situation zu entspannen.

  1. Liebesentzug

Dein Liebling weiß ganz genau, wie er dir mitteilt, dass er gerade nicht sehr happy mit dir ist. Wenn er vor dir wegläuft, Abstand zu dir hält oder sich duckt, wenn du ihn streicheln willst, dann sei dir sicher, dass er verärgert ist. Setze dich hin und warte bis er wieder bereit ist, sich auf dein Streicheln einzulassen.

  1. Knurren

Wenn dein Hund dich anknurrt, dann hast du ihn mit etwas verärgert, oder er fühlt sich gestresst. Um diese Wut-Episoden so selten wie möglich zu halten, versuche deinen Hund von unnötigem Stress fernzuhalten und ihm genügend Auslauf und Ablenkung zu ermöglichen. Diese Wutausbrüche sind im Normalfall schnell wieder vorbei und falls nicht, dann hol dir von einem kompetenten Hundetrainer Unterstützung.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Was tun, wenn mein Kaninchen beißt!

Wenn Kaninchen bissig sind, kann der Haussegen gewaltig schief hängen und Kinder verlieren meist das Interesse an den kuscheligen Langohren. Doch geduldige Kleintierbesitzer können sich das Vertrauen ihrer Fellnasen zurückgewinnen– allerdings nur mit Umsicht und Geduld.

 Kaninchen-beisst

Einige Tierbesitzer kennen das Szenario: Wenn man die Hand in den Käfig streckt, um beispielsweise den Futternapf herauszuholen, knurren die Kaninchen, beißen und kratzen. An streicheln ist da schon überhaupt nicht zu denken. Es gibt skurrile Theorien, wo man ein dominantes Kaninchen zwangskuscheln soll, um ihm die größere Dominanz des Menschen zu vermitteln. Doch in Wahrheit fühlt sich das Tier dadurch bedroht, bekommt Angst und wird unter Umständen noch aggressiver. In vielen Fällen ist der Mensch selber schuld, wenn das Kaninchen verhaltensauffällig wird.

Derzeitige Haltung überdenken

Eine feindliche Gesinnung gegen Berührungen durch Menschenhand lässt sich mit Geduld durchaus abbauen. Das nimmt aber eine gewisse Zeit in Anspruch und klappt nur bei jenen Tierbesitzern, die für Veränderungen offen sind und sich intensiv mit ihren Häschen beschäftigen. Die häufigsten Ursachen für solche Fehlverhalten sind schlechte Haltung, wie etwa das Einsperren von Kaninchen in engen Käfigen. Die kleinen Rammler benötigen mehr Platz als man denkt. Denn sie laufen gerne, schlagen Haken und brauchen daher mehr Freiraum als ein keines Gehege. Kaninchen sind sehr sozial und daher absolute Rudeltiere. Sie benötigen Artgenossen – am besten wäre ein kastrierter Rammler und ein Weibchen.

Tierische Körpersprache richtig deuten

Die Bissigkeit Deiner Kaninchen kann auch entstehen, wenn Du ihre Körpersprache falsch interpretierst. Ein Kaninchen das sich plötzlich nicht mehr bewegt, zeigt das sogenannte „Freezing“ – ein plötzliches Erstarren aus Angst. Vor allem Kinder denken dann: „Praktisch, das Tier hoppelt nicht weg, jetzt kann ich es streicheln.“ Das Kaninchen lernt: „Wenn ich nicht gestreichelt werden will, bringt Freezing nichts. Besser, ich beiße, damit man mich versteht.“ Solche oder ähnliche Missverständnisse dieser Art sind dann an der Tagesordnung.

Annäherung beim Auslauf

Der erste Schritt ist, dass Dich Dein Kaninchen toleriert und sich durch Deine Anwesenheit nicht stören lässt, wenn Du Dich bewegst? Wenn es nicht mehr beißend herbeispringt, kannst Du mit dem nächsten Schritt beginnen. Während des Freilaufs kannst Du versuchen, Dein Kaninchen mit der Hand zu füttern. Die Futterteile sollten möglichst lang sein, wie etwa Karotten oder Heustängel. So bleiben die Finger in einem sicheren Abstand und von einer möglichen Beißattacke verschont. Gleichzeitig entwickeln die Kaninchen einen positiven Bezug zu Deiner Hand und werden bald akzeptieren, wenn Du in den Käfig greifst.

Tipps bei bissigen Langohren:

  • Viel Platz zum Laufen und Toben
  • Erst Deine Anwesenheit üben, das Tier nicht locken oder nach ihm greifen
  • Vorsichtig Snacks aus der Hand füttern
  • Nach ein paar Wochen während des Fütterns kurz vorsichtig berühren

Das Wichtigste ist jedoch, viel Liebe und Geduld mit deinem Kaninchen zu haben. Glaube uns es lohnt sich.


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Was passiert mit tierischen Scheidungskindern?

Wenn sich Paare trennen und getrennte Wege gehen möchten, können zahlreiche Streitpunkte entstehen. Wem gehört das Haus? Wer muss wem wie viel Unterhalt zahlen? Besonders emotional können Konflikte werden, wenn es um gemeinsame Haustiere geht.

Scheidungskinder

Zwischen Mensch und Tier entstehen emotionale Beziehungen, die vielleicht sogar länger halten als jene unter Menschen. Doch wem gehört der Familienhund, die Katze oder Maus im Falle einer Scheidung? Scheidungen sind immer problematisch, auch für den Familienhund ist eine Scheidung eine schwierige Situation. Hunde bauen Verbindungen zu ihren Mitmenschen auf und der Verlust eines Sozialpartners bedeutet Stress – für den Hund genauso wie für den Menschen. Zwar gibt es keine perfekte Lösung Deinem Hund in einer Trennungs- oder Scheidungsphase zu helfen, es gibt aber Maßnahmen, die den Übergang erleichtern. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH habe Euch hier einige Tipps bereitgestellt.

Gemeinsames Sorgerecht

Wenn Du das Sorgerecht für Deinen Hund teilst, ist es wichtig, dass sich Dein Hund an die Trennungen gewöhnt. Verabschiede Dich immer ohne viel Aufwand und mit ruhiger Stimme von Deinem Hund. So lernt er, dass der Moment der Trennung nichts ist, wovor er Angst haben muss. Hunde spüren Stress und brauchen einen geregelten Tagesablauf, halte daher immer einen festen Zeitplan ein. Feste Strukturen und regelmäßige Abläufe sind die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit Hunden und verhindern das Aufkommen von Angst oder Nervosität.

Neue Umgebung für den Hund

Oft kommt es nach einer Trennung zu einem Umgebungswechsel oder einem Umzug. Berücksichtige bei der Wohnungssuche, dass diese in einer hundefreundlichen Umgebung liegt, und dass Mitbewohner oder Vermieter nichts gegen Haustiere einzuwenden haben. Zusätzliche Streicheleinheiten, ausgiebige Spaziergänge und viel spielerische Beschäftigung erleichtern Deinem Hund die Eingewöhnungsphase im neuen Zuhause.

Ein neuer Lebenspartner

Bevor Du eine neue Bezugsperson, sprich einen neuen Partner in das Leben Deines Hundes einführst, denke auch an seine Befindlichkeiten. Besser Du wartest eine Weile ab und klärst Deinen neuen Partner über die Gewohnheiten Deines Hundes auf. Zum Beispiel, wo Dein Vierbeiner am liebsten schläft oder wie er gerne begrüßt wird.

Fazit

Auch wenn mitunter bei einer Scheidung die Wogen und Emotionen hoch gehen, sollten die ehemaligen Ehegatten dennoch Vernunft, Sensibilität und Verantwortung zeigen. Denn auch an unseren vierbeinigen Freunden geht eine Trennung nicht spurlos vorüber und sie empfinden den Verlust eines Sozialpartners schmerzhaft und sollten daher, genau wie Kinder nicht zu einem Streitobjekt werden. In erster Linie sollte nur zum Wohle des Tieres gehandelt werden, um ihm möglichst wenig Stress zu ersparen.


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Vorsicht vor grausamen Schlagfallen!

Schockiert schlagen Tierfreunde in einigen Orten im Südburgenland Alarm. Immer öfter entdecken Bewohner verbotene und illegale Schlagfallen im Gemeindegebiet, in die freilaufende Hauskatzen getappt sind.

Schlagfallen

Die Schlagfallen töten die Tiere nicht sofort und immer wieder leiden Tiere höllische Qualen, die in solche Fallen geraten. Sie werden verstümmelt und/oder sterben und es ist eine ethische Verpflichtung, diesem brutalen und barbarischen Treiben ein Ende zu setzen! Und wer kann garantieren, dass nicht Menschen – allen voran Kinder sich massiv verletzen können, wenn sie in eine Schlagfalle geraten.

Aktuelle Fälle

Eine übel zugerichtete Samtpfote wurde auf dem Hauptplatz in St. Martin an der Raab gefunden, deren Verletzungen eindeutig von einer Schlagfalle stammen. Das Tier war übersät mit Knochenbrüchen und hatte sich mit nur noch drei Beinen davongeschleppt. Katzenbesitzer sind seither höchst beunruhigt und haben Angst um ihre vierbeinigen Lieblinge. Kurz zuvor hatte auch in Riedlingsdorf ein schwer verletzter Kater für Aufregung gesorgt. Der Stubentiger ist neben einer Straße gelegen, bis ein Tierarzt ihn rettete. Der Appell der Behörden an die Bevölkerung: „Bitte derartige Fälle sofort der Polizei melden!“

Sind Schlagfallen erlaubt?

Eine Verletzung, verursacht durch so eine Schlagfalle, wirft natürlich Fragen auf. Dürfen Landwirte Schlagfallen wie in diesem Fall aufstellen?  Ganz klar NEIN!!!!! Solche Schlagfallen für Privatpersonen und Bauern sind verboten, es sei denn es handelt sich um Jäger. Grundsätzlich dürfen Fallen nicht an Orten angebracht werden, an denen Menschen und Nutztiere gefährdet werden können, wie insbesondere im Nahbereich von Siedlungen, Wegen und Ausflugszielen. Bestimmte Schlagfallen sind erlaubt, aber nur unter besonderen Auflagen. In Ausnahmefällen, insbesondere zur Seuchenbekämpfung oder zur Abwehr überhand nehmender Schäden an Geflügelbeständen durch Raubwild, kann die Bezirksverwaltungsbehörde vorübergehend die Verwendung von Fangeisen bewilligen.

Schlagfallen sind seit einigen Jahren in Österreich verboten. Zu Recht, denn für Tiere die darin gefangen werden, ist das ein unvorstellbar grausames Leiden bis zum qualvollen Tod.


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Auf die Signalsprache der Hunde achten

Hunde kommunizieren den ganzen Tag mit uns, indem sie uns sogenannte Beschwichtigungssignale senden. Das Erkennen dieser Signalsprache ist jedoch nicht immer ganz einfach, aber auf sie einzugehen ist die Basis für ein vertrauensvolles Miteinander.

Körpersprache-Hunde

Ein wedelnder Schwanz, ein geneigter Kopf oder ein runder Rücken verraten viel über den Gemütszustand eines Hundes. Für den Hundehalter ist das Verhalten seines Lieblings meist verständlich, für einen Außenstehenden ist das jedoch oft nicht der Fall. Die Körpersprache des Hundes wird in vielen Fällen nicht ernst genommen oder verstanden, sollte aber jedem ein Anliegen sein. Unwissenheit oder falsche Annahmen können fatal enden, wie uns dies die Vergangenheit der Beißunfälle gezeigt hat. Deshalb muss der Umgang mit dem Hund schon mit den Kleinsten geübt werden. Mit folgenden Gesten sagen sie uns, dass sie sich in einer Situation unwohl fühlen, ihnen etwas zu viel, zu eng oder zu laut ist.

Gähnen

Ein Gähnen wird wegen seiner Doppeldeutigkeit oft missverstanden. Natürlich gähnen Hunde, wenn sie müde sind, doch es dient ebenso als typisches Beschwichtigungssignal mit beruhigender Wirkung.  So äußern sie auch ihren Unmut, oder kurz vor der Gassi-Runde, wenn sie aufgeregt sind und sich damit beruhigen.

Kopf wegdrehen

Beugt man sich beim Anleinen von vorn über den Hund, wird er seinen Kopf zur Seite drehen. Er sagt damit: „Das ist mir jetzt zu übergriffig.“ Stelle dich dabei etwas seitlich, dann ist die Situation für den Hund viel entspannter. Und er ist dankbar, dass du ihn verstanden hast.

Schwanzwedeln

Das Wedeln mit dem Schwanz hat unterschiedliche Gründe, denn nicht immer drückt ein Wedeln Freude aus. Einzig wird hierbei ein Erregungszustand gezeigt – positiver oder negativer Art. Schwanzwedeln mit erhobener Rute drückt beispielsweise meist Freude aus, Schwanzwedeln mit heruntergezogener Rute hingegen Unsicherheit oder Angst. Da es Hunde gibt, die aus Angst beißen, ist auch hier in allen Fällen Vorsicht geboten. Beim Schwanzwedeln daher immer die gesamte Körperhaltung des Hundes betrachten!

Fremde Hunde nicht berühren

Hundetrainerin raten davon ab, einen fremden Hund einfach so anzugreifen und schon gar nicht am Kopf. Zuerst sollte man dem Tier die Möglichkeit geben, in Ruhe die Hand zum Schnuppern vorsichtig entgegenzustrecken. Wenn man mit einem fremden Hund in Kontakt treten möchte, muss man dem Hund einfach die Zeit geben, die er braucht. Angegriffen darf er dann schon werden, aber eher an der Körperseite. Auch das Reiten auf einem Hund oder das Verkleiden sollte unterlassen werden. Ein großes Risiko für Kinder besteht auch darin, wenn sie das Spielzeug des Hundes wegräumen. Der Hund hängt nämlich an seinen geliebten Spielsachen und will sie wahrscheinlich nicht einfach hergeben.


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Hund und Katze können sich vernetzten

Bereits 250.000 oberösterreichische Hundehalter setzen auf ein ortbares Halsband für ihre Vierbeiner. So musst du dir keine Sorgen machen, dass dein Hund oder Katze weglaufen könnte. Denn der aktuelle Standort deines Haustieres kann rund um die Uhr abgerufen werden.

Ortung-Hunde

Ein Haustierbesitzer schnallt seinem Hund oder seiner Katze ein Halsband samt Aufsatz um. In diesem ist ein Ortungsgerät verbaut. Und mit einer gekoppelten App kannst du jederzeit nachverfolgen, wo sich dein Haustier aufhält. Mit der App kannst du einen virtuellen Zaun um dein Grundstück ziehen. Wenn dein Tier aus diesem ausbricht, bekommst du eine Benachrichtigung. Wer möchte schon, dass ein Hund ohne Beißkorb in Richtung Spielplatz läuft.

Große Auswahl an verschiedenen Geräten

In der Tat schätzen Marktforscher, dass allein der Markt für Haustier-Wearables, also tragbare Geräte, bis 2024 auf acht Milliarden US-Dollar wachsen soll. 2017 lag der Wert noch bei 1,85 Milliarden. Und die Branche liefert mittlerweile auch eine breite Palette an Produkten. Das taiwanesische Unternehmen Furbo bietet etwa eine Kamera für den Haushalt an. Mit dieser können Tierbesitzer nicht nur via Handy Hund oder Katze beobachten. Dank eines Mikrofons kann man mit seinem Tier sprechen und es eventuell beruhigen. Und sobald der Hund bellt, werden Hundehalter benachrichtigt und können seinem Vierbeiner ein Leckerli zur Beruhigung auswerfen lassen. Andere Konzepte wollen gar via smartes Katzenklo den Gesundheitszustand des Tieres belegen.

Worauf solltest du bei der Produkt-Auswahl achten?

Das Gerät sollte in jedem Falle zu deinem Hund passen und beim Tragen nicht unangenehm sein bzw. stören. Auch die Akkulaufzeit des Senders sollte begutachtet werden, damit das Signal auch bei einer längeren Suche noch einwandfrei funktionieren kann. Weitere Aspekte wäre Stoßfestigkeit und Wasserdichtigkeit. Bei jungen Wilden die gerne über Stock und Stein springen und keinen See zum Schwimmen auslassen sollte der Sender möglichst robust und vor allem wasserdicht sein, um die Funktionalität zu gewährleisten. Vergleiche in Ruhe die Angebote und lies dir verschiedene Tests zur Hundeortung durch, bevor Du dich für eines der Modelle entscheidest.

Ist der neuer High-Tech-Trend positiv?

Der Trend habe auch durchaus positive Ausprägungen, denn GPS Tracker für Hunde helfen Hundehaltern, ein entlaufenes Tier schnell ausfindig zu machen und es wohlbehalten nach Hause zurückzubringen. Doch es gebe ebenso negative Facetten. Zum einen würden sich neue Datenschutzfragen auftun. „Was ist, wenn ich meinem Hund eine Kamera umschnalle – und er rennt durch Nachbars Garten?“ Zum anderen bestehe die Gefahr, dass man viel auf die Technologie abschiebe. Und das könne für das Mensch-Tier-Verhältnis schädlich sein. Man holt sich ein Tier in sein Zuhause, weil man eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen möchte. Eine Technik dazwischenzuschalten könnte dabei stören.
Die Vorteile und Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • Die Position des Hundes lässt sich jederzeit bestimmen
  • Ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit für Hundehalter
  • Einfache Handhabung und Befestigung an Halsband, Weste oder Geschirr

Nachteile

  • Anschaffung geht häufig mit Folgekosten (Abo / Mobilfunk) einher
  • Größe der Geräte für kleine Hunde oft überdimensioniert
  • Akku muss regelmäßig geladen werden damit das Gerät im Ernstfall senden kann
  • Senden nicht immer genau, insbesondere wenn das Gerät über einem Handymasten funkt.

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Der perfekte Winterurlaub mit Hund

Sobald die ersten Schneeflocken fallen, können es die meisten Menschen kaum mehr erwarten, in den Winterurlaub zu starten. Dabei möchten viele auf ihre Vierbeiner nicht verzichten. Hier einige Tipps der TIERFREUNDE ÖSTERREICH für einen gemeinsamen, entspannten Winterurlaub.

Wintertipps

Bei den Österreichern ist ein Winterurlaub mit Skifahren, Snowboarden, Langlaufen mit Familienangehörigen seit jeher sehr gefragt. Als Teil der Familie zählen natürlich auch unsere geliebten Fellnasen, daher werden sie immer öfter in den Urlaub mitgenommen – auch im Winter. Tierfreundliche Hotels und Appartements machen es möglich, dass sich unsere Hunde dort fast wie zuhause fühlen.

Hundebenehmen im Hotel

Nach der Ankunft im Hotel solltest Du Deinem Hund die Gelegenheit geben, die fremde Umgebung in aller Ruhe zu beschnüffeln. Am ersten Tag darfst Du Deinen Hund keinesfalls alleine im Zimmer zurücklassen, da ihm noch alles fremd ist und er sich erst an die neue Umgebung gewöhnen muss. Das von zuhause mitgebrachte Schlafkörbchen und sein Lieblingsspielzeug erleichtern Deinem Vierbeiner die Eingewöhnung im Hotelzimmer. Gib Ihm im Urlaub das gleiche Futter wie zuhause, da eine plötzliche Futterumstellung heftige Magen-Darm-Probleme verursachen kann.

Skifahren oder Snowboarden

Solltest Du ein begeisterter Skifahrer oder Snowboarder sein, solltest Du rechtzeitig eine Lösung für Deinen Hund zu suchen, da Du ihn keinesfalls mit auf die Skipiste nehmen darfst. Das Verletzungsrisiko für Deinen Hund und andere Skifahrer wäre zu groß. Stattdessen kannst Du versuchen, einen Hundesitter im jeweiligen Urlaubsort zu finden, der sich tagsüber um Deinen Vierbeiner kümmert. Eventuell unterstützt Dich auch Dein Hotel, oder Zimmervermieter, wenn es sich um eine private Pension handelt.

Langlaufen mit Hund

Für einen aktiven Hund ist Langlaufen der optimale Wintersport. Die nicht allzu rasante Geschwindigkeit ist für den Hund perfekt, um nebenher zu laufen. Leider sind Hunde auf gekennzeichneten Loipen nicht immer erlaubt. Frage am besten vorher beim Tourismusamt Deiner Urlaubsregion nach, wie hundefreundlich die Loipen sind. Wichtig beim Langlaufen mit Hund ist, dass er immer angeleint ist, um entgegenkommende Langläufer nicht zu verängstigen. Langlaufen zählt zu den Ausdauersportarten, achte deshalb darauf, dass Dein Hund über die nötige Kondition und Fitness verfügt.

Schneewanderungen mit dem Hund

Wenn Du es im Urlaub etwas ruhiger angehen willst, dann ist eine Schneewanderung genau das Richtige – auch für Deinen Hund. Hierbei solltest Du Dich aber über eine mögliche Leinenpflicht informieren. Auch wenn keine Leinenpflicht besteht, achte darauf, dass er bei bei Wanderungen in Deinem Sichtbereich ist.

Hüttengaudi mit Hund

Wer es gerne rustikal und gemütlich mag, der sollte einen Hüttenurlaub in Betracht ziehen. In Österreich findet man viele urige aber auch komfortable Almhütten, für den ganz speziellen Winterurlaub mit Hund. Die meisten Hütten findest Du in Salzburg, in der Steiermark und in Kärnten.

Sicherheit auch im Urlaub

Dass verantwortungsvolle Hundehalter darauf achten, dass ihr vierbeiniger Liebling andere Gäste nicht belästigt und im Hotel nichts beschädigt, ist eigentlich selbstverständlich. Aber selbst, wenn Du gut auf Deinen Liebling aufpasst, kann immer etwas passieren. Eine Haftpflichtversicherung für Hunde gilt als die Pflicht-Tierversicherung, die jeder Hundehalter haben sollte. Sie schützt Dich vor finanziellen Schäden, für die Dein Hund verantwortlich ist. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH bieten Dir und Deinem Hund einen Versicherungsschutz mit top Leistungen und günstigen Konditionen.


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Hundepfoten im Winter richtig schützen?

Der Winter bringt nicht nur kalte Temperaturen, sondern auch Schnee, Eis und damit gestreute Wege. Jetzt ist es wichtig, auf die Pfoten deines Vierbeiners zu achten. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben ein paar Tipps für Dich.

Pfotenpflege

Während Hundehalter in dicken Winterstiefeln unbeschadet durch Streusplit und Schneematsch stapfen, wird der Winterspaziergang für den Hund mitunter zur Tortur. Hundepfoten sind ständig der Witterung ausgesetzt und besonders im Winter kann dies für die Vierbeiner schmerzhaft werden. Wenn es irgendwie geht, solltest du daher mit Salz gestreute Wege beim winterlichen Hundespaziergang meiden. Wenn dies nicht möglich ist, dann benötigen die Pfoten deines Vierbeiners eine besonders gute Pflege.

Streusalz schadet deinem Hund

Besonders Streusalz ist ganz schlecht für unsere Hunde. Gerade wenn er sich bereits eine kleine Wunde an der Pfote eingefangen hat, brennt das Salz schmerzhaft. Bei einer Wunde oder auch einfach so kommt es zudem häufig dazu, dass der Vierbeiner an den Pfötchen schleckt. Das Streusalz gelangt somit in seinen Magen und kann dort beträchtliche Schäden anrichten. Auch Steinstreu kann bereits angeschlagener Ballenhaut schaden. Daher wenn möglich, gestreute Wege vermeiden!

Die Pfötchen ordentlich versorgen

Vaseline, Hirschtalg oder eine eigene Pfotenschutzsalbe eigenen sich hervorragend, um die Pfotenballen des Hundes vor dem Spaziergang ordentlich einzucremen und somit Verletzungen vorzubeugen. Das hat zwei positive Wirkungen: Einerseits sind die Hundepfoten nun geschmeidiger und werden sanft gepflegt. Andererseits können Risse und Verletzungen in der Ballenhaut so gut verhindert werden.

Eisklumpen entfernen

Um zu vermeiden, dass sich Eisklumpen zwischen den Zehenballen bilden, ist es ratsam, überstehendes Fell zwischen den Zehen abzuschneiden. Auch während des Spaziergangs lohnt sich hin und wieder ein Blick auf die Pfötchen, um gegebenenfalls ein paar Eisklumpen zu entfernen. Denn wer möchte schon gerne mit eisigen Extras an den Beinen herumlaufen?

Gründliche Reinigung der Pfoten

Was dem Menschen gut tut, ist meist auch für den Vierbeiner sehr angenehm. Ein lauwarmes Fußbad nach dem Spaziergang ist perfekt, um die Pfoten von Steinchen und Eis zu säubern. Ein Muss nach jedem Gassi gehen ist das Waschen der Hundepfoten. Dabei reicht es in der Regel, jede Pfote kurz in eine Schale mit lauwarmem Wasser zu tauchen und dabei mit den Fingern einmal durch den Zwischenzehenbereich zu streichen. Das ist wichtig, da sich in der behaarten Falte zwischen den Zehenballen gern Salz, Splitt und Eisklumpen festsetzen, die die empfindliche Haut stark reizen.

Mit diesen Tipps steht dir und deinem Vierbeiner bei ausgiebigen Winterspaziergängen nichts mehr im Wege. Wir wünschen euch viel Spaß :-)


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Bindehautentzündung bei Katzen

Eine Bindehautentzündung kommt sehr häufig bei Katzen vor und kann durch eine Vielzahl an Ursachen bedingt sein. Obwohl jede Katzenrasse und jedes Alter betroffen sein kann, erkranken  besonders junge Katzen an Katzenschnupfen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben dir die wichtigsten Infos darüber zusammengestellt.

Bindehautentzündung

Wie entsteht eine Bindehautentzündung bei Katzen?

Dabei handelt es sich um eine weltweit vorkommende Infektionserkrankung, welche durch mehrere bakterielle und virale Erreger hervorgerufen wird. Die Infektionserreger werden über eine Tröpfcheninfektion, z.B. durch Kontakt zu kontaminiertem Nasenausfluss übertragen. Typischerweise zeigen Mehrkatzenhaushalte, etwa ein Tierheim oder auch Katzenausstellungen, ein besonders hohes Risiko, die Krankheitserreger durch die hohe Katzendichte verbreiten. Neben der typischen Bindehautentzündung wird diese Atemwegserkrankung jedoch auch häufig von anderen Symptomen wie Niesen, Fieber oder Fressunlust begleitet. Allergien kommen bei Katzen ebenfalls sehr häufig vor und führen neben einer Bindehautentzündung oftmals zusätzlich zu weiteren Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Atembeschwerden oder weiteren Hautentzündungen. Besonders Parasiten, Hausstaub oder bestimmte Medikamente sind bei Katzen vielfach diagnostizierte Allergene. Neben den allergischen Reaktionen führen jedoch auch häufig Fremdkörper zu einer Reizung des Auges, welche zu einer Entzündung der Bindehaut führt. Beispiele hierfür sind Partikel aus der Umwelt oder Haare.

Symptome einer Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung bei der Katze ist durch bestimmte Anzeichen zu erkennen. Hierzu zählen:

  • Rötung des Auges
  • Schwellung der Bindehaut und Zukneifen des Augenlids
  • Wässrige oder Eitrige Tränenausfluss
  • Ein Fremdkörpergefühl

Je nach Grunderkrankung können zusätzlich Symptome wie Niesen und Husten, oder weitere Hautentzündungen auftreten

Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es?

Eine Bindehautentzündung bei Katzen muss nicht immer durch eine ernsthafte Erkrankung hervorgerufen werden. Gesellen sich jedoch weitere Symptome hinzu oder heilt sie innerhalb von wenigen Tagen nicht von selber aus, sollte spätestens dann ein Tierarzt aufgesucht werden. Dabei  führt der Tierarzt eine ausführliche Anamnese durch, um wichtige Hinweise zum möglichen Krankheitsgeschehen zu sammeln. Nach der Anamnese erfolgt immer eine klinische Allgemeinuntersuchung, in welcher der allgemeine Gesundheitszustand der Katze ermittelt wird. Zu den wichtigsten Parametern gehören der Allgemeinzustand der Katze, die Herz- und Atemfrequenz, sowie der Zustand der Schleimhäute und die rektale Körperinnentemperatur. Zum Ausschließen eines Fremdkörpers wird das Auge genauer betrachtet. Infektiöse Grunderkrankungen können schnell mittels eines Tupferabstriches ermittelt werden.

Wie kann ich eine Bindehautentzündung bei meiner Katze vermeiden?

  • Kontakt zu erkrankten Tieren meiden
  • Impfstoffe gegen das Feline Herpesvirus 1 (FHV-1
  • Allergene wenn möglich aus dem Umfeld der Katze entfernen
  • Wirksame Flohprophylaxe: z.B. Flohhalsband oder Spot Ons

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Übergewicht macht unsere Haustiere krank

Immer mehr tierische Mitbewohner leiden unter Übergewicht, was oftmals schwere Folgen haben kann. Hunde und Katzen sind dank Leckerli und zu wenig Bewegung schlichtweg zu dick. Viele Tierhalter denken, sie tun ihrem Vierbeiner damit etwas Gutes, und einige finden es sogar niedlich, eine pummelige Katze oder einen fülligen Hund zu haben. Doch das Übergewicht schadet unseren Vierbeinern genauso wie uns Menschen.

Übergewicht-beim-Tier

Während der Dezember traditionell ein wahrer „Schlemmermonat“ ist, folgt im Jänner oft die große Ernüchterung beim Blick auf die Waage. Laut einer aktuellen Studie geht man davon aus, dass die in Haushalten lebenden Hunden und Katzen 20 – 30 % an Übergewicht leiden -Tendenz steigend.

Ursachen für Übergewicht

Wie auch beim Menschen entsteht Übergewicht bei Tieren, wenn die Energieaufnahme den Energiebedarf überschreitet. Überschüssige Energie, die nicht durch Bewegung oder den Stoffwechsel verbraucht wird, wird in Form von Fett gespeichert. Da unsere tierischen Mitbewohner sich nicht selbst versorgen können, liegt die Verantwortung für übergewichtige Tiere bei den Haltern. Es werden beispielsweise die Leckerlis des Hundes nicht in seinen täglichen Kalorienbedarf einberechnet oder ihm wird zu viel Nahrung angeboten, weil er am Tisch bettelt oder großen Appetit hat.

Hohes Risiko bei Fettleibigkeit

Übergewicht erhöht auch bei Tieren das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen. Katzen, die sich wegen ihres umfangreichen Körpers nicht mehr putzen können, bekommen häufig Blasenentzündungen. Bis zu zwei Jahre Lebenszeit kann Übergewicht ein Tier kosten. Von Diabetes sind häufig ältere Tiere betroffen. Die typischen Symptome sind vermehrte Wasserzufuhr sowie Harndrang und gesteigerter Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust. Solltest Du diese Veränderungen bei Deinem Vierbeiner feststellen, ist ein Tierarztbesuch zur Abklärung notwendig. Durch eine Messung des Blutzuckerspiegels kann die Erkrankung leicht nachgewiesen werden.

Regelmäßige Gewichtskontrolle

Um sicher zu gehen, dass Dein Vierbeiner nicht zu dick wird, kontrolliere regelmäßig sein Gewicht. So kannst du bei Übergewicht rechtzeitig reagieren und seine Futtermenge entsprechend reduzieren. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welches das Idealgewicht für Dein Haustier ist, frage am besten Deinen Tierarzt.

Firgurcheck durchführen

Um sicher zu gehen, rät der Arzt zum Figurencheck: Bei einem leichtem Druck auf den Brustkorb Deines Tieres solltest Du die Rippen spüren. Außerdem solltest Du, wenn Du von oben oder von der Seite draufblickst, die Taille Deines Vierbeiners erkennen können.

Abspeckplan für Dein Tier

Wichtig ist, dass Du mit Deinem Haustier einmal jährlich beim Tierarzt zu einem kurzen „Check-up“ vorbeischaust und falls nötig gemeinsam einen Diätplan aufstellt. Denn Abspecken in Eigenregie kann vor allem bei Katzen gefährlich werden. Reduzierst Du bei Deiner Katze das Futter, läuft ihr Körper erst einmal auf Sparflamme. Nach einer gewissen Zeit schickt der Körper Fett in die Leber, um Deine Mietze mit neuer Energie zu versorgen. Bei einer dicken Wohnungskatze kann das zu Leberversagen führen und eine Leberverfettung die Folge sein. Deshalb solltest Du eine Diät immer vorher mit Deinem Tierarzt absprechen.

Im Idealfall sorgst Du schon vorher dafür, dass es keiner besonderen Diät bedarf. Aber wenn Dein Vierbeiner zu viel Speck auf den Hüften hat, dann bleibe trotz treuem Hundeblicks standhaft und lasse Dich nicht erweichen. Du tust es für die Gesundheit Deines Tieres und damit Du Deinen Liebling noch viele Jahre bei Dir hast.


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