Tierisch wohnen

Was man als Frauchen oder Herrchen wirklich darf und wann der Vermieter einschreiten kann, haben sich die TIERFREUNDE ÖSTERREICH mal genauer angesehen.

Tierisch-wohnen

 

Wer mit Katze oder Hund auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist, sollte sich vor dem Einzug in das neue Heim über seine Rechtssituation genau informieren. Denn nicht überall sind die tierischen Lieblinge gern gesehen. Was erlaubt ist und was man lieber unterlassen sollte, zeigen Euch die folgenden Tipps.

Sind Haustiere generell in Mietwohnungen erlaubt?

Grundsätzlich darf man Haustiere wie Hunde und Katzen in der Wohnung halten, sofern es im Mietvertrag oder in der Hausordnung nicht anders geregelt ist. Jedoch darf der Vermieter nicht jegliche Tierhaltung grundsätzlich verbieten: Wer etwa Hamster, Zierfische, Schildkröten oder ähnliche Kleintiere artgerecht halten möchte, der hat wenig zu befürchten. Ein generelles Tierverbot, bei dem diese Kleintiere nicht explizit ausgenommen sind, ist sogar unwirksam. Nur in Einzelfällen, etwa unter der Berufung auf Allergien, können Haustiere generell verboten werden. Wer ganz sichergehen möchte, gibt dem Vermieter vor der Anschaffung Bescheid. Das schafft Transparenz und beugt unangenehmen Überraschungen vor.

Achtung bei exotischen Tieren

Der Vermieter darf die Haltung von exotischen Tieren verbieten. Er  kann per Mietvertrag auch spezifische Hunde-Rassen, wie  Kampfhunde anhand von individuellen nicht vorgefertigten Klauseln ausschließen. An dieses spezifische Verbot müssen sich Mieter halten. Generell ist ein Verbot für Tiere, von denen Gefahren ausgehen kann, wirksam. Es ist auf jeden Fall ratsam, vor der Anschaffung von Vogelspinnen, Schlangen und Leguanen mit dem Vermieter zu sprechen. Denn der Vermieter kann ein eingeschränktes Verbot rechtswirksam erlassen und zum Beispiel die Haltung von Hunden verbieten.

Gassi gehen in der Stadtwohnung

Wenn weder Menschen gefährdet, unzumutbar belästigt oder fremde Sachen beschädigt werden, dann ist ein Gehen im Hof erlaubt. Im Großteil der Fälle bedeutet das: Ich darf mit meinem Hund auf den Rasen im Hof Gassi gehen, wenn ich alle Hinterlassenschaften wieder wegräume. Es ist zudem Pflicht, den Hund an die Leine zu nehmen oder ihm einen Beißkorb anzulegen.

Wie verhält es sich mit der Lärmregelung?

In diesem Fall gibt es strenge Regelungen zum Schutz der Nachbarn. Wenn ein ständiger, massiver Lärm verursacht wird, darf der Vermieter den Mietvertrag kündigen. Ein alleingelassener Hund, der stundenlang heult oder bellt, wäre etwa so ein Kündigungsgrund. Vögel hingegen dürfen tagsüber ruhig in kräftigen Tönen singen. Ihre Halter müssen allerdings in der Nacht sicherstellen, dass die Geräuschbelästigung minimiert wird, sonst droht ebenso eine Kündigung.

Sachbeschädigung durch Hunde

Tiere können nicht nur Lärm machen, sondern auch Mietobjekte beschädigen. Beim Auszug kommt es darauf an, ob eine Beschädigung an der Wohnungsmöblierung normal entstanden ist, oder durch das Haustier. Möbel sind natürlich kein Kratzbaum für Katzen, in solch einem Fall würde es sich um eine Zweckentfremdung handeln. Die Haftung übernimmt hier klar der Mieter. Schwieriger ist die Einschätzung, wenn etwa der Parkettboden zerkratzt ist. Wurde die Beschädigung von einem Sessel oder einem Hund verursacht? In diesem Fall ist eine nähere Begutachtung nötig. Hat der Vermieter Bedenken, das Tier könnte das Inventar beschädigen, darf er zwar die Miete nicht erhöhen, sich jedoch mit dem Mieter einigen, die Kaution höher anzusetzen. Sollte eine Beschädigung vorliegen, darf der Vermieter die Kaution teilweise oder ganz einbehalten.

Ortsübliche Haltung

Als Eigentümer kann man grundsätzlich selbst über das Wohnen mit Haustieren entscheiden, gleichzeitig gelten auch hier erstens allgemeine Gesetze der Tierhaltung und zweitens der Schutz der Nachbarn und Anrainer durch die Regelung der sogenannten „Ortsüblichkeit“. Das Halten eines krähenden Hahnes im Dorf am Land ist keine Seltenheit und somit ortsüblich und damit zulässig. Im Stadtgebiet wäre das allerdings unüblich, denn die Nachbarn rechnen nicht mit dem morgendlichen Weckruf. Die Haltung kann daher im äußersten Fall eine Unterlassungsklage zur Folge haben.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Kastration ohne Operation – ein Implantat macht’s möglich

Die neue medikamentöse Kastration erfolgt ohne Operation und ist reversibel – sie ist also nur für einen begrenzten Zeitraum wirksam. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben Euch hier die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Kastration

Unsere Hunde sind für uns eine große Bereicherung und ein wichtiges Familienmitglied. Gerade auch, weil die Bindung so eng ist, treten im Zusammenleben herausfordernde und oftmals belastende Situationen auf. Beim Gassi-Gehen kann es schon mal vorkommen, dass so mancher Rüde nicht mehr zu bändigen ist, wenn eine Hundedame seinen Weg kreuzt. Drei von vier Hundehaltern geben daher auch an, dass Hypersexualität, Markieren, Dominanz und Aggressivität ausschlaggebend für eine Kastration war.

Implantat-Injektion als Probelauf

Bei einer Kastration wird die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron gestoppt, um die Fortpflanzungsfähigkeit des Hundes zu unterbinden. Diese medikamentöse Kastration kann eine Art Testlauf sein. Denn Hundebesitzer können dadurch beurteilen, ob sich das Verhalten des Rüden ändert und eine dauerhafte Kastration die richtige Wahl ist. Andere Hundebesitzer wiederum stehen einem chirurgischen Eingriff und dem Narkose- und Operationsrisiko kritisch gegenüber. In all diesen Fällen kann eine medikamentöse Kastration eine sinnvolle Wahl sein.

Vorgehensweise bei der Kastration mit Chip

Das reiskorngroße Implantat wird vom Tierarzt, ähnlich wie ein Mikrochip, unter die Haut zwischen die Schulterblätter appliziert. Nach der Implantation wird kontinuierlich ein Wirkstoff freigesetzt, der für mindestens sechs Monate oder zwölf Monate verhindert, dass Botenstoffe produziert werden, die für das Entstehen von Testosteron und andere Geschlechtshormone verantwortlich sind. Nach zwei bis drei Wochen sinkt der Testosteronspiegel im Blut deutlich. Eine vollständige Unfruchtbarkeit tritt nach sechs bis acht Wochen ein, da das bereits gebildete und in den Nebenhoden gespeicherte Sperma noch befruchtungsfähig ist. Das Implantat löst sich nach und nach auf und wird vom Körper vollständig abgebaut. Sobald die Wirkung nachlässt, normalisieren sich alle Sexualfunktionen wieder.

Keine Nachwirkungen nachweisbar

Der Rüde wird nach Abklingen der Wirkung wieder so sein, wie er vor der Implantation war. Dies ist für viele Hundebesitzer beruhigend, wenn sie befürchten, dass ihr Hund durch die Kastration an Gewicht zulegt oder lethargisch wird. Somit kann man durch die medikamentöse Kastration entscheiden, ob eine langfristige Kastration (chirurgisch oder medikamentös) die richtige Wahl ist. Die medikamentöse Kastration kann auch über Jahre aufrechterhalten werden, indem nach Ablauf der Wirkdauer ein neues Implantat eingesetzt wird.

Individuelle Entscheidung- Der einzelne Hund steht im Mittelpunkt

Das Implantat ist auch dann eine gute Wahl, wenn Hundebesitzer ihrem Rüden erst zu einem späteren Zeitpunkt Vaterfreuden gönnen wollen. Nach Ende der Wirkdauer kann der Rüde wieder erfolgreich decken. Darüber hinaus können Erkrankungen, die testosteron-assoziiert auftreten (z.B. Prostataerkrankungen), positiv beeinflusst werden. Für die Hundehalter hat das Implantat somit den großen Vorteil, dass sie keine endgültige Entscheidung treffen müssen, sondern gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt überlegen können, ob und welche Art der Kastration bei ihrem Hund das Beste ist.

Vorteile der medikamentösen Kastration

  • Wirkung ist reversibel (je nach Dosierung Wirkdauer von mindestens 6 bzw. 12 Monaten)
  • Test vor einer langfristigen Kastration
  • Abschätzung von Nebenwirkungen
  • Fortpflanzungsfähigkeit: Nach Ende der Wirkdauer kann der Rüde wieder decken
  • Kein Narkose- und Operationsrisiko
  • Sehr hohe Sicherheit und Verträglichkeit
  • Gesundheit: Testosteron-assoziierte Krankheiten (Prostataerkrankungen) können positiv beeinflusst werden

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Immer mehr Giftköder-Attacken

Österreichweit häufen sich Giftköder-Attacken auf Hunde und Katzen. Bei den TIERFREUNDEN ÖSTERREICH gehen täglich mehrere Giftköderwarnungen ein. Wir haben Euch einige Fälle der letzten Wochen zusammengestellt. Bitte passt in diesen Gebieten besonders gut auf Eure Haustiere auf.

Giftköderwelle-2018

Mit Rasierklingen präparierte Würstchen, vergifteten Leckerlis oder Ratengift, werden Tiere in ganz Österreich Opfer von Giftköder-Attacken. Vor allem in Niederösterreich und im Raum Wien haben Hundehasser besonders oft zugeschlagen, hier starben erst kürzlich mehrere Tiere an den Folgen einer Vergiftung. Zurück bleiben unfassbar traurige Hundehalter, die einfach nicht glauben können, dass es solch bösartige Hundehasser überhaupt geben kann.

Hier einige Vorfälle

  • In einer Hundezone in Penzing wurde Gift ausgelegt- ein Hund starb qualvoll an den Folgen.
  • Auch in Favoriten nahm die Hündin “Lea” Giftköder auf. Jemand hatte Gift in der Hausanlage deponiert. Nach drei Tagen kam Lea ums Leben.
  • In Neusiedl am See wird immer mehr vergiftetes Fleisch ausgelegt. Derzeitige Sichtungen wurden am Keltenweg und auf der Eisenstädter Straße Richtung Bahnhof entdeckt. Ein Tierhasser warf sogar in den Garten eines Hundehalters Giftköder. Ein Chihuahua und ein Havaneser verendeten nach dem Verzehr qualvoll.
  • In Graz-St. Peter wurde der Kartäuser-Kater von Verteidigungsminister Mario Kunasek, Opfer einer gemeinen Giftköder-Attacke.
  • Auch in Dörfles (NÖ) treibt ein Tierhasser sein Unwesen. Auf zwei Katzen wurde im Hauseigenen Garten ein hinterlistiger Anschlag mit Nassfutter versetztem Rattengift verübt.

Tiere im Auge behalten

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH raten allen Hundehaltern in diesen gefährlichen Gebieten, wo Köder gefunden wurden, besonders aufzupassen, Hunde an der Leine zu lassen und das Tier genau zu beobachten, um ihm notfalls den Köder noch entreißen zu können. Denn im schlimmsten Fall kann das Verschlingen des “Leckerbissens” für Deinen Hund tödlich enden. Ein Hundehalter erkennt in der Regel schnell, wenn sein Vierbeiner etwas Besonderes wittert. Dann ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Die Versuche, Hunden abzugewöhnen, oder gar zu verbieten sich im Freien herumliegenden Essensresten zu widmen, erfordert einige Vorarbeit, die jedoch das Leben des Tieres retten kann.

Schütze Deinen Hund mit dem Whatsapp-Service 

Weil wir nicht mehr tatenlos zusehen wollten, wie Sadisten unsere Hunde vergiften, haben die TIERFREUNDE ÖSTERREICH den kostenlosen WhatsApp-Dienst ins Leben gerufen. Ein gut funktionierendes Netzwerk aus Hundehaltern in ganz Österreich, die sofort Alarm schlagen und warnen, wenn sie etwas Verdächtiges sehen. So weißt Du genau, ob Deine Gegend sicher ist, oder ob hier Giftköder ausgelegt wurden. Wichtig ist es, die Giftköder-Warnungen hier zu abonnieren. Anschließend meldet sich Dein Whatsapp-Kanal zu Wort und du bist in Sekundenschnelle informiert, wo Gefahren für Deinen Hund lauern. Wie uns von dankbaren Hundehaltern berichtet wurde, konnten so schon schlimme Vergiftungsfälle verhindert werden
Nicht nur der Schutz vor Giftködern, auch viele weitere Extras sind im Whatsapp-Dienst für Tierhalter enthalten. So erhältst du jeden Montag eine Guten-Morgen-Meldung, die nicht nur interessante Infos über deinen Vierbeiner, sondern auch all jene Supermärkte und Tierfachhandelfilialen nennt, in denen es preisgünstige Angebote auf Tiernahrung und Co. gibt. So bist du immer über Themen und News rundum deinen Liebling bestens informiert.

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Welthundetag: Ein großes Dankeschön an unsere Vierbeiner

Sie sind süß, unersetzbar, treu und wir lieben sie: unsere Hunde. Für viele sind sie Familienmitglied, Vertrauter und Begleiter in allen Lebenssituationen. Um an die Wichtigkeit des Hundes zu erinnern, gibt es am 10. Oktober den Welthundetag.

hundewelttag

Heute ist ein Ehrentag für alle Hunde, die seit Generationen treue Begleiter von uns Menschen sind. Über die Ursprünge des internationalen Hundetages ist jedoch nicht viel bekannt. Weder konnte herausgefunden werden, wer diesen Tag ins Leben gerufen hat, seit wann er gefeiert wird oder warum genau der 10. Oktober als Datum gewählt wurde. In der Öffentlichkeit ist der Welthundetag bisher noch ziemlich unbekannt und auch sein Ursprung schlummert irgendwie im Dunkeln. Am Welthundetag werden trotzdem viele verschiedene Veranstaltungen für Menschen und Hunde organisiert. Doch der internationale Welthundetag sollte weniger ein Tag sein, an dem der Hund ein zusätzliches Leckerli bekommt, sondern vielmehr von entsprechenden Organisationen genutzt wird, um auf Probleme bei Hundehaltung und Zucht, sowie Missstände aufmerksam zu machen.

Hunde in der Arbeitswelt

Auch wenn viele Menschen unseren Vierbeinern nichts abgewinnen können, am internationalen Welthundetag soll der vielfältige Einsatz der Hunde für Menschen gewürdigt werden. Kaum etwas lässt das Herz mehr aufgehen als die treuen Augen eines Hundes. Sie übernehmen verschiedene Aufgaben in menschlichen Zivilisationen und haben vermutlich auch am Welthundetag nicht arbeitsfrei. Als Polizeihund stellen sie ihren Geruchssinn in den Dienst der Verbrechensbekämpfung, Rettungshunde bergen verschüttete Menschen und Blindenhunde leihen ihren Besitzern den Sehsinn. Hüttenhunde helfen den Bauern, das Weidevieh zu hüten und als Wachhund leisten sie uns wertvolle Dienste. Im Laufe der gemeinsamen Vergangenheit von Mensch und Hund haben sich bestimmte Rassen für spezielle Tätigkeiten bewährt. Trotzdem benötigt jeder Hund für solche Tätigkeiten zuvor eine solide Ausbildung.

Hunde als Sozialpartner

Hunde übernehmen schon lange eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Oft ersetzen sie ihrem Besitzer den Partner oder die Familie. Viele Singles ziehen die Gesellschaft ihres Hundes der eines Menschen vor. Ein Hund diskutiert nicht, kann gut zuhören und seine Treue und Liebe hält für immer, unabhängig vom Einkommen oder äußerem Erscheinungsbild des Menschen. Außerdem animieren sie uns, regelmäßig das Haus zu verlassen, um sich beim täglichen Gassi gehen an der frischen Luft zu bewegen.

Zum Welthundetag am 10. Oktober einige Tipps für Hundefreunde:

  • Drehe heute eine extra lange Spazierrunde mit Deinem vierbeinigen Freund, das freut ihn mehr, als ein neues Spielzeug.
  • Nimm dir für das Spielen und Schmusen ausreichend Zeit und plane Deine Aktivitäten so, dass der Hund mitkommen kann.
  • Bei dir sein zu dürfen, ist das Wichtigste für deinen Hund.

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Maulkorb: Tierquälerei oder notwendige Maßnahme?

Die Maulkorbpflicht sorgt derzeit für heftige Diskussionen. Nach der tödlichen Biss-Attacke auf einen Einjährigen werden immer öfter Beißkorbe für alle Hunde gefordert. Aber ist das der richtige Weg?

Beiskorbpflicht

Der furchtbare Fall in Wien hat erneut eine österreichweite Debatte über die Hundehaltung ausgelöst. Die Meinungen gehen hier auseinander: Laut einer Umfrage können sich das viele vorstellen, andere wiederum sehen darin eine unnötige Tierquälerei.

Das Problem liegt meist am andren Ende der Leine

Fakt ist, dass der Großteil der Attacken nicht von „Kampfhunden“ ausgeht, denn laut Untersuchungen passieren 75 % der Vorfälle im häuslichen Umfeld. Sie könnten durch eine derart rigorose Maßnahme nicht verhindert werden. Man legt auch nicht jedem Menschen Handschellen an, damit die wenigen Kriminellen unter uns anderen keine Schmerzen zufügen oder Menschen töten können. Warum also soll der weitaus größere Teil der verantwortungsvollen Hundehalter und ihre Hunde dafür bestraft werden, was diese rücksichtslosen Hundehalter verbrechen. Klar ist für viele aber auch, dass die Hundehalter stärker in die Pflicht zu nehmen sind – etwa in Form einer Ausbildung. Keine einzige Maßnahme macht Sinn, solange die Besitzer nicht endlich lernen, mit ihrem Hund umzugehen, Fachkenntnis haben, ihn verstehen und seine Signale deuten können. Die Besitzer müssten lernen, auf die Grundbedürfnisse ihrer Tiere Rücksicht zu nehmen, dann werden sie auch verantwortungsvoller handeln.

Regelungen für Leine und Maulkorb in Österreich

  • Das ist in Österreich relativ unübersichtlich und unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde. Es gibt aber einige Regelungen, die vom jeweiligen Bundesland vorgegeben werden. Hier zwei Beispiele:Bei einer „größeren Menschenansammlung“, wie etwa einem Kirtag muss der gleiche Hund in Oberösterreich Leine und Maulkorb tragen – in Tirol oder Vorarlberg von Landesseite nicht.
  • Beim Spaziergang im „öffentlichen Raum“ sind die Regeln im Westen besonders lasch: In Tirol, Vorarlberg und Salzburg gibt es keine besonderen Vorschriften. Hier kannst Du mit Deinem Hund auch ohne Leine oder Maulkorb unterwegs sein. Anders im Burgenland: Hier muss der Hund an die Leine. In Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark kannst du an öffentlichen Orten zwischen Leine oder Maulkorb entscheiden. In Kärnten reicht es, die Leine oder einen Maulkorb nur mitzuhaben.

Hundetraining speziell für Kinder

Der richtige Umgang mit einem Tier will gelernt sein-das gilt für Erwachsene genauso wie für Kinder. Bei einem süßen Hund, der an einem vorbeispaziert oder neben einem stehen bleibt, ist die Versuchung oft sehr groß, die Hand nach dem Tier auszustrecken. Was in diesem Moment von den kleinen Streichlern jedoch vergessen wird – nicht jede Fellnase möchte unbedingt angefasst werden. Manchmal kann aus so einer Begebenheit schnell eine gefährliche Situation entstehen. Wie man mit dem besten Freund des Menschen richtig umgeht, lernten die Kleinsten vor kurzem in Salzburg. Was ist also das Wichtigste, wenn man einem Hund begegnet: Auf keinen Fall einfach hingehen und anfassen. Man fragt zuerst den Besitzer, ob der Hund gestreichelt werden darf und wenn ja, was er mag. Tätscheln auf den Kopf, das Tier von hinten umarmen und knuddeln, sind absolute „No-Gos“ für die meisten Hunde. Es gibt auch Vierbeiner, die generell keine Kinder mögen, diese gehören richtig geführt und brauchen die Sicherheit des Halters. Es obliegt der Verantwortung der Hundebesitzer, Kinder zu schützen. Wenn Kinder die Möglichkeit bekommen, den richtigen Umgang mit Hunden zu lernen, ist das von unbezahlbarem Wert für ein harmonisches und sicheres Miteinander.

Ein Dank an alle helfenden Hunde

Wir möchten anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober, den vielen Hunden und ihren Hundeführern danken, die tagtäglich im Dienst der Öffentlichkeit arbeiten: als Polizeihunde, Rettungshunde, Lawinensuchhunde, Trümmersuchhunde bei Erdbeben, Leichenspürhunde, als Suchhunde bei vermissten Menschen oder als Therapiehunde die schwerstbehinderten Kindern ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Sie alle sind mit ihren Besitzern ein Team und nicht nur diese Hunde, sondern auch die Besitzer mussten sich mehreren Prüfungen unterziehen. Und bitte nicht zu vergessen auch die vielen Hunde, die ihre Menschen vor Brand, Einbruch oder sonstigen Gefahren gewarnt und ihnen dadurch das Leben gerettet haben.

Auswirkung auf Hunde im öffentlichen Dienst

Laut dem Verein Rettungshunde Niederösterreich spricht vieles gegen die allgemeine Beißkorbpflicht auf öffentlichen Plätzen. Die Hundeführer wären von einer solchen Regelung deshalb voll betroffen, da ihre Tiere nicht als Diensthunde – wie etwa jene der Polizei gelten, die in Ausübung ihrer Pflicht von jeglicher Beißkorbpflicht ausgenommen sind. Um aber ein erfolgreicher Rettungshund zu werden, und damit Menschenleben retten zu können, ist ein Hundeleben ohne Maulkorb notwendig.


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Warum wälzen sich Hunde in stinkenden Substanzen?

Die meisten Hunde lieben es, sich im Dreck und Schlamm zu wälzen. Was uns Menschen anekelt ist für manche Vierbeiner das pure Paradies. Aber warum ist das so? Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben nachgeforscht und sind auf Folgendes gestoßen.

Hund-wälzen

Hunde haben einen anderen Geschmack als Menschen und zwar nicht nur was das Essen angeht. Auch die Vorstellungen von den verschiedenen Gerüchen, weichen deutlich voneinander ab. Hunde mögen beispielsweise Raumdüfte überhaupt nicht, da Ihre Nase von dem starken Aroma blockiert wird. Umgekehrt sehen wir den Duft der Dinge, in denen sich unser Hund wälzt, auch nicht als besonders angenehm an.

Tarnung gegenüber anderen Tieren

Es gibt für dieses spezielle Hundeverhalten verschiedene Hypothesen. So wird am häufigsten vermutet, dass Hunde den eigenen Geruch zu überdecken versuchen, damit sie sich geruchlich besser getarnt an ihre Beute heranschleichen können. Wenn der Hund nun nach Wildschwein oder Reh riecht, bekommt er das Beutetier vielleicht leichter zu fassen.

Kommunikation mit Artgenossen

Eine andere Theorie besagt, dass dieses Verhalten der innerartlichen Kommunikation dient. Der Hund kann durch den angenommenen Geruch vermitteln wo er war. Also nach dem Motto: „Riech an mir und du erfährst wo ich gewesen bin“. Das Aaswälzen kann jedoch auch als Gruppenzusammenhalt verstanden werden, um das Interesse an der eigenen Person zu wecken. Viele soziale Tiere streben einen Gruppengeruch an, um dadurch die Bindung zu anderen Artgenossen zu bestärken. Gut zu beobachten ist tatsächlich, dass Hunde, die sich vorher gewälzt haben und dann parfümiert zur Gruppe zurückkehren, intensiv berochen und bevorzugt umgarnt werden. Dadurch macht sich der einzelne Hund sehr interessant.

Nach dem Bad

Hunde wälzen sich ebenfalls in Kot oder anderen Dingen, um einen fremden Geruch loszuwerden. Wenn sie zum Beispiel zuvor mit einem stark parfümierten Shampoo gewaschen wurden, neigen sie dazu, den Duft schnell wieder loszuwerden. Der Hund zielt also darauf ab, den ekligen Geruch der alles andere überdeckt, schnell loszuwerden indem er sich wälzt. Deshalb sollten Hundeshampoos auch nicht stark parfümiert sein.

Einfach pure Freude

Der Hund liest und sieht mit der Nase. Was für uns die Augen sind, ist für ihn der Geruchssinn. Jeder Duft erzählt ihm eine neue Geschichte. Naheliegend ist, dass extreme Gerüche dem Hund ein wahres Festival an Eindrücken und Geschichten bietet. Es gilt daher, das ultimative Geruchsspektakel voll auszukosten und möglichst viel davon mitzunehmen.

Was kannst Du dagegen tun?

Zunächst einmal sei gesagt, dass das Wälzen der Hunde nicht unnatürlich oder besonders schlecht für sie ist. Wir selbst möchten es nur nicht, weil es unsere menschlichen Nasen beleidigt. Denn ein Hund der nach Kot stinkt, ist nun wirklich kein gern gesehener Gast im eigenen Zuhause. Als Hundehalter lernt man schnell, was die bevorzugten Objekte der Vierbeiner sind. Sei also aufmerksam und greife unverzüglich ein, bevor der Hund sich zu wälzen beginnt.

Auch im Alltag versuchen Hunde, uns ihren und sich unseren Duft anzueignen, indem sie sich an uns lehnen, um die Beine streichen oder ankuscheln. Wir können ganz einfach antworten, indem wir mit viel Körpereinsatz zurückschmusen.


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Scheidungskind auf vier Pfoten

Die Scheidung von Herrchen und Frauchen tut auch dem Familienhund weh. Die Trennung vom geliebten Haustier kann mitunter mehr schmerzen, als die Trennung vom ehemals geliebten Partner.

Scheidungshund

Mit einer Scheidung sind zu meist zahlreiche rechtliche Fragen wie Ehewohnung, nachehelicher Unterhalt des Ehepartners, Obsorge und Kontaktrecht für Kinder, sowie die Aufteilung ehelicher Ersparnisse bzw. Schulden etc. verbunden. Doch bei Hundehaltern stellt sich noch eine weitere zu klärender Frage, nämlich: Wer bekommt den gemeinsamen Hund?

Der Hund gilt vor Gericht als Sache

Fakt ist, dass wenn eine ehemalige Liebesgeschichte vor dem Scheidungsrichter endet, der vierbeinige Liebling nicht immer die besten Karten „in der Pfote“ hat. Denn bis dato gibt es im österreichischen Recht noch keine gesetzlichen Bestimmungen, welche die Obsorge oder das Kontaktrecht für Haustiere regelt. Tiere sind zwar keine Sachen, wie das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) vorschreibt. Und doch sind Tiere laut dieser Norm wie Sachen zu behandeln, sofern es in einem Gesetz keine eigenen Regeln für Tiere gibt. In der Regel bekommt das Tier derjenige zugesprochen, der die stärkere emotionale Bindung und zukünftig besseren Fürsorge- und Haltungsmöglichkeiten nachweisen kann. Insbesondere wird das Gericht berücksichtigen, wer sich um den Hund zukünftig besser kümmern kann.

Berufliche Situation kann ausschlaggebend sein

Wenn zum Beispiel einer der Ehegatten den Hund mit zur Arbeit nehmen darf, nicht voll beschäftigt ist oder auch von zu Hause aus arbeiten kann, wird das Gericht eher diesem den Hund zusprechen. Hat das Gericht den Hund sodann einem der beiden früheren Ehegatten abschließend zugesprochen, so stehen dem anderen Ehegatten dann allerdings keine wie immer gearteten Rechte, wie z.B. „Besuchs – oder Obsorgerecht“ mehr zu. Ein weiterer Ausnahmefall und somit nicht der Aufteilung unterliegend ist, wenn das Tier zur Berufsausübung dient, zum Beispiel als Rettungshund. In diesen Fällen steht dem jeweiligen Ehegatten nämlich auch nach der Scheidung das Tier alleine zu.

Wer brachte den Hund mit in die Ehe?

Anders ist der Fall, wenn der Vierbeiner schon vor der Eheschließung von einem der beiden Ehegatten in die Ehe eingebracht wurde. Oder ob er innerhalb der Ehejahre an einen der Eheleute geerbt oder geschenkt wurde. Hier ist ganz klar, dass der Hund auch in Zukunft in der Obhut des jeweiligen Ehepartners bleibt. Das muss natürlich nachweislich belegt werden.

Im Sinne des Tieres

Auch wenn mitunter bei einer Scheidung die Wogen und Emotionen hoch gehen, sollten die ehemaligen Ehegatten dennoch Vernunft, Sensibilität und Verantwortung zeigen. Denn auch an unseren vierbeinigen Freunden geht eine Trennung nicht spurlos vorüber und auch sie empfinden den Verlust eines Sozialpartners schmerzhaft und sollten daher nicht zu einem Streitobjekt werden. Daher ist es in jedem Fall sinnvoll, bei einer Scheidung Stolz und persönliche Empfindlichkeiten zurückzustellen und sich zum Wohle des Tieres für eine einvernehmliche Lösung zu entscheiden -Eine einvernehmliche Lösung verbunden mit einem regelmäßigen Besuchsrecht jenes Ehegatten.


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Diese Gefahren drohen beim Herbstspaziergang

Der Herbst bietet sich für ausgedehnte Spaziergänge mit dem Vierbeiner geradezu an. Doch die Jahreszeit bringt nicht nur buntes Laub und frische Luft, sondern auch einige Gefahren, an die Besitzer nicht einmal im Traum denken.

Herbstspaziergang

Der Herbst zeigt sich dieses Jahr von seiner schönsten Seite: Laue Nachmittage bei Sonnenschein, angenehme Temperaturen und frische Luft. Um am Wochenende Abwechslung in den Alltag zu bringen, bietet es sich für Hundebesitzer wunderbar an, eine Wanderung mit Hund zu unternehmen. Doch die bunte Jahreszeit birgt auch saisonale Gefahren für Eure Haustiere. Was Ihr bei Eurem Spaziergang beachten solltet, haben Euch die TIERFREUNDE ÖSTERREICH zusammengefasst.

Bei Kastanien droht Darmverschluss

Der Spieltrieb kann jungen Hunden zum Verhängnis werden. Sie jagen Kastanien nach, kauen daran, schupfen die braunen Bällchen herum und verschlucken sie dann meist unabsichtlich. Die Nussfrüchte können Übelkeit und Magenprobleme verursachen. Weil sie sich nicht auflösen, können sie außerdem den Darm verschließen. Dann hilft dem Patienten nur eine Operation.

Kletten reizen den Magen

Kletten sind vor allem bei Langhaar-Rassen mühsam, sie haben oft unansehnliche, manchmal gesundheitsgefährdende Folgen. Die Korbblütler verfilzen das Fell. Versucht der Hund, die reifen Fruchtstände auszuzupfen, reißt er Haare mit aus und es entstehen kahle Stellen. Im Verdauungstrakt kitzeln die Pflanzenteile und können Übelkeit wie Erbrechen auslösen. Werden zu viele Haare mit den Kletten verschluckt, kann der Fellknödel zum Darmverschluss führen.

Flöhe suchen Winterquartier im Fell

Flöhe sind im Herbst fast ein größeres Problem als im Frühling, denn die lästigen Parasiten suchen vor den kalten Monaten noch einen neuen Wirt. Die juckenden Quälgeister leben dann nicht nur im Fell, sondern in der ganzen Wohnung – eine hygienische Herausforderung.

Fallobst kann lebensgefährlich sein

Manche Hunde sind verrückt nach Obst, besonders Zwetschken haben sie zum Fressen gern. Beim Spielen kann das Steinobst im Magen landen. Der Kern ist giftig, überreife Früchte enthalten Alkohol und machen beschwipst. Gelangt eine Wespe mit ins Maul, kann ein Stich im Rachen lebensbedrohlich sein.

Vorsicht bei Pilzen

Giftige Pilze können nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde zum Verhängnis werden. Als giftige Pilze sind der rote Fliegenpilz, der Nadelholzhäubling, der grüne Knollenblätterpilz, der ziegelrote Risspilz, der Satans-Röhrling, der Pantherpilz, der Riesen-Rötling und die Giftmorchel zu nennen.

Achtung Giftköder

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH werden das ganze Jahr über regelmäßig von Giftköder-Meldungen erreicht. Tierhasser scheinen dabei keine Skrupel zu kennen: Das Repertoire reicht von mit Rattengift vermischter Wurst bis hin zu Reißnägeln, die in Fleischstücken versteckt werden. Unter buntem Herbstlaub lassen sich Giftköder besonders gut verstecken – daher solltet Ihr auch hier besonders vorsichtig sein.

Im Jagdgebiet Hunde an die Leine

Leider ist es immer noch der Fall, dass in Österreich der Haustier-Abschuss erlaubt ist. Hunde, die abseits von Häusern, Wirtschaftsgebäuden, Herden und Wegen Wild jagend angetroffen werden, dürfen vom Jagdberechtigten oder vom beeideten Jagdschutzpersonal getötet werden. Darum den Hund im Wald im Zweifelsfall immer anleinen und nie aus den Augen lassen.

Wichtig: Absichern!

Wenn Dein Hund doch einen Schaden am Weidevieh, anderen Wanderern oder Radfahrern versehentlich anrichtet, ist es unbedingt wichtig durch einen Hunde-Haftpflichtschutz abgesichert zu sein. Ein kleiner Beitrag kann vor großen finanziellen Belastungen schützen!

Wer sich der Gefahren für Hunde bewusst ist, kann beim Spazieren aufpassen und den Herbst in all seiner Pracht genießen.


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Tierarztrechnung bei entlaufenen Tieren

Entwischt einem der vierbeinige Liebling und landet anschließend in einem Tierheim, können am Ende erhebliche Kosten anfallen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben die aktuelle Rechtslage erörtert.

Epilepsie

Für viele Tierhalter bricht eine Welt zusammen, wenn der vierbeinige Liebling plötzlich verschwunden ist. An dieser Stelle kommen Tierschutzvereine und Tierheime ins Spiel. Sie kümmern sich darum, vermisste und gefundene Tiere wieder mit ihren Besitzern zu vereinen.

Im Tierschutzgesetz geregelt

Geregelt ist das im Tierschutzgesetz (TSchG): Demnach sind entlaufene, ausgesetzte, zurückgelassene sowie von der Behörde beschlagnahmte oder abgenommene Tiere einer geeigneten Einrichtung wie einem Tierheim zu übergeben. Nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetztes erfolgt die Unterbringung von Tieren in einem Tierheim auf Kosten und Gefahr des Tierhalters und zwar so lange, wie sich die Tiere in der Obhut der Behörde befinden. Aber zählen dazu auch jene Kosten, die während einer solchen Unterbringung aufgrund einer tierärztlichen Behandlung entstanden sind? Muss der Tierhalter also Tierarzthonorare auch übernehmen?

Tierhalterin ging vor Gericht

Mit dieser Frage musste sich jetzt der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) auseinandersetzen. 2016 wurde eine entlaufene Katze in ein von der öffentlichen Hand beauftragtes Tierheim gebracht. Etwa einen Monat lang befand sich die Katze im Heim, bevor sie von ihrer Besitzerin abgeholt wurde. In dieser Zeit wurde das Tier aus gesundheitlichen Gründen veterinärmedizinisch behandelt. Als die Besitzerin ihre Katze abholte, beglich sie die bis dahin entstandenen Kosten für den Aufenthalt und den Transport des Tieres. Offen waren aber noch die Kosten für die tierärztliche Versorgung, diese wurden der Frau mittels Bescheides zur Zahlung vorgeschrieben. Der dagegen erhobenen Beschwerde gab das Verwaltungsgericht mit der Begründung statt, dass das Tierschutzgesetz nur einen Ersatz der Kosten für die Unterbringung des entlaufenen Tieres kenne, nicht aber auch jene für dessen Behandlung.

Die ordnungsgemäße Verpflegung steht im Vordergrund

Eine solche Auslegung des Gesetzes sei jedoch laut Verwaltungsgerichtshof zu einschränkend. Von der Ersatzpflicht seien vielmehr all jene Aufwendungen erfasst, die mit der Tierhaltung verbunden sind. Dazu zählen auch die Kosten für die ordnungsgemäße Versorgung des kranken oder verletzten Tieres, erforderlichenfalls unter Heranziehung eines Tierarztes. Demzufolge hat ein Tierhalter sämtliche notwendigen Aufwendungen für die Haltung, wie Behausung, Fütterung und tierärztliche Betreuung zu tragen, wenn sich ein Tier aufgrund einer gesetzlichen Anordnung in der Obhut von Behörden befindet. Aus diesem Grunde hob der Verwaltungsgerichtshof die angefochtene Erkenntnis wegen inhaltlicher Rechtswidrigkeit auf. Ist eine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung während der Unterbringung notwendig, muss der Besitzer die Kosten dafür künftig bezahlen.

FAZIT

Entlaufene Tiere müssen von der Behörde an Tierheime, die die Tierhaltung gewährleisten können, übergeben werden, soweit eine Übergabe an den Halter nicht-in Betracht kommt. Die Unterbringung dieser Tiere erfolgt auf Kosten und Gefahr des Tierhalters. Dieser hat all jene Aufwendungen zu ersetzen, die mit der Tierhaltung im Tierheim verbunden sind. Ist eine tierärztliche Betreuung notwendig, so hat er auch die Tierarztkosten zu begleichen.

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Ein Hundeblick sagt mehr als …

Entspannt, neugierig, starr oder ängstlich – die Augen spielen bei der Kommunikation von Hunden eine wesentliche Rolle. Wer ihre Blicke deuten kann, kommt besser mit ihnen aus.

Hundeblicke

Den sprichwörtlichen Dackelblick haben uns wir Menschen von den aufgeweckten kleinen Jagdhunden abgeschaut: Wer einen besonderen Wunsch hat, legt den Kopf leicht schräg, setzt einen flehenden Blick auf und hofft, dass das Gegenüber nicht widerstehen kann. Doch Hunde beherrschen diesen Blick wesentlich besser als wir Menschen.

Hunde kommunizieren auch mit den Augen

Da Hunden die Sprache als Kommunikationsmittel fehlt, nützen die Vierbeiner ihren gesamten Körper, um sich uns Menschen mitzuteilen. Dabei spielen die Augen eine wichtige Rolle. Wer seinen Hund genau beobachtet, stellt fest, dass dieser ein großes Repertoire an Blicken hat, mit dem er seine jeweilige Gemütslage ausdrückt. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben Euch hier einige Hundeblicke zusammengefasst.

Weite Pupillen

Die Pupillengröße verändert sich je nach Lichteinfall sowie Erregungs- oder Stresszustand. Gerät ein Hund in Panik, weiten sich seine Pupillen. Zudem klemmt er die Rute zwischen den Beinen ein, legt die Ohren an, die Hinterbeine knicken ein, oft zittert das Tier am gesamten Leib.

Starrer und fixierter Blick

Droht ein Hund einem anderen Lebewesen, so werden seine Pupillen klein. Die Augen wirken durch die angespannten Lider insgesamt kleiner. Der starre Blick hat den Zweck, das Gegenüber einzuschüchtern. Meist runzelt der Hund zudem den Nasenrücken, sein Körper ist angespannt und die Rute zeigt steif nach oben. Das Fell kann entlang des Rückgrades aufgestellt sein, die Ohren sind nach vorne gerichtet. Oft ist diese Körperhaltung mit Knurren verbunden und im schlimmsten Fall zeigt der Hund seine Zähne. Mit dieser Drohhaltung will das Tier damit vermitteln: “Leg dich nicht mit mir an und komme nicht näher.”

Weiche Augen

Die Augen sind nicht ganz geöffnet, der Hund blinzelt zwischendurch. Die gesamte Körpersprache und die Mimik sind neutral und entspannt. Hunde mit diesem Blick sind zufrieden mit sich und der Welt, von ihnen geht absolut keine Gefahr aus.

Aufgerissene Augen

Wenn Hunde stark gestresst oder verängstigt sind, reißen sie die Augen weit auf. So zum Beispiel, wenn sie sich im Konflikt mit anderen Hunden befinden, die ihnen Angst machen. Um das Gegenüber zu beschwichtigen, reißen Hunde in dieser Situation zusätzlich das Maul weit auf.

Kurzes Wegsehen

Wenn ein Hund während einer Begegnung mit einem anderen Lebewesen kurz wegsieht, so kann dies ein Beschwichtigungssignal sein. Der Hund will einem anderen damit vermitteln, dass er nichts Böses will.

Erhobenen Kopf wegdrehen

Dreht ein Hund zum Beispiel während des Spiels mit einem anderen seinen hoch erhobenen Kopf weg, als ob er plötzlich etwas anderes interessanter fände, dann möchte er das Spiel abbrechen. Eventuell weil es ihm zu ungestüm wurde oder weil er eine Verschnaufpause benötigt.

Blickkontakt vermeiden

Vermeidet der Hund den Blickkontakt und hält den Kopf gesenkt, legt die Ohren zurück, blinzelt und leckt vielleicht seine Lippen, so drückt er damit Unbehagen und Schüchternheit aus. Er will damit sein Gegenüber milde stimmen.


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