Wie macht sich Leptospirose bei Hunden bemerkbar?

Sie gehört weltweit zu den am meisten verbreiteten Infektionskrankheiten, die Tiere und Menschen befallen kann. Doch trotz regelmäßiger Impfungen steigen die Fälle. Deshalb wurde ein neuer Impfstoff entwickelt, der zuverlässigen Schutz bietet.

Leptospirose

Die Leptospirose ist eine sehr ernstzunehmende Infektionskrankheit, die sich durch Fieber, meist blutigen Brechdurchfall und Gelbsucht äußert und in akuten Fällen schnell tödlich verlaufen kann. Normalerweise wird jeder Hund regelmäßig mit dem üblichen Fünffach- oder Sechsfachimpfstoffes dagegen geimpft. In den letzten Jahren hat sich leider herausgestellt, dass die fürchterliche Krankheit beim Hund immer noch aktuell ist und ihre Verbreitung sogar bedenklich zunimmt.

Was sind die Ursachen?

Die Ursache der Leptospirose beim Hund sind bestimmte Bakterien, die Leptospiren. Es lassen sich verschiedene krankheitserregende Arten dieser spiralförmigen Erreger unterscheiden. Leptospiren sind in der Lage, auch außerhalb eines Wirtstieres zu überleben, wenn die Umgebung warm und feucht ist. Sie leben deshalb häufig in Gewässern, vor allem im Sommer und im Herbst. Die Leptospiren gelangen über die Schleimhäute der Augen, des Verdauungstrakts und der Geschlechtsorgane in die Blutbahn des Hundes.

Die Übertragung

Leptospiren werden direkt oder indirekt übertragen. Die direkte Übertragung geschieht beim Kontakt mit Harn oder Blut von erkrankten Tieren (wie Ratten, Mäuse oder Igel), bei der Paarung oder durch Bisswunden von erkrankten Tieren. Eine indirekte Übertragung des Erregers ist durch Ratten-, Mäuse- oder Igel-Urin in Pfützen möglich, Urin in der Erde oder der Nahrung und Einstreu. Vor allem im Sommer gelten Pfützen als eine der Haupt-Ansteckungsquellen, denn die Bakterien sind in Wasser und feuchtem Milieu wochenlang überlebensfähig. Die Leptospiren dringen durch kleinste Hautverletzungen besonders im Bereich zwischen den Zehen, oder die Schleimhäute von Nase und Maul in den Körper. Auch über Verletzungen der Haut können sie eindringen. Hunde stecken sich vor allem durch gegenseitiges Beschnuppern und Ablecken sowie über Bisswunden mit Leptospirose an.

Gefährdetet Tiere

Sehr wichtig für den Krankheitsverlauf ist der jeweilige Immunstatus des Hundes. Hat ein Tier, das mit Leptospiren infiziert wird, einen hohen Antikörpertiter (wie Welpen mit mütterlichen Antikörpern oder ein vollständig geimpfter erwachsener Hund) kann der Erreger meist eliminiert werden, ohne dass es überhaupt zu einem Ausbruch der Krankheit kommt. Bei einem etwas niedrigeren Antikörpertiter kommt es zu einer wenig schweren oder kurzen Leptospirämie mit milden klinischen Anzeichen. Hat der Hund aber einen niedrigen Antikörpertiter oder gar keine Antikörper, so kommt es nach der Leptospirämie zu einer Vervielfältigung der Bakterien in Nieren, Leber, Milz, zentralem Nervensystem, Augen und im Genitaltrakt.

Symptome der Krankheit

Weil ihre Anzeichen so unspezifisch sind, wird eine Leptospirämie meist nicht sofort erkannt. Wertvolle Zeit geht verloren, weil beispielsweise zuerst auf Verdacht auf Vergiftung behandelt wird. Nach einer Inkubationszeit von sieben bis zwölf Tagen kommt es zu klinischen Symptomen: vorwiegend Schlappheit, Futterverweigerung, Dehydratation, Durchfall, Erbrechen, Fieber oder erhöhtem Ausscheiden von Urin. Häufig kommt es zu akuten Niereninsuffizienzen, Blutungen oder Leberfunktionsstörungen wie Gelbsucht. Sehr häufig ist die Niere betroffen und es kommt es zum Nierenversagen. Leider verläuft die die Krankheit meist tödlich.

Vorsorge durch wirksame Impfung

Die wichtigste Prophylaxe gegen Leptospirose ist die regelmäßige Impfung, deshalb zählt sie zu den Pflichtimpfungen gemäß aktueller Impfleitlinien. Das heißt, dass jeder Hund zu jeder Zeit davor geschützt sein sollte. Aus diesem Grund wurde ein neuer, erweiterter Leptospirose – Impfstoff entwickelt, der auch vor jenen Erregerstämmen zuverlässigen Schutz bietet, der mit herkömmlichen Impfstoffen bis jetzt nicht erzielt werden konnte. Zur Grundimmunisierung muss der erweiterte Impfstoff zweimal im Abstand von 4 Wochen verabreicht werden. Um den Schutz aufrecht zu erhalten, muss die Impfung einmal jährlich aufgefrischt werden.


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Vorsicht vor Birkenzucker in den Keksen!

Die Weihnachtszeit rückt immer näher und mit ihr auch das alljährliche Kekse backen. Immer häufiger wird Birkenzucker dafür verwendet, da er Kalorienärmer ist als herkömmlicher Zucker. Doch was vielen nicht bekannt ist – für Vierbeiner ist Birkenzucker pures Gift. Denn leider landet manches Plätzchen auch in den Mägen der Hunde vieler unwissender Besitzer.

Vorsicht-Birkenzucker1

Birkenzucker liegt voll im Trend und ist dem gesundheitsbewussten Zweibeiner längst ein Begriff. Er ist eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Zucker, da er nur wenige Kalorien hat und den menschlichen Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. So gesund er für den Menschen ist – für den Hund ist er alles andere als harmlos. Ganz im Gegenteil -Vergiftungsfälle mit Birkenzucker, oder Xylitol, häufen sich, weil viele Hundebesitzer noch nicht wissen: nur wenige Gramm können für den Vierbeiner tödlich enden.

Tierärzte warnen vor Birkenzucker

“Birkenzucker ist derzeit in, weil er weniger Kalorien hat als normaler Zucker. Bestimmt verwenden ihn viele aus diesem Grund für ihre Weihnachtsbäckerei”, sagt Tierärztin Lisa Affenzeller. Sie rät Hundebesitzern, lieber auf diesen Zuckerersatz zu verzichten, um sicher zu gehen, dass ihr Haustier nichts davon erwischen kann. Denn schon geringe Mengen Xylit sind für Hunde tödlich. Wie diese traurigen Fälle zeigen, löst Birkenzucker eine starke Insulinausschüttung aus, die zum Unterzucker führt. Zudem verursacht Birkenzucker eine schwere Leberzellschädigung, die bis zu Leberversagen und Tod führen kann. Die häufigsten Symptome einer Birkenzuckervergiftung sind Schwäche, Schläfrigkeit, Zittern, Krampfanfälle, Erbrechen und Durchfall.

Tierquäler vergiften Hunde mit Birkenzucker

Auch bei Tierhassern bleibt die Gefahr von Birkenzucker nicht unbemerkt, deshalb streuen Täter das gefährliche Nahrungsmittel aus. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH raten daher: wenn Ihr bemerkt, dass Euer Haustier xylithaltige Lebensmittel gefressen hat, dann ab zum Tierarzt. Falls noch nicht zu viel Zeit verstrichen ist, wird der Hund zum Erbrechen gebracht. Danach wird eine intensivmedizinische Behandlung eingeleitet, die aus der Stabilisierung des Blutzuckers und der Behandlung eventueller Leberschäden besteht.

Schütze deinen Hund mit dem Whatsapp-Service 

Weil wir nicht mehr tatenlos zusehen wollten, wie Sadisten unsere Hunde vergiften, haben die TIERFREUNDE ÖSTERREICH den kostenlosen WhatsApp-Dienst ins Leben gerufen. Ein gut funktionierendes Netzwerk aus Hundehaltern in ganz Österreich, die sofort Alarm schlagen und warnen, wenn sie etwas Verdächtiges sehen. So weißt Du genau, ob Deine Gegend sicher ist, oder ob hier Giftköder ausgelegt wurden. Wichtig ist es, die Giftköder-Warnungen hier zu abonnieren. Anschließend meldet sich Dein Whatsapp-Kanal zu Wort und du bist in Sekundenschnelle informiert, wo Gefahren für Deinen Hund lauern. Wie uns von dankbaren Hundehaltern berichtet wurde, konnten so schon schlimme Vergiftungsfälle verhindert werden

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Warum mögen Hunde keine Briefträger?

Jährlich werden hunderte Postboten von Hunden gebissen. Dass es so weit kommen kann, liegt meist an der Erziehung der Hunde. Doch was manchen Hundebesitzer falsch?

Postboten

Betritt ein Postbote ein Grundstück, auf dem ein Hund lebt, geht er ein Risiko ein. Der Zusteller dringt in ein fremdes Revier vor. Ist er dann noch hektisch oder unerfahren im Umgang mit Hunden, kann das böse enden. Der Hund wird vielleicht aggressiv, bellt oder fletscht die Zähne und im schlimmsten Fall beißt er zu.

Warum werden Hunde gegenüber Postboten aggressiv?

Grundsätzlich zählen zwei Gründe dazu, weshalb viele Vierbeiner Zustellern gegenüber feindlich reagieren:

  1. Sie dringen in ihr Revier ein.
  2. Sie verstehen das Verhalten des Postboten nicht.

Letzteres ist häufig bei Hunden der Fall, die sich gegenüber Besuchern gelassener verhalten. Denn anstatt, wie ein Gast, sich länger im Haus aufzuhalten oder mit dem Herrchen oder Frauchen zu reden, gehen die Zusteller meist zielstrebig zum Eingang und verlassen das Territorium kurz darauf genauso zielstrebig wieder. Das kann bei Hunden zu Verunsicherung und Angst führen, wodurch es zum Bellen, Knurren und Beißen kommen kann.
Wenn der Briefträger schon zuvor schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat, kann das ebenfalls ein unerwünschtes Verhalten beim Vierbeiner auslösen. Der Hund riecht seine Angst und sein Jagdtrieb wird geweckt.

Wie lassen sich Angriffe vermeiden?

Oft liegt der Fehler nicht nur beim Postboten, sondern auch bei den Hundehaltern. Die meisten Bisse passieren direkt an der Haustür. Da klingelt der Zusteller, Frauchen oder Herrchen versuchen den Hund noch zurückzuhalten, aber dieser schiebt sich gerade noch durch und schnappt zu. Das ließe sich vermeiden, wenn der Hund gut erzogen sei. Ein Hund muss lernen, ruhig zu bleiben, wenn es klingelt. Dafür braucht es nur einen Hundekorb oder eine Decke außerhalb des Türbereiches. Klingelt es, sollte man ihn mit dem Kommando “Geh auf deinen Platz” wegschicken. Generell lohnt es sich, dass Besitzer ihren Hund dann dafür belohnen, wenn er ruhig bleibt. Zusätzlich solltest du Briefkästen außerhalb des Zauns aufhängen. Der Hund sollte angeleint werden oder im Haus sein, wenn der Zusteller kommt. Und wenn der Postbote klingelt, sei freundlich und zeige deinem Hund, dass der Besucher nicht gefährlich ist.

Was sollte der Postbote beachten?

Wenn der Hund frei auf dem Grundstück herumläuft, sollte der Briefträger auf keinen Fall das Anwesen betreten. Auch von plötzlichen hektischen Bewegungen ist abzuraten, da der Hund sonst ebenfalls nervös wird. Es ist auch davon abzuraten, einen fremdem Hund bei der Zustellung mit Leckerlis zu füttern, das könnte schmerzhafte Folgen nach sich ziehen. Das Belohnen sollten Hundehalter immer selbst übernehmen. Kommt nämlich mal ein anderer Zusteller, der keine Belohnung für den Hund dabei hat, wird der Hund schnell unzufrieden.


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Warum bekommen Katzen Schluckauf ?

Ein Schluckauf kann bei Katzen jeden Alters vorkommen. Das liegt an einer Nervenirritation, so dass sich Zwerchfell und Stimmritze gleichzeitig zusammenziehen. Wann Du mit Deinem hicksenden Schmusetiger zum Tierarzt musst und wann der Schluckauf harmlos ist, erklären Euch hier die TIERFREUNDE ÖSTERREICH.

Katze-giftig

Wenn eine Katze Schluckauf hat, klingt das sehr niedlich und witzig. Meist ist der Spuk genauso schnell vorbei, wie er gekommen ist. In seltenen Fällen kann der Schluckauf jedoch auf Krankheiten hinweisen.

Eine Sache gleich mal vorweg: Versuche niemals, den Schluckauf Deiner Katze durch Erschrecken, Luft anhalten oder über Kopf Wasser trinken zu beenden. Dies nützt gar nichts und macht alles nur noch schlimmer, weil die Katze in Panik ausbricht.

Wie kommt es zu Schluckauf bei Katzen?

Im Prinzip entsteht Schluckauf bei Katzen genauso wie bei Menschen. Dabei passieren zwei Dinge gleichzeitig: Das Zwerchfell zieht sich zusammen und die Stimmritze zwischen den beiden Stimmbändern im Kehlkopf verschließt sich. Ursache dafür ist eine Reizung der Nerven, die durch das Zwerchfell verlaufen.

Schluckauf nach dem Fressen

Wenn Deine Katze ihr Futter schnell herunterschlingt, ohne es richtig zu kauen, führt das oft zu Schluckauf. Das liegt daran, dass die gierige Samtpfote beim Schlingen viel Luft verschluckt. Diese Luft reizt das Zwerchfell, das sich daraufhin zusammenkrampft und den Schluckauf auslöst. Besonders oft sind kleine Katzen betroffen, die erst noch lernen müssen, ihr festes Futter ordentlich zu kauen. Falls Deine Katze ständig Schluckauf nach dem Fressen hat, dann versuch doch mal Folgendes aus:

  • Verteile über den Tag kleinere Futterportionen
  • Lege ihr z. B. einen Ball in den Futternapf, so muss Deine Die Katze drumherum fressen und kann nicht so schlingen.
  • Stelle den Futternapf etwas höher: Wenn Deine Katze sich Strecken muss, um ans Futter zu kommen, frisst sie langsamer.
  • Immer genug Wasser bereitstellen

Haarballen als Übeltäter

Haben sich Haare im Verdauungstrakt Deiner Katze angesammelt und es gelingt ihr nicht, den Haarballen herauszuwürgen, irritiert dies ihr Zwerchfell und den Kehlkopf. Die Folge: Schluckauf. Speziell Katzen mit langen Haaren, wie Perserkatzen haben oft mit Haarballen so Ihre Probleme. Solange das nur selten passiert und Deine Katze es schafft, den Haarballen auszuspucken, musst Du Dir keine Sorgen machen.

Schluckauf als Krankheitssymptom

Hält der Schluckauf länger an oder leidet Deine Katze auffallend oft darunter, solltest Du mit ihr unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Denn mögliche krankheitsbedingte Ursachen für Katzen-Schluckauf können sein:

  • Asthma
  • Herzprobleme
  • Tumore
  • Parasiten
  • Allergien

Ein Schluckauf sollte innerhalb von Stunden, auf jeden Fall aber noch am gleichen Tag, wieder verschwinden. Tritt er in zunehmender Frequenz auf, bleibt nur der Gang zum Tierarzt. Bei älteren Katzen könnte sich dahinter auch eine Herz- oder Lungenerkrankung verbergen


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Seltsames Hundeverhalten und ihre Bedeutung

Hunde sind liebenswerte und treue Geschöpfe, die ihre Besitzer oft mit kauzigen Possen erfreuen. Aber hast du dich jemals gefragt, warum dein Vierbeiner urplötzliche Energieschübe bekommt oder vom Schnuppern anderer Hunde-Hinterteile so fasziniert ist?

Merkwürdiges-Hundeverhalten

Auch wenn einige dieser Verhaltensweisen dem Menschen seltsam erscheinen, sind die meisten für Hunde ganz normal. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben die gängigsten Verhaltensweisen von Hunden genauer angesehen und was sie bedeuten.

Plötzlich aufgeregt umherrennen

Jeder Hundebesitzer kennt das, wenn sein Hund von einer Sekunde auf die andere plötzlich ausflippt und ohne ersichtlichen Grund anfängt aufgeregt herumzurennen. Offenbar ist dieser plötzliche Energieschub genau das, wonach es aussieht: Auf diese Art und Weise drückt ein Hund aus, wie glücklich er ist. Dieses Verhalten ist oft zu bestimmten Schlüsselzeiten zu beobachten, wie nach einer Mahlzeit oder wenn der Hund trainiert oder gebadet wurde. Hunde spüren dann Aufregung und Lebensfreude und das zeigt sich oft in diesem Verhalten.

Hunde fressen ihr eigenes Erbrochenes

Zu sehen, wie Hunde ihr eigenes Erbrochenes fressen, kann uns Menschen den Magen verstimmen. Tatsächlich ist es aber völlig natürlich für Hunde und ein angeborener Instinkt. Gerade Welpen fressen oft auf diese Weise, da die Mutter teilweise verdautes Futter für sie hochwürgt. Natürlich bedeutet das nicht, dass regelmäßiges Erbrechen gesund ist und wenn dies öfter passiert solltet ihr unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Leblose Gegenstände besteigen

Für und Menschen erscheint es bizarr, wenn ein Hund das Sofabein oder Kuscheltier besteigt. Obwohl es biologisch sinnvoll ist, dass Hunde sexuellen Kontakt mit anderen Hunden suchen, liegt hinter dem Besteigen lebloser Gegenstände eher der Wunsch nach deiner Aufmerksamkeit. Sie möchten die Aufmerksamkeit auf sich lenken, denn viele schimpfen ihren Hund oder jagen ihn durch den Raum. Deswegen erkennen Hunde im Besteigen von Gegenständen eine gute Möglichkeit, um dich dazu zu bringen aufzuhören. Dieses Verhalten kann in einigen Fällen auch hormonell bedingt sein. Wenn ein Welpe heranwächst oder ein Hund läufig ist, verhält er sich mit anderen Hunden und leblosen Gegenständen zunehmend so.

Nach dem Häufchen den Boden umgraben

Viele Hunde graben oder scharren auf dem Boden, nachdem sie ihr Geschäft erledigt haben. Es mag so aussehen, als wollten sie ihr Häufchen verstecken, allerdings markieren sie damit vielmehr ihr Revier. Dieses instinktive Verhalten stammt schon von ihren Vorfahren. Indem der Hund nach seinem Geschäft auf dem Boden scharrt, verstärkt er seinen Geruch und hinterlässt seine Spuren.

Hunde schnüffeln an den Hinterteilen ihrer Artgenossen

Für Menschen erscheint es merkwürdig, aber das Schnüffeln am Hintern anderer Hunde ist eine Art, um neue Freunde zu finden. Durch diese Art der Begrüßung erfährt ein Hund viel über einen anderen Hund, vorausgesetzt, dass beide dieses Verhalten akzeptieren. Deswegen solltest du dieses Verhalten bei deinem Vierbeiner nicht unterbrechen. Diese Fähigkeit des Schnüffelns ermöglicht es ihm, viele interessante Informationen über andere Hunde zu sammeln, einschließlich der Frage, ob das andere Tier läufig ist oder nicht.

Hinterteil über den Boden schleifen

Wenn dein Hund seinen Hintern über den Boden zieht, solltet ihr womöglich einen Tierarzt aufsuchen. Dieses Verhalten ist manchmal ein Zeichen dafür, dass etwas mit dem Hinterteil nicht ganz stimmt und oft eine Reaktion auf Beschwerden ist. Möglicherweise muss dein Hund in diesem Bereich gesäubert werden, oder hat Probleme mit seinen Analdrüsen.

Jagd auf den Schwanz

Wenn dein Hund ständig seinem eigenen Schwanz hinterherjagt, ist das meist ein Zeichen für Langeweile. Macht er das jedoch ständig, dann kann geistige oder körperliche Zuwendung der Grund dafür sein. Es kann zu einer schlechten Angewohnheit werden oder sogar zu einem zwanghaftem Verhalten. Gerät dies außer Kontrolle, kann das Verletzungen des Schwanzes nach sich ziehen. Beschäftige daher deinen Hund mit viel Bewegung und Spielzeug, wenn ihr merkt, dass er ständig seinem Schwanz hinterherjagt.


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So kommst du mit deinem Hund sicher durch die dunkle Jahreszeit

Wenn die Winterzeit anbricht und es draußen immer früher dunkel wird, ist es besonders wichtig, auf die Sicherheit Deines Hundes zu achten. Worauf kommt es nun an, wenn man im Dunkeln spazieren geht? Reicht eine einfache Taschenlampe oder muss es gleich die volle Ausstattung mit Blinklichter, Reflektorweste und Stirnlampe sein?

Sicher-in-der-Dunkelheit

Es ist jedes Jahr dasselbe beim Gassi-gehen am Abend mit unseren Hunden. Gestern noch sind wir im Hellen spazieren gegangen und heute tappen wir mit unserem Hund im Dunkeln. Wenn Ihr zu Fuß unterwegs seid und die Dämmerung hereinbricht, kann gute Sichtbarkeit entscheidend sein. Denn laut Statistik sind die meisten Unfälle beim Gassigehen darauf zurückzuführen, dass entweder Hund oder Besitzer für den Autofahrer nicht gut ersichtlich sind. Dabei gibt es in jedem Tierfachhandel Produkte, mit denen sich das ganz einfach ändern lässt.

Sehen und gesehen werden

Um einen Hund gut sichtbar zu machen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zunächst bieten sich reflektierende Leinen und Halsbänder an. Heutzutage sind viele Halsbänder und Hundeleinen standardmäßig mit Reflektorstreifen ausgestattet. Der Nachteil von Reflektoren ist, dass sie nur dann sichtbar sind, wenn Licht darauf fällt. Für eine bessere Sichtbarkeit gibt es daher Leinen und Halsbänder mit Reflektorstreifen, die zusätzlich helle Neonfarben enthalten. Neongelbe Halsbänder oder Leinen fallen deutlich besser in der Dunkelheit auf. In letzter Zeit sind zudem Halsbänder und Leinen für Hunde mit LED-Beleuchtung auf den Markt gekommen. Dank der LED-Lichter ist Dein Vierbeiner nicht nur bei Lichteinfall, sondern permanent sehr gut sichtbar.

Reflektor-/Sicherheitswesten

Neben reflektierenden und beleuchteten Leinen und Halsbändern sind auch reflektierende Sicherheitswesten für Hunde erhältlich. Wenn Dein Hund eine solche Sicherheitsweste am Körper trägt, ist er besser sichtbar als nur mit einem Halsband. Die Westen werden in hellen Neonfarben hergestellt und mit Reflektorstreifen ausgestattet, zudem sind sie sehr einfach anzulegen.

Sicherheitslampen

Kleine Sicherheitslämpchen werden am Halsband oder Geschirr des Hundes befestigt. Mit diesen praktischen Leuchten, die häufig auf konstantes oder blinkendes Licht einstellbar sind, ist Dein Hund auch in der Dunkelheit gut wahrnehmbar. Solltest Du mit mehreren Hunden auf einem Spaziergang unterwegs sein, kann jeder Hund mit einer anderen Lichtfarbe ausgestattet werden. Auf diese Weise erkennst Du die Hunde im Dunkeln gut auseinander. Die Lichter sind zudem wasserdicht, damit Sie auch bei Regenwetter eingesetzt werden können. Wichtigster Faktor für die Sicherheit ist natürlich, dass Du auch von anderen gut gesehen wirst. Deshalb ist eine Taschenlampe ein praktisches Hilfsmittel, das Du auf Deinem Spaziergang im Dunklen immer mithaben solltest.

Tipps für einen sicheren und schönen Herbstspaziergang

Damit Du mit Deinem Vierbeiner immer sicher unterwegs bist, haben die TIERFREUNDE ÖSTERREICH noch ein paar nützliche Tipps für eine sichere Wanderung in der Dunkelheit zusammengestellt:

    • Beginnt es bereits draußen dunkel zu werden und Dein Hund möchte unbedingt noch spielen -dann versuche es mit einem leuchtenden Ball, er wird seine HELLE Freude damit haben.
    • Wenn Du mit Deinem Hund eine neue Route ausprobieren möchtest, dann gehe die neue Strecke besser zum ersten Mal tagsüber. So wirst Du in der Dunkelheit nicht vor plötzlichen Überraschungen stehen.
    • Sorge dafür, dass nicht nur Dein Hund im Dunklen gut sichtbar ist, sondern auch Du selbst! Trage beispielsweise reflektierende Kleidung oder ein zusätzliches Lämpchen an der Jacke.
    • Achte jederzeit gut auf den Verkehr! Nicht alle Autofahrer sehen wirklich alles und nicht jeder Radfahrer fährt auch mit ausreichender Beleuchtung.
    • Gehe vorsichtshalber auf gut beleuchteten Fußwegen und versuche unbeleuchtete, einsame Pfade zu meiden.

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Früherkennung von Krankheiten kann Leben retten

Hundebesitzer können zusätzlich zu gesunder Ernährung und genügend Bewegung viel dazu beitragen, dass ihre Haustiere ein hohes Alter erreichen. Eine jährliche Gesundheitsvorsorge, kann helfen, Erkrankungen früh zu erkennen und zu behandeln.

Vorsorge-Hunde

Nicht nur wir Menschen werden immer älter, auch unsere Hunde erreichen heutzutage ein viel höheres Lebensalter als noch vor 20 Jahren. Zu verdanken ist das den hochwertigeren Futtermitteln und besseren Behandlungsmöglichkeiten in der Veterinärmedizin. Eine wichtige Rolle spielt aber auch die Gesundheitsvorsorge.

Beobachte deinen Hund genau

Besonders wichtig ist es, deinen Hund genau zu beobachten und eventuelle Verhaltens- oder Wesensveränderungen ernst zu nehmen. Zum Beispiel kann ein unerklärlicher Gewichtsverlust ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein. Wenn dein Hund zudem plötzlich auffallend viel trinkt, könnte eventuell Diabetes dahinterstecken. Schütter werdendes Fell kann hingegen ein Hinweis auf Mineralstoff- oder Vitaminmangel sein. Ein verändertes Gangbild deutet bei älteren Hunden meist auf Gelenkprobleme hin. Auch die Gewichtskontrolle wird von vielen Hundehaltern oft unterschätzt, doch bei einem übergewichtigen Hund drohen Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen.

Regelmäßiger Vorsorge-Check für zu Hause

Zum Impfen musst du zwar regelmäßig zum Tierarzt, aber zwischen diesen Terminen kannst du selbst den Heim-Check machen, sodass du Veränderungen schnell erkennst und darauf reagieren kannst. Wie bereits erwähnt, sind  Veränderungen an Gewicht, Fell, Fressverhalten, Kot und Aktivität meist Maßstäbe für das Wohlbefinden deiner Fellnase. Am besten machst du parallel zur Fellpflege diese monatliche Vorsorgeuntersuchung. Dazu gehören das Wiegen, die Kontrolle von Fell, Haut, Ohren, Augen, Zähnen und Atem. Das Innere der Ohren sollte zartrosa, geruchsfrei und sauber sein, das Augenweiß klar, der innere Augenwinkel sauber und die Pupillen sollten normal groß und lichtempfindlich sein. Beim Druck auf das rosa Zahnfleisch sollte nur für einen kurzen Moment ein weißer Fingerabdruck entstehen. Zahnstein, weicher und verfärbter Belag oder übel riechender Atem sind Alarmzeichen. Schließlich solltest du deinen Hund überall untersuchen und nach auffälligen Beulen, Krusten, Schnittwunden, Fremdkörpern oder kahlen Stellen abtasten.

Regelmäßiger Gesundheitscheck beim Tierarzt

Vor allem wenn dein Hund ins Seniorenalter kommt, ist ein regelmäßiger körperlicher Check sehr wichtig. Am besten macht man gleich bei der jährlichen Impfung eine Untersuchung samt Blutanalyse mit dem Tierarzt aus. Weil große Rassen rascher altern als kleinere, sollten diese früher durchgecheckt werden. Bei großen Rassen empfiehlt es sich, ab dem fünften Lebensjahr eine Vorsorgeuntersuchung, bei mittelgroßen Rassen ab dem achten und bei kleinen ab dem zehnten Lebensjahr durführen zu lassen.

Auffälligkeiten des Hundes abklären

Die Abklärung von möglichen medizinischen Auffälligkeiten deines Hundes kann nur von einem Tierarzt durchgeführt werden. Mit einer Blutabnahme kann abgeklärt werden, ob Entzündungen vorliegen und ob Leber, Nieren und Schilddrüsen richtig funktionieren. Außerdem werden Zähne und Mundhöhle kontrolliert, denn hat Dein Hund Zahnstein, ist die Entfernung des gefährlichen Belags mit Ultraschall sinnvoll. Denn Zahnstein kann schmerzhafte Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischschwund und schmerzhafte Vereiterungen auslösen, was schließlich zum Ausfall der Zähne führt. Zu einem jährlichen Gesundheits-Check des Hunden zählen auch:

  • Den Bauch abtasten
  • Den Gang kontrollieren
  • Den Herzschlag durch Abhören überprüfen

Bei einem Viertel der untersuchten Hunde können auf diese Weise Erkrankungen früh erkannt und behandelt werden.

Hundeversicherung: Absicherung für den Ernstfall

Als fürsorglicher Hundehalter möchte man sich gar nicht erst ausmalen, dass der Vierbeiner erkranken oder eine Operation benötigen könnte. Wenn dem jedoch so ist, schafft eine gute Hundeversicherung zumindest in finanzieller Hinsicht ein Stück Sorgenfreiheit und garantiert Deinem Liebling eine Versorgung unter bestmöglichen Bedingungen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH beraten Dich gerne, welche Krankenversicherung für Deinen Hund infrage kommt. Hier unsere Leistungen bei Hundeversicherungen im Überblick.

Wie auch bei uns Menschen sind bei Deinem Hund eine gesunde Ernährung, Bewegung und geistige Beschäftigung wichtig für ein langes und erfülltes Hundeleben.


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Ein Ort des Gedenkens an verstorbene Haustiere

Am Allerheiligen-Wochenende gedenken wir all jenen, die nicht mehr unter uns sein können. Dazu zählen auch unsere verstorbenen Haustiere, die auf dem Tierfriedhof Waldesruh ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Tierfriedhof-Waldesruh

Jeder, dem schon einmal das Glück zuteil wurde, ein Tier ins Herz zu schließen, weiß: Ein Haustier ist viel mehr. Es ist ein Freund fürs Leben, ein vorurteilsfreier Zuhörer, ein treuer Begleiter, ein Kuschelpartner und Spielkamerad. Für manche Menschen ist ihr Tier der wichtigste Grund morgens aufzustehen und sich nach getaner Arbeit aufs Heimkommen zu freuen. Jeder trauernde Tierbesitzer hat daher das Recht, seinen treuen Begleiter würdevoll zu bestatten, wenn seine Zeit abgelaufen ist. Mit dem Tierfriedhof Waldesruh bietet der Österreichische Tierschutzverein einen Ort des Trostes, des Mitgefühls und der Begegnung, an dem sich trauernde Haustierhalter aufgenommen und verstanden fühlen. Ein wunderschöner Ort, um Deinem Weggefährten auf würdevolle Art die letzte Ehre zu erweisen. Du kannst Dein geliebtes Haustier auf seinem letzten Weg begleiten und ihm einen idyllischen Platz zum Verabschieden und Erinnern schaffen.

Tierfreunde sind mit ihrer Trauer nicht alleine

Müssen wir von einem geliebten Haustier Abschied nehmen, zieht dies oft eine große Trauer mit sich. In dieser Phase fühlen sich viele Tierfreunde von ihrem Umfeld unverstanden, etwa wenn keiner einen Bezug zu Tieren aufweist und sich nicht in die eigene Lage hineinversetzen kann. Deshalb hat der Österreichische Tierschutzverein vor elf Jahren den Tierfriedhof Waldesruh gegründet. Dort können Tierhalter ihren Lieblingen eine letzte würdevolle Ruhestätte schenken. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Trauernden auszutauschen, die ebenfalls durch eine schwere Zeit gehen und die eigene Situation nachvollziehen können. Dies schenkt Halt und das Gefühl, mit seiner Trauer nicht allein zu sein. Im Laufe der Jahre sind auf dem Tierfriedhof Waldesruh bereits zahlreiche Freundschaften zwischen Grabbesitzern entstanden.

Individuelle Bestattung

Waldesruh bietet mit seinem weitläufigen, von Bäumen umringtem Areal, ein besonderes Ambiente. Auch vor ungebetenen Besuchern ist das Gelände in Sierndorf bei Wien geschützt. Einzig die Grabbesitzer erhalten einen Schlüssel, mit dem sie Zutritt zum Tierfriedhof Waldesruh erlangen. Die Bestattung an sich erfolgt ganz individuell – auf Wunsch mit eigenen Liedern oder Texten zum Vorlesen. Zudem kann zwischen einem Kleintiergrab, einem Gemeinschaftsgrab, einem Einzelgrab und dem Individualgrab gewählt werden. Auch im Verabschiedungsraum, wo das Tier noch einmal aufgebahrt wird, können die Betroffenen Abschied nehmen.

Grabmiete fließt zur Gänze in den Tierschutz

Es ist schwer, wenn Du nach jahrelanger Freundschaft von Deinem treuen Begleiter Abschied nehmen musst. Dank seiner Zuneigung und Treue habt ihr viele glückliche Stunden zusammen verbracht. Lass Deinen tierischen Freund nicht einfach entsorgen, ohne Danke zu sagen und zu wissen, dass Du das Bestmögliche für ihn getan hast. Mit einem Tiergrab am Tierfriedhof Waldesruh, der Tierbestattung des Österreichischen Tierschutzvereins, behältst Du Deinen treuen Begleiter im Herzen. Dabei kommt jede Grabmiete zu 100% den Tieren des Österreichischen Tierschutzvereins zugute. Mit einem Tiergrab findest Du Deinen Seelenfrieden und ermöglichst zugleich dem Österreichischen Tierschutzverein notleidenden Tieren zu helfen.

“Tiere, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen”


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Hunde-Kastration auf sanfte Weise ohne OP

Die neue medikamentöse Kastration erfolgt ohne Operation und nur für einen begrenzten Zeitraum wirksam. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben Euch hier die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Kastration-ohne-OP

Unsere Hunde sind für uns eine große Bereicherung und ein wichtiges Familienmitglied. Gerade auch, weil die Bindung so eng ist, treten im Zusammenleben herausfordernde und oftmals belastende Situationen auf. Beim Gassi-Gehen kann es schon mal vorkommen, dass so mancher Rüde nicht mehr zu bändigen ist, wenn eine Hundedame seinen Weg kreuzt. Drei von vier Hundehaltern geben daher auch an, dass Hypersexualität, Markieren, Dominanz und Aggressivität ausschlaggebend für eine Kastration war.

Implantat-Injektion als Probelauf

Bei einer Kastration wird die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron gestoppt, um die Fortpflanzungsfähigkeit des Hundes zu unterbinden. Diese medikamentöse Kastration kann eine Art Testlauf sein. Denn Hundebesitzer können dadurch beurteilen, ob sich das Verhalten des Rüden ändert und eine dauerhafte Kastration die richtige Wahl ist. Andere Hundebesitzer wiederum stehen einem chirurgischen Eingriff und dem Narkose- und Operationsrisiko kritisch gegenüber. In all diesen Fällen kann eine medikamentöse Kastration eine sinnvolle Wahl sein.

Vorgehensweise bei der Kastration mit Chip

Das reiskorngroße Implantat wird vom Tierarzt, ähnlich wie ein Mikrochip, unter die Haut zwischen die Schulterblätter appliziert. Nach der Implantation wird kontinuierlich ein Wirkstoff freigesetzt, der für mindestens sechs Monate oder zwölf Monate verhindert, dass Botenstoffe produziert werden, die für das Entstehen von Testosteron und andere Geschlechtshormone verantwortlich sind. Nach zwei bis drei Wochen sinkt der Testosteronspiegel im Blut deutlich. Eine vollständige Unfruchtbarkeit tritt nach sechs bis acht Wochen ein, da das bereits gebildete und in den Nebenhoden gespeicherte Sperma noch befruchtungsfähig ist. Das Implantat löst sich nach und nach auf und wird vom Körper vollständig abgebaut. Sobald die Wirkung nachlässt, normalisieren sich alle Sexualfunktionen wieder.

Keine Nachwirkungen nachweisbar

Der Rüde wird nach Abklingen der Wirkung wieder so sein, wie er vor der Implantation war. Dies ist für viele Hundebesitzer beruhigend, wenn sie befürchten, dass ihr Hund durch die Kastration an Gewicht zulegt oder lethargisch wird. Somit kann man durch die medikamentöse Kastration entscheiden, ob eine langfristige Kastration (chirurgisch oder medikamentös) die richtige Wahl ist. Die medikamentöse Kastration kann auch über Jahre aufrechterhalten werden, indem nach Ablauf der Wirkdauer ein neues Implantat eingesetzt wird.

Individuelle Entscheidung- Der einzelne Hund steht im Mittelpunkt

Das Implantat ist auch dann eine gute Wahl, wenn Hundebesitzer ihrem Rüden erst zu einem späteren Zeitpunkt Vaterfreuden gönnen wollen. Nach Ende der Wirkdauer kann der Rüde wieder erfolgreich decken. Darüber hinaus können Erkrankungen, die testosteron-assoziiert auftreten (z.B. Prostataerkrankungen), positiv beeinflusst werden. Für die Hundehalter hat das Implantat somit den großen Vorteil, dass sie keine endgültige Entscheidung treffen müssen, sondern gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt überlegen können, ob und welche Art der Kastration bei ihrem Hund das Beste ist.

Vorteile der medikamentösen Kastration

  • Wirkung ist reversibel (je nach Dosierung Wirkdauer von mindestens 6 bzw. 12 Monaten)
  • Test vor einer langfristigen Kastration
  • Abschätzung von Nebenwirkungen
  • Fortpflanzungsfähigkeit: Nach Ende der Wirkdauer kann der Rüde wieder decken
  • Kein Narkose- und Operationsrisiko
  • Sehr hohe Sicherheit und Verträglichkeit
  • Gesundheit: Testosteron-assoziierte Krankheiten (Prostataerkrankungen) können positiv beeinflusst werden

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Besitzen Tiere ein Zeitgefühl?

Nicht nur wir Menschen haben ein gutes Zeitgefühl, auch Tiere haben eine innere Uhr, die ihnen durch den Alltag hilft. Während bei uns ein Blick auf die Uhr genügt, setzen Tiere auf äußere Einflüsse wie Lichtverhältnisse oder Töne. Hunde verknüpfen sie zum Beispiel mit ihnen bekannten Handlungen ihrer Besitzerinnen und Besitzer und schätzen so die Zeit ein.

Zeitgefühl

Inwiefern Tiere über ein echtes Zeitgefühl verfügen ist nicht so einfach zu beantworten, da die entsprechenden Kommunikationskanäle fehlen, um sich mit dem Menschen über zeitliche Belange auszutauschen. Somit liegt es einzig beim Menschen, durch beobachtende Studien herauszufinden, welches Verhalten lediglich auf biologische Rhythmen und was auf eine echte Zeitwahrnehmung beruht. Mit Sicherheit besteht das so genannte Zeitgefühl bei vielen Tieren ebenso wie beim Menschen. Doch das heißt nicht, dass unsere Lieblinge die Uhr deuten können und ihren Alltag minutengenau timen. Aber das konnten auch die frühen Vorfahren der Menschen nicht und wussten doch instinktiv, wann was zu tun war.

Haustiere sind lernfähige Gewohnheitstiere

Unsere Vierbeiner merken sich stets wiederkehrende Aktivitäten und können diese mit gleichzeitig auftretenden Ereignissen in Verbindung bringen. Der Wecker läutet, das Licht geht an, Kaffeegeruch liegt in der Luft, jetzt dauert es nicht mehr lange bis der Napf gefüllt ist. Doch weder nachtaktive Hamster, noch tagaktive Hunde richten sich ausschließlich nach Sonnenauf- oder Sonnenuntergang. Nur bei Kanarienvögeln und Sittichen tickt die innere Uhr tatsächlich im Hell-Dunkel-Takt. Geht das Licht aus und sei es nur wegen eines Tuches über dem Käfig, herrscht Ruhe hinter Gitter.

Woher kommt das Zeitgefühl der Tiere?

Tiere haben wie wir Menschen eine innere Uhr, die durch Stoffwechselvorgänge und Hormonschwankungen gesteuert ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Hormon „Melatonin“. So beeinflusst der Hell-Dunkel-Rhythmus die Ausschüttung dieses Schlafhormons, das vermehrt bei Dunkelheit produziert wird, denn es senkt die Aktivität und macht müde. Durch die innere Uhr werden die Stoffwechselvorgänge im Tagesablauf gesteuert, um z.B. die Verdauung vor allem in die Ruhephasen zu verschieben.

Jetlag durch die Zeitumstellung

Wenn Tiere also ein Zeitgefühl besitzen, wie reagieren sie dann auf die Zeitumstellung, die bald auf uns zukommt? Den Beweis, dass die Zeitumstellung sie belastet, liefern ja bekanntlich Kühe, die an fixe Fress- und Melkzeiten gewöhnt sind. Viele von ihnen geben unmittelbar nach einer Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit weniger Milch.
Während Wildtiere die Umstellung problemlos wegstecken, sind Haustiere, die an unseren zeitlichen Rhythmus angepasst leben, sehr wohl betroffen. Denn Zeitumstellungen sind für Tiere genauso belastend wie Flugreisen. Der biologische Rhythmus benötigt einige Tage, um sich neu einzustellen. Unruhe, Schlafstörungen und Stress können daraus erfolgen. Bei sensiblen Tieren macht sich dann echter Jetlag bemerkbar, weshalb man Langstreckenflüge den Haustieren nur im Notfall zumuten sollte.

Wartezeiten bei Tieren

Das unbewusste Zeitgefühl von Tieren unterscheidet sich im Wesentlichen nicht vom menschlichen. Vergeht die gefühlte Zeit beim Warten auf Frauchen oder Herrchen langsamer? Nun, bei vielen vor Geschäften angeleinten Hunden könnte das Verhalten während der Wartezeit darauf schlussfolgern lassen. Dennoch lässt sich nichts verallgemeinern, da es nicht zuletzt auf die Tierart und Persönlichkeit unserer Vierbeiner ankommt.


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