Bei der Hundesteuer langt die Gemeinde kräftig zu

Er ist der beste Freund des Menschen. Jeden Tag steht er treuherzig mit uns auf und freut sich schwanzwedelnd auf den ersten Spaziergang. Unser vierbeiniger Liebling macht uns nicht nur das Leben schöner, sondern ist längst zum Familienmitglied geworden. Dennoch muss man für ihn blechen: mit der Hundesteuer.

Hudesteuer

Behördenwillkür bei Hundesteuer

Die Höhe der Hundesteuer kann per Landesgesetz der einzelnen Bundesländer festgelegt, oder dem Ermessen der einzelnen Städte und Gemeinden überlassen werden. Städte und Gemeinden können gemäß §8 Abs. 5 und 6 des Finanz-Verfassungsgesetzes Abgaben einheben, „wenn dies zur Aufrechterhaltung oder Deckung bestimmter Erfordernisse im Haushalt der Gemeinden erforderlich ist“. Das ist ein juristischer Freifahrtschein, um sukzessive die Hundeabgabe anzuheben, wenn anderswo Geld benötigt wird.

Es gibt gravierende Unterschiede bei der Höhe der Hundesteuer, die von € 7,27 Euro bis über € 110,- reichen. Die unterschiedlichen Steuersätze verdeutlichen eindrucksvoll, dass sich Gemeinden nicht an den tatsächlichen Kosten, die ihnen durch die Hundehaltung entstehen, orientieren.

Ein Relikt aus dem Mittelalter

Diese Steuer ist längst nicht mehr zeitgemäß ist. Damals galten Hunde noch als zwingende Arbeitstiere, heute sind sie oft Schoßhündchen, Freunde und Familienmitglieder und bieten keinen nennenswerten “Vorteil” gegenüber anderen Haustieren – Für die schließlich auch keine Steuer aufgewendet wird. Weltweit wurde die Hundesteuer in den letzten Jahren wegen ihrer Unrentabilität sukzessive abgeschafft. Österreich ist neben Namibia eines der letzten vier Länder mit einer Hundesteuer.

Was für Gegenleistungen erhalten Hundehalter?

Viele österreichische Städte und Gemeinden betreiben mit den Steuereinnahmen überwiegend Symbolpolitik. Hundehalter beklagen zu wenige Hundewiesen, die zudem verdreckt, zu klein, ohne Sitzgelegenheit und ohne Wasser für Hunde sind. Offenkundig ist der Leistungswiderspruch im ländlichen Bereich, wo steuerzahlende Hundehalter meist Null Gegenleistung erhalten!

Gleichzeitig mit den Steuererhöhungen werden die Rechte der Hundebesitzer zunehmend beschnitten: Genereller Leinenzwang, immer mehr Hundeverbotszonen, vermehrte Kontrollen und drakonische Geldstrafen für freilaufende Hunde sowie fehlende bzw. nicht vorhandene Hundefreilaufmöglichkeiten gehören zur traurigen Realität vieler Hundebesitzer. Dass Hundebesitzer dafür immer mehr zahlen sollen, führt unweigerlich zu Konflikten.

Was spricht gegen die Hundesteuer?

  • Hunde sind Sozialpartner und keine Luxusgüter
  • Diskriminierung: andere Tierbesitzer bezahlen auch keine Steuer
  • Die Besteuerung ist willkürlich, intransparent und ohne jede Gegenleistung. Also keine zweckgebundene Abgabe, somit eine Leistung ohne konkrete Gegenleistung
  • Die Hundesteuer ist für den Staat unrentabel, weil die Verwaltung mehr kostet als diese Sondersteuer einbringt
  • Hunde bringen dem Staat über Mehrwertsteuer (Futter, Zubehör etc.) Einkommensteuer (Tierärzte, Angestellte im Handel etc.) viel mehr Geld ein, als ihn Hunde kosten!

Abschaffung der Hundesteuer

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH kämpfen seit Jahren für die Abschaffung der Hundesteuer in Österreich. Hundehalter müssen umgehend von dieser ungerechtfertigten und längst überholten Steuerlast befreit werden. Zu diesem Grund wurde die Initiative “Stoppt die Hundesteuer” vom Verein ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es daher, Hundehalter zu mobilisieren, öffentliches Gehör für dieses wichtige Thema zu schaffen, über die Probleme der Hundesteuer aufzuklären, und so die willkürliche Hundesteuer umgehend abzuschaffen und in eine angemessene und transparente Hundegebühr umzuwandeln. Es konnten durch das Mitwirken aller Unterstützer bereits wichtige Schritte in Richtung Abschaffung erzielt werden.

Bitte hilf mit und unterstütze die Initiative zur Abschaffung der Hundesteuer in Österreich.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Wurmbefall – Gefahr für Dein Haustier

Für viele Tierbesitzer kommt das Thema früher oder später auf, denn Wurmbefall bei unseren tierischen Gefährten ist schnell passiert. Wie Du den Befall erkennst, sowie allgemeine Hinweise erklären Dir hier die TIERFREUNDE ÖSTERREICH.

Garten-für-Hunde

Die Gefahr zur Ansteckung findet sich überall. Am häufigsten sind unsere Haustiere mit Spul- und Hakenwürmern befallen. Nicht selten kommt es zum Auftreten von Bandwürmern, auch sie leben im Darm unserer Vierbeiner und werden so wie der Kürbiskernbandwurm durch Flöhe übertragen. Deshalb raten die TIERFREUNDE ÖSTERREICH Eure Hunde und Katzen in halbjährlichem Abstand zu entwurmen, Jungtiere entsprechend öfter.

Wurmbefall bei Katzen – keine Seltenheit

Besonders bei Katzen die Freigang genießen, kommt es schnell zu einem Wurmbefall der meistens oral erfolgt. Frisst die Katze nun Vögel oder Mäuse, die Würmer in sich tragen, infiziert sie sich damit. Doch auch Wohnungskatzen die keine Beutetiere erlegen sind vor Würmern nicht sicher. Manche Parasiten werden an Schuhsohlen haftend ins Haus getragen, oder über Haut und Kleidung durch Kontakt zu einem infizierten Tier. Selbst Flöhe können Würmern als Zwischenwirt dienen. Verschluckt die Katze bei der Fellpflege einen Floh, hat sie sich ebenfalls infiziert. Je jünger die Katzen sind, desto schwerer macht ihnen der Wurmbefall zu schaffen, da sie ein schwächeres Immunsystem haben.

Hunde mit Wurmbefall

Bei ausreichender Ernährung wird eine geringe Anzahl von Bandwürmern von Hunden toleriert, ohne dass es zu Krankheitssymptomen kommt. Erst der massive Befall führt zu Mangelversorgung und Verdauungsproblemen. Hakenwürmer beißen sich in der Darmschleimhaut fest und ernähren sich vom Blut der Hunde. Der Blutverlust kann beträchtlich sein, denn ein einziges Wurm-Weibchen kann pro Tag bis zu 0,5 Milliliter Blut aufnehmen. Charakteristisch für Hakenwürmer ist der Infektionsweg über die Haut, aber auch das Verschlucken einer Larve kann zur Besiedelung des Hundedarms führen.

Symptome bei befallenen Tieren

Je nachdem, wie gesund Dein Haustier und wie stark der Befall ist, kann eine Wurminfektion ohne Symptome erfolgen. Spätestens aber wenn die Würmer sich vermehren, machen sie Deinem Vierbeiner sichtlich zu schaffen. Zu den häufigsten Anzeichen gehören großer Hunger, Abmagerung oder glanzloses Fell. Häufig kommen noch Verdauungsprobleme wie Erbrechen und Durchfall dazu, sowie wie eine geringere Vitalität. Verdächtig ist auch ein Juckreiz rund um den After und das daraus resultierende „Schlittenfahren“, bei dem die Tiere auf dem Boden sitzen und umherrutschten. Sofort zu reagieren ist auch bei hellen, reiskornartigen Ausscheidungen im Kot.

Schnell reagieren: Entwurmen!

Wenn Du solche Symptome bei Deinem Vierbeiner beobachtest, solltest Du schnellstens mit ihm zum Tierarzt gehen. Zwar verläuft der Wurmbefall bei Katzen im Endeffekt relativ harmlos, man sollte jedoch nichts provozieren. Generell wird dann beim Tierarzt eine Wurmkur verschrieben, die je nach Verabreichungsform über einen längeren Zeitraum regelmäßig verabreicht wird. Die zu dosierende Menge richtet nach dem Gewicht Deines Haustieres.

Übertragung auf den Menschen

Ein wichtiger Gefahrenpunkt ist die Übertragung des Wurmes auf den Menschen. Besonders bei Kindern, älteren Menschen oder einem schlechten Immunsystem, kann diese Ansteckung schwerwiegende Folgen haben. Der Fuchsbandwurm kann sobald er sich im Organismus eingenistet hat, fast nicht mehr eliminiert werden und setzt sich in wichtigen Organen wie Leber, Niere oder Gehirn fest.

Besonders wichtig: Ein Tier mit Wurmbefall darf auf keinen Fall im Bett schlafen. Und zum Schutz der Kleinen: Bei einem Sandkasten im Garten, solltest Du ihn bei Nichtnutzung unbedingt abdecken. So kann er nicht als Toilette missbraucht werden.


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Wanderung mit Hund -was ist zu beachten?

Wenn der Wald die herrlichsten Herbstfarben zeigt und Laub zu rascheln beginnt, ist traditionell Wanderzeit. Was gibt es da Schöneres als gemeinsam mit dem Vierbeiner den Gipfel zu erstürmen. Damit die nächste Wanderung auch mit Deinem tierischen Begleiter stressfrei verläuft, geben die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sechs praktische Tipps für Hund und Herrchen.

Wandern-mit-Hund

Wandern ist für Hund und Mensch die ideale Freizeitbeschäftigung und hält fit und gesund. Bei jeder Wanderung gilt es zu Bedenken: Kenne deine Grenzen und die deines Hundes. Es macht keinen Sinn eine Wanderung zu unternehmen, die Hund und Mensch zu anstrengend ist. Einsteiger sollten deshalb Routen wählen, die ihrem Niveau angepasst sind.

  1. Grenzen erkennen

„Wandertauglich” ist fast jeder gesunde Hund. Du solltest jedoch bei Deiner Tourenplanung die körperlichen und konditionellen Voraussetzungen Deines Hundes berücksichtigen. Denn so wie wir Menschen, stoßen auch Hunde manchmal an ihre Grenzen. Daher ist es wichtig, das Niveau der Wanderroute auf die Kondition Deines Vierbeiners anzupassen. Es gibt auch spezielles Hundetragegeschirr, mit dem Du Deinen Hund wie einen Rucksack tragen kann. Dies ist eine feine Sache, wenn es Deinem Hund trotz guter Tourenplanung einmal zu viel wird. Hat Dein Hund gesundheitliche Probleme oder leidet an Gelenkskrankheiten, sollte auf ausgedehnte Wanderrouten jedoch verzichtet werden. Hier wäre stattdessen ein gemütlicher Spaziergang am See eine gute Alternative.

  1. Die pralle Sonne meiden

Während der Wanderung sollten die schattigen Wege, denen in der prallen Sonne vorgezogen werden. Die Kombination aus Anstrengung und Hitze, kann sowohl bei Hund als auch bei Herrchen zu Kreislaufproblemen, Atembeschwerden und im schlimmsten Fall zum Hitzeschlag führen. Wichtig ist  deshalb regelmäßige Pausen zu machen. Dabei sollte das Fell und die Pfoten auf eventuelle Verletzungen oder lästige Anhängsel, wie Kletten oder Zecken kontrolliert werden.

  1. Genügend Flüssigkeit

Ausreichend Flüssigkeit ist sowohl für Menschen als auch für Hunde essenziell, ganz besonders bei körperlicher Betätigung. Deshalb unbedingt Wasser und einen faltbaren Napf für Deinen Vierbeiner in Deinen Rucksack einpacken. Nicht immer kann man davon ausgehen, dass ein Gebirgsbach in der Nähe ist, an dem das Tier seinen Durst stillen kann. Zudem können reißende Gewässer für Hunde schnell gefährlich werden. Wie für den Menschen sollte auch für den Hund ein Erste-Hilfe-Packet mit dabei sein, um für alle Notfälle gerüstet zu sein

  1. Unbekanntes Terrain- Hunde an Leine!

Folgt Euer Hund nicht zu hundert Prozent den Grundkommandos, ist es ratsam ihn in unbekannten Gebieten an die Leine zu nehmen. Vor allem mit Kühen kommt es immer wieder zu unnötigen und sehr gefährlichen Zwischenfällen. Ohnehin solltet Ihr Weidevieh so gut wie möglich ausweichen.

  1. Vorsicht im Jagdgebiet!

Leider ist in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen immer noch der Haustier-Abschuss erlaubt. Hunde die abseits von Häusern, Wirtschaftsgebäuden oder Wild angetroffen werden, dürfen vom Jagdberechtigten oder vom beeideten Jagdschutzpersonal getötet werden. Darum lasst Eure Hunde im Wald stets angeleint und nie aus den Augen.

  1. Absichern zahlt sich aus!

Es geht schneller, als man „Bei Fuß!“ rufen kann: Der Hund richtet aus Versehen Schaden an- sei es beim Weidevieh, anderen Wanderern oder Radfahrern. Dann kann es richtig teuer werden. Für solche Fälle ist die Absicherung durch eine gute Hunde-Haftpflichtversicherung unverzichtbar – ein geringer Betrag, der aber vor großen finanziellen Belastungen schützen kann.

Unser Tipp: Am besten beim örtlichen Tourismusverband erkundigen, welche Touren sich mit Hund anbieten und welchem Schwierigkeitsgrad sie entsprechen.


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Kastration auf Probe

Die chemische Kastration beim Rüden beschreibt eine vorübergehende Unfruchtbarmachung und damit eine Dämpfung der testosteronabhängigen Verhaltensweisen.

Chemische-Kastration

Um einen männlichen Hund zu kastrieren, kann auch eine chemische Kastration angewendet werden. Ein Hormonimplantat von einer Größe 2,3 x 12 mm wird in Form eines Chips direkt unter die Haut deines Hundes eingesetzt. Dies erfolgt oft zwischen den Schulterblättern, manchmal aber auch in der Nabelgegend. Der Wirkstoff im Kastration Chip wird bis zu zwölf Monate ständig im Organismus freigesetzt. Spätestens nach 2 bis 3 Wochen sinkt dann der Testosteronspiegel im Blut deutlich. 6 bis 8 Wochen nach Implantation des Medikaments haben sich die Hoden um etwa ein Drittel verkleinert und die vollständige Wirkung des Medikaments ist erreicht.

Achtung: aufgrund dieses Mechanismus sind die chemisch kastrierten Rüden noch bis zu 120 Tage lang zeugungsfähig.

Chemische Kastration als Test

Die komplette Wirkdauer liegt je nach Implantat- und Hundegröße entweder bei mindestens sechs bzw. mindestens 12 Monaten. Sie unterliegt individuellen Schwankungen. Mit vollständigem Abbau des Implantates und Wiederaufnahme der körpereigenen Hormonproduktion kehren die Hoden zu ihrer ursprünglichen Größe und Konsistenz zurück. Zuchtrüden sind danach wieder voll zuchtfähig. Die Implantation von Suprelorin ist v.a. sinnvoll, um zu überprüfen, welche Wesens- und Verhaltensveränderung durch Wegfall der hormonellen Komponente wirklich eintritt. Man kann in einem Mehrhundehaushalt testen, welchen Einfluss eine Kastration auf die Rangordnung und damit das Verhalten der Hunde im eigenen Rudel hat. Sollte man sich in der Folge für eine chirurgische und damit endgültige Unfruchtbarmachung entscheiden, ist die entstehende Operationswunde kleiner.

Wie wirkt ein Hormon-Chip?

Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) geschlechtsreifer Rüden schüttet GnRH (gonadotropes Releasing Hormon) aus und steuert so die Produktion des Geschlechtshormons Testosteron im Hoden. Von dem Hormonchip wird eine Substanz freigesetzt, die dem natürlichen GnRH entspricht, aber keine Produktion von Testosteron auslöst. Der Hypophyse wird vorgetäuscht, dass genügend GnRH im Körper deines Hundes vorhanden ist. Daher werden keine weiteren Botenstoffe ausgeschüttet. Die Bildung der Spermien wird gestoppt, dein Hund wird für mehrere Monate unfruchtbar. Während der Wirkungszeit kannst du beobachten, wie sich eine Kastration auf das Verhalten deines Hundes (Markieren, Aufreiten oder Lecken an Harnpfützen von Hündinnen) auswirkt. Aggressionen und Erziehungsfehler können durch das Implantat nicht beseitigt werden.

Vorteile des Implantates

Dein Hund ist vorübergehend nicht zur Zeugung von Nachwuchs fähig, Die Hoden schrumpfen, unerwünschtes Sexualverhalten wird nicht mehr ausgeübt. Sobald das Implantat keinen Wirkstoff mehr ausschüttet, werden wieder Spermien gebildet. Die Hoden erreichen in kürzester Zeit wieder die ursprüngliche Größe. Der Chip muss nicht entfernt werden.

Nachteile des Implantates

Bei kleinen Hunderassen hält die Wirkung länger an. Der Kalorienbedarf sinkt, die Futterration muss angepasst werden, um Übergewicht zu vermeiden. Bei langhaarigen Hunden wird die Fellstruktur feiner.


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Zahl der Giftköderattacken 2019 ist schockierend

Fast täglich treffen Meldungen von grausamen Giftköderattacken an Hunden bei den TIERFREUNDEN ÖSTERREICH ein. Bestialische Tierquäler töten immer mehr Vierbeiner mit vergifteten Wurstködern. Wann hört dieses Quälen von unschuldigen Tieren endlich auf?

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Immer wieder gehen Meldungen bei uns ein, dass Giftköder gefunden wurden. Die Anzahl der Vergiftungsattacken auf Hunde hat in diesem Jahr österreichweit stark zugenommen und steigt unaufhörlich weiter. Zurück bleiben unfassbar traurige Hundehalter, die einfach nicht glauben können, dass es solch bösartige Hundehasser überhaupt geben kann.

Vorsicht beim Gassigehen

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH raten allen Hundehaltern in gefährlichen Gebieten, wo Köder gefunden wurden, besonders aufzupassen, Hunde an der Leine zu lassen und das Tier genau zu beobachten, um ihm notfalls den Köder noch entreißen zu können. Denn im schlimmsten Fall kann das Verschlingen des “Leckerbissens” für Deinen Hund tödlich enden. Ein Hundehalter erkennt in der Regel schnell, wenn sein Vierbeiner etwas Besonderes wittert. Dann ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Die Versuche, Hunden abzugewöhnen, oder gar zu verbieten sich im Freien herumliegenden Essensresten zu widmen, erfordert einige Vorarbeit, die jedoch das Leben des Tieres retten kann.

Schütze Deinen Hund mit dem Whatsapp-Service

Weil wir nicht mehr tatenlos zusehen wollten, wie Sadisten unsere Hunde vergiften, haben die TIERFREUNDE ÖSTERREICH den kostenlosen Whatsapp-Dienst ins Leben gerufen. Ein gut funktionierendes Netzwerk aus Hundehaltern in ganz Österreich, die sofort Alarm schlagen und warnen, wenn sie etwas Verdächtiges sehen. So weißt Du genau, ob Deine Gegend sicher ist, oder ob hier Giftköder ausgelegt wurden. Wichtig ist es, die Giftköder-Warnungen hier zu abonnieren. Anschließend meldet sich Dein Whatsapp-Kanal zu Wort und du bist in Sekundenschnelle informiert, wo Gefahren für Deinen Hund lauern. Wie uns von dankbaren Hundehaltern berichtet wurde, konnten so schon schlimme Vergiftungsfälle verhindert werdenNicht nur der Schutz vor Giftködern, auch viele weitere Extras sind im Whatsapp-Dienst für Tierhalter enthalten. So erhältst du jeden Montag eine Guten-Morgen-Meldung, die nicht nur interessante Infos über deinen Vierbeiner, sondern auch all jene Supermärkte und Tierfachhandelfilialen nennt, in denen es preisgünstige Angebote auf Tiernahrung und Co. gibt. So bist du immer über Themen und News rundum deinen Liebling bestens informiert.

Erste Hilfe für Hunde bei Giftködern

Trotz größter Vorsicht kann es doch einmal passieren, dass Dein Hund einen Giftköder zu sich genommen hat. In diesen Fällen kommt es darauf an, richtig und vor allen Dingen schnell zu handeln. Nimm Deinem Hund sofort den Giftköder weg, damit er diesen nicht komplett frisst. Wenn möglich packe den Rest oder einen Teil des Gifts ein und nimm ihn zum Tierarzt mit. Schildere dem Tierarzt, wann Dein Hund das Gift gefressen hat und wieviel.

Achtung: bringe Deinen Hund nicht selbst zum Erbrechen. Denn das Gift oder die scharfen Gegenstände können am Weg hinauf weitere Verletzungen hervorrufen.


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Hunde am Fahrrad führen ist nicht erlaubt!

Das Mitführen von Deinem Hund an der Leine, während man auf dem Fahrrad sitzt, ist weder juristisch erlaubt, noch aus Tierschutz-Sicht zu empfehlen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH erklären Dir warum?

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Es ist ein gewohntes Bild auf Österreichs Radwegen- Frauchen oder Herrchen nehmen am Fahrradsattel-Platz, der Hund wird daneben mitgeführt. Das große Problem an dieser Gassi oder Ausflugsmethode: Es ist weder erlaubt noch gesund und nicht ganz ungefährlich. Denn wenn das Hündchen plötzlich zur Seite rennt oder abrupt stehen bleibt, fliegt Herrchen hinterher. Außerdem handelt man hier gegen das Gesetz und aus der Sicht des Tieres sollte man auch besser darauf verzichten.

Juristisch verboten

Die Straßenverkehrsordnung besagt ganz klar, dass das Anleinen von Tieren an Fahrzeugen in Österreich verboten ist. Hier droht eine Geldstrafe von bis zu 726 €, wenn Ihr Euer Haustier während der Fahrt an einer Leine hält. Denn das Fahrrad ist laut Gesetz ebenfalls ein Fahrzeug. Auch vom Standpunkt des Tierschutzes wird von der Verwendung dringend abgeraten. Die Tatsache, dass man häufig Menschen sieht, die ihren Hund angeleint beim Radfahren mitführen, rechtfertigt sie nicht.

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH raten davon ab

Neben der einfachen Leine gibt es auch sogenannte “Dogrunner”, die das Mitführen des Hundes beim Radeln erleichtern sollen. Dabei werden die Tiere gezwungen, das Tempo des Fahrrads anzunehmen und stets dicht am Reifen zu laufen. Ob normale Leine oder Dogrunner: Aus tierrechtlicher Sicht ist beides mehr als bedenklich. Denn wenn Dein Hund vom Fahrrad aus bewegt wird, wird er unweigerlich zu einem rascheren Tempo gezwungen. Dabei hat Dein Liebling keine freie Wahl zwischen langsamerem Tempo oder auch mal stehenzubleiben um eine interessante Stelle zu beschnüffeln oder zu pinkeln. Das natürliche Interesse andere Hunde zu begrüßen oder sich zu lösen, wird dadurch nicht befriedigt. Also kein schöner Ausflug!

Die Alternative

Es gibt zwei Alternativen: Entweder radeln und den Hund nicht angeleint mitlaufen lassen oder zu Fuß gehen. Erstere Variante ist, solltest du nicht in deinem persönlichen Nationalpark ohne Verkehr und andere Fußgänger leben, keine gute Idee. Zu Fuß ist Dir zu langweilig? Da können wir Dir nur empfehlen: Geh doch mit Deinem Hund laufen. Dabei bist Du Deinem Hund wesentlich näher und Dein Vierbeiner muss sich nicht so abhetzen wie beim Radfahren.


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Falsches Futter verursacht Zahnschmerzen

Viele Erkrankungen unserer Kaninchen entstehen oft durch falsche Fütterung. Erkrankungen des Gebisses und deren Folgen sind neben Verdauungsstörungen die häufigsten Beschwerden beim Kaninchen.

Trommelsucht

Kaninchen besitzen ein wurzelloses, lebenslang wachsendes Gebiss mit einer Wachstumsrate von einem Zentimeter monatlich. Wenn diese Zähne durch falsche Ernährung nicht genug abgerieben werden, entstehen durch das übermäßige Längenwachstum massive Probleme.

Richtige Ernährung – um Spätfolgen zu verhindern

Trockenfutter aus dem Handel erweist sich für viele Kaninchenbesitzer als einfache Methode, die mit wenig Arbeit verbunden ist. Leider ist ein Großteil der kommerziell erhältlichen Futtermittel nicht geeignet, Kaninchen artgerecht zu ernähren. Deshalb solltest Du darauf weitgehend verzichten, denn Getreide, Joghurtdrops oder Pellets sind gesundheitsschädigend und können auf Dauer das Leben Deines Nagers gefährden. Kaninchen, die Fertigfutter bekommen, werden durch die darin enthaltenen Getreidekörner so stark gesättigt, dass die Zeit, die sie zur täglichen Nahrungsaufnahme benötigen, deutlich abnimmt. Die ständig wachsenden Zähne werden nicht ausreichend abgenutzt. Sie verlieren über die Jahre ihre normale Stellung und fangen an, aneinander vorbeizuwachsen. Es entstehen fürchterliche Wunden im Mund, es folgen Kieferabszesse. Diese werden oft sehr spät entdeckt, da die Einsehbarkeit in die komplette Maulhöhle ohne Narkose nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Was fressen Kaninchen in freier Natur?

Kaninchen sind „Herbivoren“, das heißt, sie ernähren sich in der Natur von Gräsern, Kräutern, Blättern und Gemüsepflanzen. Getreidekörner wie Hafer, Gerste, Roggen und Weizen gehören nicht auf ihren natürlichen Speiseplan. Doch in fast allen Fertigprodukten zur Kaninchenernährung finden sich Getreideprodukte. Leider hat der Handel ein großes kommerzielles Interesse diese Fertigfutter anzupreisen, da gerade mit diesen Produkten enormer Profit erzielt wird.

Erste Anzeichen von Zahnproblemen

  • Appetitlosigkeit
  • verändertes Fressverhalten
  • Knochenaufreibungen am Unterkiefer
  • Kieferabszesse
  • vermehrter Speichelfluss
  • Gewichtsverlust
  • tränende eitrige Augen
  • häufige Verdauungsprobleme
  • zu lange oder schief abgeschliffene Schneidezähne.

Bemerkt man einige dieser Symptome, sollte man sofort das Tier gründlich untersuchen lassen. Eine genaue Diagnose kann oft nur unter Zuhilfenahme von Röntgenaufnahmen erfolgen. Hierbei wird der Schädel des Patienten in verschiedenen Ebenen geröntgt. Das digitale Röntgen hilft auch hier, schnell zu einer aussagefähigen Information zu gelangen.

Beobachtung der Tiere

Eine weitere und sehr gute Möglichkeit der Gesundheitskontrolle, ist das wöchentliche Wiegen der Tiere. Das Grammgenaue Wiegen der Tiere hilft Euch bei der Beurteilung des Gesundheitszustands, denn ein massiver Gewichtsverlust ist immer ein Alarmzeichen dafür, dass mit Deinem Hoppler etwas nicht stimmt. Oft zeigen Kaninchen trotz massiver Probleme erst sehr spät, dass sie Schmerzen haben. Je chronischer die Zahnprobleme sind, umso schwieriger wird eine sinnvolle Therapie. Sorgsames Beobachten und regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt können daher größere Leiden verhindern. Außerdem kann im fortgeschrittenen Stadium eine Zahnbehandlung sehr aufwändig werden.

ACHTUNG: Das „Abknipsen“ zu langer Zähne ist NICHT die richtige Behandlungsweise. Es kann zu Rissen im Zahn führen und die Ursache für diverse Folgeprobleme sein.


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Ferien für die Katze in der Tierpension

Für Wohnungskatzen ist heutzutage ein Urlaub in einer Tierpension so spannend, dass sie über all den Abenteuern ihre verreisten Menschen (fast) nicht vermissen.

Katzenpension

Die Urlaubszeit ist nach wie vor das Thema, das Katzenbesitzern die meisten Sorgen macht. Wohin mit den Stubentigern? Als Mitreisende sind sie meist ungnädig, in Hotels nicht immer gern gesehene Gäste und in Ferienwohnungen oft einsam. Wer keine tierlieben Verwandten hat oder in einer Großfamilie lebt, dem bleibt nur der Verzicht auf Reisen – oder das Buchen einer Katzenpension.

Hotel-Suite im Grünen mit Room-Service

Bis vor rund zehn Jahren bedeutete für unsere Stubentiger der Besuch in einer Katzenpension eine Art Quarantäne. In kahlen Räumen gestresst durch benachbarte Boxen mit Artgenossen, konnten Katzen nur auf die Rückkehr ihrer Menschen warten. Heute bieten viele Tierpensionen ihren tierischen Gästen einen echten Wohlfühl- und Abenteuerurlaub. Die samtpfotigen Gäste haben die Wahl zwischen Einzelzimmer oder Gruppenräume inklusive Auslauf-, Spiel- und Klettermöglichkeiten, in einem riesigen Freigehege. Für manche Wohnungskatze ist das bepflanzte Außengehege mit natürlicher Versteck- und Aussichtsplätze, sowie vielen Rückzugshöhlen so aufregend, dass sie ihre Menschen kaum noch vermissen.

Gruppenurlaub wird bevorzugt

Die meisten Katzen wählen, wenn sie dürfen, Gruppenferien zusammen mit Artgenossen und das geht fast immer ohne handfeste Streitigkeiten. Ein kurzes Fauchen, ein paar Minuten Imponiergehabe und man hat sich arrangiert. Wer von den Gästen nicht wetterfest ist, kann sich in die warmen Innenräume zurückziehen und sich dort unter den vielen Kuschelhöhlen einen Stammplatz aussuchen. Die absoluten Einzelgänger dürfen auch in den Ferien unbelästigt von Rivalen auf Herrchen oder Frauchen warten – in beheizbaren Einzelzimmern mit Schlafplätzchen, die ihnen Schutz vor neugierigen Blicken bieten. Streicheleinheiten und Spielstunden sind mehrmals täglich angesagt. Schaue Dir das Zuhause auf Zeit, in dem Deine Katze die Ferien verbringt, unbedingt vorher genau an. Oder spreche mit anderen Katzenhaltern über ihre Erfahrungen dort, damit Du mit gutem Gewissen Deinen Urlaub genießen kannst.

Darauf solltest Du achten

Eine gute Tierpension nimmt nur kastrierte, voll geimpfte und entwurmte Katzen auf – zum Schutz der übrigen Gäste. Prüfe dies im Impfpass Deiner Katze einige Wochen vor der Abgabe und entwurme sie mindestens eine Woche vor dem Termin, denn jede Entwurmung ist auch mit Stress verbunden. Und der belastet die Katze zusätzlich, wenn sie sich auf die veränderten Bedingungen einstellen muss.

Ein Schutzengel zahlt sich immer aus

Tierpensionen sind vor allem in Reisezeiten eine gute Möglichkeit Dein Haustier unterzubringen und gut betreut zu wissen. Es kann aber auch der Fall eintreten, dass Du als Haustierbesitzer unerwartet, durch Krankheit oder Unfall, ins Krankenhaus musst. In diesem Fall ist es wichtig, vorab abgesichert zu sein. Wenn so ein unerwarteter Notfall eintritt, muss eine gute Betreuung für Deinen Vierbeiner sichergestellt werden. Das Haustierschutzengel-Paket der TIERFREUNDE ÖSTERREICH, übernimmt die unmittelbare Versorgung Deines Haustiers im Notfall und organisiert die Unterbringung in einer Tierpension, oder bei einem Tiersitter.

Tierpensionen-Ratgeber

Der Tierpensionen Ratgeber der TIERFREUNDE ÖSTERREICHS

Gute Tierpensionen bieten eine umfangreiche und professionelle Betreuung. Wir haben für Euch die wichtigsten Kriterien und Tipps, sowie eine Liste aller Tierpensionen in einem kostenlosen Tierpensionen-Ratgeber bereitgestellt.


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Woher kommt der süße Hundeblick?

Leicht gesenkter Kopf, hochgezogene Augenbrauen – Hundehalter kennen diesen typischen, unschuldigen Hundeblick und können ihm einfach nicht widerstehen. Wenn Hunde unsicher sind oder etwas von uns möchten, setzen sie genau diese Wunderwaffe ein.

Hundeblick

Der treue “Dackelblick” mit seinen hochgezogenen Augenbrauen ist keineswegs ein subjektiver Eindruck liebender Frauchen und Herrchen. Seiner Wirkung kann sich tatsächlich kaum jemand entziehen, der auch nur ein bisschen was für Hunde übrig hat – das konnte mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen werden. Der Augenkontakt zwischen Mensch und Vierbeiner ist entscheidend für die soziale Interaktion. Was für uns selbstverständlich klingt, macht zum Beispiel der Wolf als nächster lebender Verwandter des Hundes nicht. Forscher aus Großbritannien und den USA haben nun die Herkunft des typischen Hundeblicks untersucht.

Wirkungsvolle Blicke zum kommunizieren

Schon länger ist die besondere emotionale Wirkung treuer Hundeaugen bekannt. So fanden Wissenschaftler beispielsweise heraus, dass Hunde aus dem Tierheim schneller adoptiert werden, je öfter sie ihre Brauen heben. Beinahe alle Tierarten kommunizieren untereinander über Augenkontakt. Hunde nutzen diese Fähigkeit jedoch nicht nur unter Artgenossen, sondern auch, um mit Menschen zu kommunizieren. Damit unterscheiden sich Hunde maßgeblich von anderen Tierarten, auch von ihren nächsten Verwandten den Wölfen.

Ein Muskel ist dafür verantwortlich

Dabei lässt sich der Hundeblick auf eine evolutionäre Entwicklung zurückführen. Eine veröffentlichte Studie zeigt, dass Hunde einen Muskel besitzen, mit dem sie die innere Augenbraue gezielt anheben können. Die Forscher hatten für ihre Studie unter anderem die Gesichtsmuskulatur von vier Wölfen mit der von sechs Hunden verglichen. Sie stellten fest, dass diese weitgehend gleich ist – außer im Bereich der Augen. Der Muskel etwa, der die innere Augenbraue hebt, war bei den Hunden standardmäßig vorhanden, bei den Wölfen fanden sich dort lediglich spärliche Muskelfasern und Bindegewebe.

Gesichtsmuskulatur der Hunde hat sich verändert

Die Forscher nehmen an, dass der Selektionsdruck während der Domestizierung die Gesichtsmuskulatur der Hunde verändert hat: Vermutlich hätten Menschen bewusst oder unbewusst Hunde bevorzugt, welche die Brauen-Bewegung beherrschten und sich um diese mehr gekümmert. Nach und nach habe sich das Merkmal dann manifestiert. Wahrscheinlich ist daher, dass der typische Hundeblick im Laufe der 33.000 Jahre andauernden Domestizierung der Hunde durch gezielte Züchtung entstanden ist.


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Sechs Irrtümer über Hunde

Vom Mythos über die angeborene Beißhemmung bis zum verbotenen Blick in Hundeaugen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben einige alte Theorien über die Hundehaltung unter die Lupe genommen.

Irrtümer

Unter Hundehaltern und in Hundeschulen kursieren viele Mythen über das Verhalten und die richtige Erziehung von Hunden. Aber vieles, dass früher als richtig galt, ist heute längst überholt. Mittlerweile beruht das Wissen über unsere geliebten Vierbeiner nicht mehr auf Überlieferungen von selbst ernannten Hundekennern, sondern auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Aussagen wie “Der Hund darf niemals aufs Sofa” oder “Erst wenn der Mensch gegessen hat, darf der Hund fressen” wurden dabei unter anderem neu beleuchtet.

  1. Sind Hunde wirklich gezähmte Wölfe?

Nein, Hunde stammen zwar von Wölfen ab, sie sind jedoch keine gezähmten Wölfe. Obwohl Hunde mehr als 99 % das gleiche Erbgut wie Wölfe vorweisen, haben sie sich in der langen Zeit der Domestizierung nicht nur in ihrem Aussehen verändert, sondern auch in ihrem Verhalten. Forschungsergebnisse über das Verhalten von Wölfen kann man daher nicht eins zu eins auf unsere Haushunde übertragen. Trotzdem bringt das Wissen über wild lebende Wölfe mehr Verständnis für das Verhalten unserer Hunde.

2.Genießen Welpen immer Welpenschutz?

Nur weil ein Hund noch ein Welpe ist, genießt er nicht Narrenfreiheit. Das machen ihm ältere Hunde auch klar. Der Begriff “Welpenschutz” gilt nur für das eigene Wolfs- oder Hunderudel. Hier gehen die älteren Tiere im Allgemeinen eher tolerant mit jungen Familienmitgliedern um. Aber wenn sich die Kleinen zu viel erlauben, werden sie dennoch gemaßregelt. Es wäre ein Trugschluss, dieses Verhalten zu verallgemeinern und von fremden Hunden zu erwarten, dass sie einen Welpen immer gewähren lassen. Daher sollte man als Welpen-Besitzer immer auf das Verhalten anderer Hunde achten und sich im Zweifelsfall schützend vor sein Haustier stellen.

  1. Ist die Beißhemmung bei Hunden angeboren?

Nein, junge Hunde müssen diese erst erlernen, und zwar durch Erfahrung. Wenn der Spielpartner nach einem Biss quietscht oder vielleicht sogar zu spielen aufhört, lernen Welpen, dass sie ihre Beißerchen dosierter einsetzen sollten. Auch wir Menschen müssen unseren Haustieren klar zu verstehen geben, wenn sie beim Spielen zu fest zubeißen, und zwar mit einem beherzten “Au” und dem Abbruch des Spiels.

  1. Sollen Hunde tatsächlich nicht erhöht liegen?

Hinter der Behauptung, dass Hunde nicht erhöht liegen sollen, steht die Annahme, dass Hunde im “Menschenrudel” nach Status streben und dies durch das Aufsuchen erhöhter Liegeplätze ausdrücken würden. Aber, wie Forscher festgestellt haben, sehen Hunde in einem erhöhten Liegeplatz kein Statussymbol. Liegen sie gern auf der Couch, dann meist deshalb, weil sie dort eine bessere Aussicht haben, sie es bequemer haben, oder weil sie gern nah bei ihren Menschen liegen.

  1. Muss der Mensch immer essen, bevor der Hund sein Futter bekommt?

Das muss nicht sein. Diesem Mythos liegt die Annahme zugrunde, Leitwölfe würden ihre Beute grundsätzlich zuerst fressen und dann erst der Rest des Rudels. Dies trifft zwar bei Wildkatzen zu, nicht aber bei Wölfen. Alte Wölfe lassen Studien zufolge oft Welpen den Vortritt beim Fressen – selbst in Notzeiten.

  1. Darf man Hunden auf keinen Fall direkt in die Augen blicken?

Gut sozialisierte Hunde wissen, dass Menschen ihnen nicht in die Augen sehen, um Aggression auszudrücken. In den meisten Fällen empfinden sie unsere Aufmerksamkeit sogar als Belohnung. Blickkontakt auf Zuruf wird in modernen Hundeschulen sogar trainiert, um das Tier in schwierigen Situationen (z. B. bei Leinenaggression) besser unter Kontrolle halten zu können. Bei verunsicherten und fremden Hunden ist es jedoch tatsächlich ratsam, diesen nicht direkt in die Augen zu sehen, sondern den Blick abzuwenden. Damit vermittelt man den Tieren, dass man nichts Böses will.


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