Falsches Futter führt zu Zahnweh

Viele Erkrankungen unserer Kaninchen entstehen oft durch falsche Fütterung. Erkrankungen des Gebisses und deren Folgen sind neben Verdauungsstörungen die häufigsten Beschwerden beim Kaninchen.

Zahnprobleme-Kunden

Kaninchen besitzen ein wurzelloses, lebenslang wachsendes Gebiss mit einer Wachstumsrate von einem Zentimeter monatlich. Wenn diese Zähne durch falsche Ernährung nicht genug abgerieben werden, entstehen durch das übermäßige Längenwachstum massive Probleme.

Richtige Ernährung – um Spätfolgen zu verhindern

Trockenfutter aus dem Handel erweist sich für viele Kaninchenbesitzer als einfache Methode, die mit wenig Arbeit verbunden ist. Leider ist ein Großteil der kommerziell erhältlichen Futtermittel nicht geeignet, Kaninchen artgerecht zu ernähren. Deshalb solltest Du darauf weitgehend verzichten, denn Getreide, Joghurtdrops oder Pellets sind gesundheitsschädigend und können auf Dauer das Leben Deines Nagers gefährden. Kaninchen, die Fertigfutter bekommen, werden durch die darin enthaltenen Getreidekörner so stark gesättigt, dass die Zeit, die sie zur täglichen Nahrungsaufnahme benötigen, deutlich abnimmt. Die ständig wachsenden Zähne werden nicht ausreichend abgenutzt. Sie verlieren über die Jahre ihre normale Stellung und fangen an, aneinander vorbeizuwachsen. Es entstehen fürchterliche Wunden im Mund, es folgen Kieferabszesse. Diese werden oft sehr spät entdeckt, da die Einsehbarkeit in die komplette Maulhöhle ohne Narkose nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Was fressen Kaninchen in freier Natur?

Kaninchen sind „Herbivoren“, das heißt, sie ernähren sich in der Natur von Gräsern, Kräutern, Blättern und Gemüsepflanzen. Getreidekörner wie Hafer, Gerste, Roggen und Weizen gehören nicht auf ihren natürlichen Speiseplan. Doch in fast allen Fertigprodukten zur Kaninchenernährung finden sich Getreideprodukte. Leider hat der Handel ein großes kommerzielles Interesse diese Fertigfutter anzupreisen, da gerade mit diesen Produkten enormer Profit erzielt wird.

Erste Anzeichen von Zahnproblemen

  • Appetitlosigkeit
  • verändertes Fressverhalten
  • Knochenaufreibungen am Unterkiefer
  • Kieferabszesse
  • vermehrter Speichelfluss
  • Gewichtsverlust
  • tränende eitrige Augen
  • häufige Verdauungsprobleme
  • zu lange oder schief abgeschliffene Schneidezähne.

Bemerkt man einige dieser Symptome, sollte man sofort das Tier gründlich untersuchen lassen. Eine genaue Diagnose kann oft nur unter Zuhilfenahme von Röntgenaufnahmen erfolgen. Hierbei wird der Schädel des Patienten in verschiedenen Ebenen geröntgt. Das digitale Röntgen hilft auch hier, schnell zu einer aussagefähigen Information zu gelangen.

Beobachtung der Tiere

Eine weitere und sehr gute Möglichkeit der Gesundheitskontrolle, ist das wöchentliche Wiegen der Tiere. Das Grammgenaue Wiegen der Tiere hilft Euch bei der Beurteilung des Gesundheitszustands, denn ein massiver Gewichtsverlust ist immer ein Alarmzeichen dafür, dass mit Deinem Hoppler etwas nicht stimmt. Oft zeigen Kaninchen trotz massiver Probleme erst sehr spät, dass sie Schmerzen haben. Je chronischer die Zahnprobleme sind, umso schwieriger wird eine sinnvolle Therapie. Sorgsames Beobachten und regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt können daher größere Leiden verhindern. Außerdem kann im fortgeschrittenen Stadium eine Zahnbehandlung sehr aufwändig werden.

ACHTUNG: Das „Abknipsen“ zu langer Zähne ist NICHT die richtige Behandlungsweise. Es kann zu Rissen im Zahn führen und die Ursache für diverse Folgeprobleme sein.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Massage für Hunde – tierisch wohlfühlen

Eine Massage reduziert wissenschaftlichen Studien zufolge das Stresslevel beim Hund. Zusätzlich wird die Blutzirkulation angeregt und Muskelschmerzen können gemindert werden. Außerdem stärkt das Massieren die Bindung zwischen Dir und Deinem Vierbeiner.

Hundemassage

Massagen sind eine großartige Möglichkeit, eine innige Bindung zu Deinem Hund herzustellen und potentielle gesundheitliche Probleme wie Tumore oder wunde Stellen schnell zu erkennen. Einen Hund zu massieren ist anders, als einen Menschen zu massieren. Denn anstatt einer tiefen Gewebemassage zur Lockerung von Muskeln, sind sanfte Bewegungen das Ziel, die Deinem Tier helfen, sich zu entspannen und wohl zu fühlen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben Euch hier einige Tipps für eine wohltuende Massage zusammengestellt.

Massagetipps für den Hund

Die Massage sollte in einer ablenkungsarmen Umgebung und einer bequemen Position für Deinen Hund stattfinden. Wähle für die Massage einen Zeitpunkt, an dem Du Dich voll und ganz darauf einlassen kannst und nicht mit den Gedanken woanders bist. Denn gezielte Berührungen verlangen Deine volle Aufmerksamkeit. Die Unterlage für Deinen Hund sollte weder zu weich noch zu hart sein, entweder auf einer Decke oder einer rutschfesten Matte. Streichle Deinen Liebling sanft und fließend in leicht kreisenden Bewegungen. Bei den ersten paar “Sitzungen” gilt es, herauszufinden, was Dein Hund gerne mag und was nicht. Die Empfindlichkeit ist je nach Körperteil unterschiedlich, auch die Geschwindigkeit kann variiert werden. Es gilt: einfach ausprobieren! Zeigt Dein Hund Anzeichen von Unbehagen oder versucht, sich der Massage zu entziehen, solltest Du ihn keinesfalls dazu zwingen. Möglicherweise ist er einfach nicht in der Stimmung oder zu aufgedreht – ein zweiter Versuch kann sich lohnen. Es gibt aber auch Vierbeiner, die eine Massage schlichtweg unangenehm finden.

Vorteile einer Massage beim Hund

Man kennt es von sich selbst: Verspannungen insbesondere im Nacken oder Rücken beeinträchtigen das eigene Wohlbefinden und erschweren uns den täglichen Alltag. Doch nicht nur wir Menschen haben mit unserer verspannten Muskulatur und Problemen im Bewegungsapparat zu kämpfen, unsere Hunde leiden genauso unter Verspannungen wie wir. Durch die Massage kann eine verspannte und verhärtete Muskulatur wieder gelöst und Schmerzen gelindert werden. Außerdem regt sie die Durchblutung an, man kann den Tonus gezielt verändern, Schlackenstoffe und Flüssigkeiten werden ausgeschwemmt und der Lymphfluss wird beschleunigt. Sie hat also auch eine Wirkung auf den Stoffwechsel und den Kreislauf des Hundes. Durch gezielte Bewegungsübungen wird das Bewusstsein für den eigenen Körper gestärkt und die Beweglichkeit, sowie das allgemeine Wohlbefinden gesteigert. Im „Eigenbedarf“ kann sie die Bindung stärken und bei Verhaltensproblemen unterstützend tätig sein. Bei nervösen Hunden dient eine Massage zur Entspannung und zum Stressabbau.

Wann darf eine Massage nicht angewandt werden?

Massagen sollten nicht bei Entzündungen, frischen Verletzungen, Tumoren, Hautveränderungen, Herzkrankheiten und Fieber durchgeführt werden. Wenn man nicht weiß, ob die Massage für den eigenen Hund geeignet ist, sollte mit dem Tierarzt Rücksprache gehalten werden.


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Hundehaltung-diese Regeln sind zu beachten

Sich einen Hund anzuschaffen, ist eine weitreichende Entscheidung. Nicht nur die tägliche sowie tierärztliche Versorgung muss gewährleistet sein, auch eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen für das Zusammenleben von Hund und Halter sind relevant.

Hundegesetz

Welche Rechte und vor allem welche Pflichten haben Hundebesitzer in Österreich? Diese Frage sollte jedes Herrchen und jedes Frauchen beantworten können. Denn ausnahmslos jeder, der sich einen bellenden Vierbeiner nimmt, muss hierzulande einen Sachkundekurs besuchen. Dort wird erklärt, wie sich Hundebesitzer laut Gesetz ihren Haustieren gegenüber, aber auch in ihrer Umwelt verhalten sollten. Die Realität zeigt, dass manche den Kursinhalt rasch wieder vergessen. Rücksichtsloses Verhalten bringt aber alle Hundebesitzer in Verruf. Zudem drohen bei Verwaltungsübertretungen, die angezeigt werden, Geldstrafen von bis zu 7000 Euro.

An folgende Verhaltensregeln sollte man sich halten

Meldepflicht: Vom neuen Mitbewohner sollte auch der “Rest der Welt” erfahren. Deshalb muss er, sobald er zwölf Wochen alt ist, bei der Hauptwohnsitzgemeinde angemeldet und mit einer Hundemarke versehen werden.

Sicherheit: Jeder Hundehalter ist dazu verpflichtet, sein Tier so zu halten, dass es weder Menschen noch andere Tiere gefährdet oder unzumutbar belästigt.

Leinenpflicht: An öffentlichen Orten im Gemeindegebiet müssen Hunde an der Leine geführt werden oder einen Maulkorb tragen. Dies gilt ebenso in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie für gekennzeichnete Spielplätze und im Bereich größerer Menschenansammlungen (z. B. Einkaufszentren, Gasthäuser, Badeanlagen, Vergnügungsparks).

Freilauf: Auf fremden Grundstücken dürfen Hunde nicht unbeaufsichtigt herumlaufen.

Sackerl fürs Gackerl: Die Exkremente des Hundes müssen an öffentlichen Orten sofort entfernt werden.

Artgerechte Haltung: Hunde müssen genügend Bewegungsfreiheit haben, sie dürfen nicht dauerhaft angebunden werden. Zudem müssen sie die Möglichkeit zu sozialen Kontakten haben. Das Futter soll in Art, Qualität und Menge dem Alter und dem Bedarf des Hundes entsprechen.

Kupierverbot: Seit 2005 ist das Kupieren (Einkürzen) von Schwanz und Ohren bei Hunden tierschutzrechtlich verboten, denn diese Körperteile dienen zur Kommunikation. Auch das Ausstellen von Hunden, die nach dem 1. Jänner 2008 geboren und kupiert wurden, ist in Österreich nicht mehr zulässig. Seit 2012 sind zudem Import, Erwerb, Vermittlung und Weitergabe von kupierten Hunden, die ab 2008 geboren wurden, verboten. Ausnahme: Eine Tierschutzorganisation vermittelt einen geretteten Hund aus dem Ausland. Wer das Kupierverbot missachtet, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 7500 Euro wegen Tierquälerei.

Rechtsauskunft der TIERFREUNDE ÖSTERREICH

Immer öfter sehen sich Tierhalter mit Rechtstreitigkeiten konfrontiert. Deshalb erhalten Sie bei juristischen Problemen rund ums Tier kostenlos Rechtsauskunft von unserem Anwalt.
www.tierfreunde.org/leistungen/rechtsauskunft/


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“Dooog”- spezielles Getränk für Hunde

 „Dooog“, so der klingende Name des Produkts, ist eine Rinderbrühe aus Rindfleisch, Gemüse und Kräutern, die Hunde auf natürliche Weise zum Trinken animieren soll, um die oft mangelhafte Flüssigkeitszufuhr der Vierbeiner zu erhöhen.

Hundegetränk

Bei unseren Vierbeinern legen wir häufig den Fokus auf das Futter und vergessen darüber hinaus die Wichtigkeit, dass Hunde genügend Flüssigkeit zu sich nehmen sollen. Denn Getränke für Hunde sind genauso wichtig, wie für einen Menschen. Hunde brauchen bei Hitze, im Alter, aufgrund von Bewegung oder Trockenfütterung mehr Flüssigkeit. Zahlreiche Stoffkreisläufe im Körper basieren auf dem Transport von Flüssigkeiten, die nur durch eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung im Körper gewährleistet sind.

Zum Trinken animieren

Das österreichische Unternehmen Hirschalm GmbH hat jetzt ein völlig neuartiges Hundegetränk entwickelt. Unter Einbindung von Tierärzten und einer universitären Einrichtung ist letztlich „dooog“ entstanden. Es wurden etwa 150 Hunde getestet, 83 Prozent der Vierbeiner seien dank des Geruchs und Geschmacks von „dooog“ deutlich „trinklustiger“ geworden. Dabei handelt es sich um ein Konzentrat im Becher, das überall hin mitgenommen werden kann. Es besteht aus Rindfleisch, Gemüse und Mineralstoffen, wird mit Wasser angerührt und bringt Hunde aufgrund des besonderen Geschmacks dazu, mehr zu trinken. Mit dem Genuss von „dooog“ würden sie eindeutig mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch für Katzen sei die Bouillon geeignet.

Wie viel trinkt ein gesunder Hund?

Wie hoch der Flüssigkeitsbedarf beim Hund ist, hängt im Wesentlichen davon ab, ob er Feucht- oder Trockenfutter frisst. Als Faustregel gilt, dass Hunde mit einem normalen Aktivitätslevel etwa 100 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen sollten. Der durchschnittliche Flüssigkeitsbedarf eines Hundes mit ca. 10 Kilogramm Gewicht liegt also bei einem Liter. Einen Großteil dieses Flüssigkeitsbedarfs (rund 80 %) decken die meisten Hunde über Nassfutter ab. Nassfutter enthält bereits viel Wasser und ist daher optimal geeignet, um die Trinkmenge des Hundes pro Tag zu erreichen. Wenn der vierbeinige Liebling hingegen Trockenfutter zu fressen bekommt, muss er den Großteil der 100 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht über das Trinkverhalten aufnehmen. Das Trockenfutter macht in der Tat mit nur ca. 10 % Wassergehalt seinem Namen alle Ehre.

Mehr Wasserbedarf bei Hitze und erhöhter Aktivität

Je mehr Du mit Deinem Vierbeiner herumtobst, desto mehr sollte er auch trinken. Da sind Vierbeiner nicht anders als wir Menschen: wer sich viel bewegt und anstrengt, benötigt auch mehr Flüssigkeit. Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Faktor „Wetter“. Ab einer Außentemperatur von 20°C erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf von Hunden. Gerade jetzt bei diesen heißen Tagen solltest Du deshalb darauf achten, Deinem Hund regelmäßig Wasser anzubieten. Ein mit frischem Wasser gefüllter Napf sollte Deinem Hund jederzeit zur Verfügung stehen.


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So kommt Dein Haustier gut durch die Sommerhitze

Hechelnde Hunde, träge Katzen, Wellensittiche mit aufgerissenem Schnabel: Auch Haustiere leiden unter der aktuellen Hitzewelle. Temperaturen jenseits der 30 Grad macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, auch für unsere Tiere kann die Hitze zur Qual werden.

Sommerhitze-Tipps

Der Sommer präsentiert sich gerade von seiner besten Seite und das warme Wetter wird uns wahrscheinlich noch länger erhalten bleiben. Während wir uns mit Klimaanlage, Schwimmbad und eiskalten Getränken abkühlen, haben unsere Haustiere oft das Nachsehen. Auch sie können einen Hitzeschlag erleiden. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH geben euch Tipps, was Ihr für Eure Haustiere während dieser Hitzewelle tun könnt.

Oberstes Gebot: Nicht im Auto lassen!!!

Schnell noch was besorgen und den Hund solange im Auto lassen? Das ist derzeit keine gute Idee. Egal, ob Hunde, Katzen oder andere Tiere: Alle sollten derzeit so wenig wie möglich im Auto transportiert werden. Gerade wenn das Auto mit geschlossenen Fenstern in der Sonne steht, kann es schnell zur Todesfalle werden. Denn Hunde können sich nicht wie Menschen durch Schwitzen abkühlen. Sie hecheln, um nicht zu überhitzen. Das geht aber nur begrenzt. Steigen die Temperaturen auf 30 Grad – egal ob im Auto, draußen oder in der Wohnung, wird es problematisch. Obwohl Hunde hecheln, steigt ihre Körpertemperatur, und das kann schon nach wenigen Minuten gefährlich werden. Im schlimmsten Fall setzt die Atmung aus und der Hund stirbt.

Tiere genau beobachten

Legt sich Dein Hund auf die Seite und hechelt dabei sehr schnell, ist das ein Anzeichen dafür, dass er überhitzt. Auch wenn sich die Schleimhäute, beispielsweise an den Augen, lila verfärben, ist es ein Anzeichen dafür, dass ihm zu heiß ist. In solchen Fällen muss er umgehend gekühlt werden, beispielsweise, indem Du ihn bis auf die Haut mit Wasser benetzt oder Wadenwickel anlegst. Hunde sollten jedoch nicht komplett in nasse Tücher eingewickelt werden.
Katzen kommen mit der Hitze in der Regel besser klar als Hunde. Sie suchen sich meist alleine ein schattiges Plätzchen. Allerdings solltet ihr auf ältere und jüngere Katzen aufpassen, weil diese manchmal in der Sonne liegenbleiben, obwohl sie längst überhitzen. Auch Wohnungskatzen brauchen kühle und schattige Räume, notfalls den Keller.

Ausreichend Trinkwasser

Bei hohen Temperaturen brauchen alle Tiere ausreichend frisches Trinkwasser, egal ob Hund, Katze, Meerschweinchen oder Kaninchen. Bei Hunden kann auch ein Bad im See für Abkühlung sorgen. Allerdings solltet Ihr auf die Gewässerqualität achten. Im Moment sind zahlreiche Badeseen gesperrt, weil sich durch die Hitze Blaualgen und Krankheitserreger explosionsartig vermehren. Wenn Menschen dort nicht baden sollten, gilt das auch für Hunde. Eine Alternative zum See kann beispielsweise eine Abkühlung im Planschbecken sein.

Notfalls zum Schergerät greifen

Ein dickes Fell sorgt zusätzlich dafür, dass sich Wärme staut. Es kann eine große Erleichterung sein, Deinen Hund zu scheren. Das gilt insbesondere für alte und geschwächte Hunde. Katzen sollte man dagegen besser nicht scheren. Ein normal ausgebildetes Fell schützt sie nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Hitze. Die Ausnahme sind Langhaarkatzen, Sie fühlen sich meist wohler, wenn sie im Sommer ein kürzeres Fell haben.

Auch Kleintiere leiden unter der Hitze

Auch Vögeln macht die Hitze zu schaffen. Sie öffnen beispielsweise ihren Schnabel, um sich abzukühlen. Zudem leiten sie die Wärme über Körperstellen ab, an denen sie keine Federn haben. So stellen sie in der Natur etwa ihre Beine ins Wasser und können so ihre Körpertemperatur herunterkühlen. In einem flachen Schälchen kannst Du Deinem gefiederten Freund ausreichend frisches Wasser dafür anbieten. Außerdem mögen es viele Vögel, wenn man sie mit lauwarmen Wasser besprüht oder feuchte Äste in den Käfig legt.
Noch empfindlicher als Vögel reagieren Kaninchen und Meerschweinchen auf die Hitze. Sie brauchen auf jeden Fall Schatten, so könnt Ihr zum Beispiel Sonnenschirme aufstellen, um sie vor der Hitze zu schützen. Oder Ihr bringt sie tagsüber rein, weil es dort deutlich kühler ist. Zugluft solltet Ihr allerdings unbedingt vermeiden, da sich die Tiere schnell erkälten können.

Mit diesen Tipps bleibt die Gesundheit Eures Vierbeiners auch im Hochsommer erhalten.


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Diese Tankstelle wäscht auch Hunde

Bei der Tankstelle an der Innsbrucker Bundesstraße in Salzburg könnt Ihr seit kurzem nicht nur Euer Auto waschen, sondern auch Euren Hund auf Vordermann bringen.

Hundewaqschanlage

Den Hund zu Hause zu baden ist oft gar nicht so einfach. Wer seinen Vierbeiner im eigenen Badezimmer wäscht, muss oft mit einer Menge Schmutz und Wasser außerhalb der Wanne rechnen. Und wer das Prozedere im eigenen Garten erledigen kann, weiß, dass es ganz schön schwierig ist, den Hund bis zum Ende bei der Stange zu halten. Meist laufen die nassen Hunde weg und hüpfen in die nächste Pfütze – was ganz schön ärgerlich ist. Dieser Stress soll nun ein Ende haben:

Erste Hundewaschanlage in Österreich

Eine Tankstelle in Salzburg hat die erste Hundewaschanlage in Österreich eröffnet. Dort kann man nicht nur sein Auto waschen lassen, sondern in einer gesonderten Waschvorrichtung namens “Dogwash” seinen Hund baden und anschließend trocken föhnen. Hierfür stehen den vierbeinigen Kunden sogar unterschiedliche Waschprogramme, oder Anit-Zecken-Spülung, Bio-Shampoos und Conditioner zur Verfügung.  Wer es eilig hat oder einen ungeduldigen Hund besitzt, kann sogar das Kurzprogramm wählen. Das dauert nur eine Minute und kostet weniger als einen Euro. Der Jeton für eine Minute kostet 80 Cent. Ganz nach amerikanischem Vorbild hat die Anlage auch eine unterhaltende Komponente: Für die akustischen Signale kannst Du Dir verschiedene Sprecher aussuchen. Zur Wahl stehen unter anderem Donald Trump und Arnold Schwarzenegger.

Waschanlage in der Testphase

Die Hundewaschanlage befindet sich noch in der sechs monatigen Testphase. Beim ersten Waschgang bekommt Ihr natürlich Unterstützung bei der Wäsche Eures Hundes. Für alle, die im Grünen mit ihrem Hund spazieren waren, ist es sicher eine gute Gelegenheit, den Hund auf dem Heimweg außerhalb der Wohnung wieder sauber zu bekommen. Die Waschautomaten für die Hunde wurden von der Firma iClean international gefertigt. Jede Hunderasse kann damit gereinigt werden, alles bis 100 Kilogramm darf rein. Auch kleine Ponys wurden schon gewaschen.

Die Idee dahinter

Die Idee, das Tankstellenangebot durch eine Hundewaschanlage zu erweitern, kam von Tankstellenpächterin Jane Petrovic. “Wir sind immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, wie wir unseren Kunden noch mehr Service bieten können. ” Sie sei selbst erstaunt gewesen, als sie die Anlage bei einer Car-Wash-Messe in Stuttgart gesehen habe. „Ich dachte zuerst, das sei ein Werbegag.“ Ein niederländischer Hersteller habe das System entwickelt. Die Firma stellt seit 90 Jahren Autowaschanlagen her, seit zehn Jahren bietet sie zusätzlich die Hundewaschanlagen an. In den USA sind solche Anlagen schon länger im Einsatz.


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Tausende Tiere verschwinden spurlos!

Jährlich verschwinden tausende Tiere spurlos und nur wenige haben Glück und werden im Tierheim abgegeben. Aber nur ein gechipptes und korrekt registriertes Tier kann eindeutig identifiziert und in sein liebevolles Zuhause zurückgebracht werden.

Registrier-dein-Tier

Registrierung von Hunden

Seit Juni 2008 ist es in Österreich laut Tierschutzgesetz Pflicht, seinen Hund mit einem Chip zu kennzeichnen und registrieren zu lassen. Alle Hunde, die auf österreichischem Staatsgebiet leben, müssen mittels Mikrochip und Eintrag in der Heimtierdatenbank gemeldet sein.

Registrierung von Katzen

Aktuell müssen in Österreich nur Katzen, die zur Zucht verwendet werden, mittels eines zifferncodierten, elektronisch ablesbaren Microchips von einem Tierarzt gekennzeichnet werden. Allerdings muss Eure Katze gechippt und registriert sein, wenn Ihr sie ins europäische Ausland mitnehmt. Aber auch falls Eure Katze weggelaufen ist oder irrtümlich als Streuner eingefangen wurde, kann sie mit der Registrierung in einer der Heimtierdatenbanken, zugeordnet werden.

Warum ist die Registrierung so wichtig?

  • Einerseits bei entlaufenen Hunden und Katzen, die vor allem irrtümlich eingefangenen wurden, ist so der Besitzer schnell auffindbar.
  • Damit soll das Aussetzen von Hunden und Katzen verhindert oder zu mindestens deutlich erschwert werden.
  • Alle Hunde und Katzen im internationalen Reiseverkehr sollen zum Schutz vor der Einschleppung von Tollwut geimpft werden.

Vorgehensweise bei der Registrierung

Die Einpflanzung eines Transponder-Chips ist ein relativ einfacher Eingriff und Routine für jeden Tierarzt. Auf dem Chip verbirgt sich ein 15-stelliger Code, der weltweit einmalig ist und die Aufgabe eines Fingerabdrucks erfüllt. Mit diesem Code und den erforderlichen Daten, müsst Ihr anschließend die Registrierung in einer Datenbank vornehmen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben Euch einige Meldestellen aufgelistet, wo Ihr Euer Haustier registrieren lassen könnt.

  • Heimtierdatenbank.ehealth.gv.at (nur mit aktivierter Bürgerkarte möglich)
  • Animaldata.com (internationale Heimtierdatenbank, Kosten € 18,-),
  • Petcard.at (Kosten € 18,-),
  • Petmaxx.com (internationale Heimtierdatenbank),
  • Europetnet.com (internationale Heimtierdatenbank)

ACHTUNG WICHTIG:

  • Erst in der Kombination mit der Registrierung kann Euer Haustier identifiziert und zugeordnet werden.
  • Bei erfolgreicher Registrierung bekommt ihr innerhalb weniger Tage eine Bestätigung Eurer Registrierung, sowie eine Art Scheckkarte oder Ausweis von der entsprechenden Organisation zugesandt.
  • Wird die Registrierung von einem Tierarzt, Tierheim oder Züchter für einen Tierbesitzer online vorgenommen, kostet das in der Regel etwas.

Chips- keine 100%ige Sicherheit

Leider können auch Chips defekt werden oder unter die Haut des Tieres „wandern“, so dass selbst gechippte Tiere nicht zugeordnet werden können. Tierhalter, die auf Nummer sicher gehen wollen, können deswegen folgende zwei Alternativen zur zusätzlichen Sicherheit für Ihr Tier wählen:

Haustier-Notruf

Am schnellsten zurück kommen Tiere, mit dem Haustier-Notruf, weil kein Chiplesegerät benötigt wird. In einer kleinen Hülse am Halsband befinden sich alle nötigen Daten des Tierhalters sowie die Notrufnummer der Tierfreunde Österreich. So können entlaufene Tiere schnell und einfach wieder nach Hause gebracht werden. http://www.tierfreunde.org/leistungen/haustier-notruf

Tractive GPS Ortung

Der Tractive GPS Tracker ermöglicht, dass Eure Haustiere jederzeit und überall zu orten sind. Der genaue Standort Eures Tieres kann direkt über die kostenlose Smartphone-App oder über einen Webbrowser abgerufen werden. Du wirst sofort benachrichtigt, wenn Dein Haustier einen definierten, sicheren Bereich verlässt. https://tractive.com/eu_de

Genauere Infos erhält Ihr auf unserer Seite https://www.tierfreunde.org/initiativen/registrier-dein-tier/
Für unsere Tierfreunde-Mitglieder gibt es 15% Rabatt auf dieses Gerät. Also schnell anmelden und Mitglied werden auf https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft/

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Achtung Rattenbekämpfung-Gefahr für Deine Haustiere

Der Gemeinderat der Marktgemeinde Atzenbrugg hat im gesamten Gemeindegebiet eine Rattenbekämfungsaktion verordnet. Bitte gebt auf Eure Haustiere acht, denn die toten Ratten die mit Gift unschädlich gemacht wurden, sind eine Gefahr für Eure tierischen Gefährten.

Epilepsie

Bei einer Rattenbekämpfung ist die Gefahr groß, dass Eure Haustiere eine Ratte fressen, die zuvor mit Rattengift verseucht wurde. Dadurch kann es zu einer indirekten Vergiftung kommen. Die Symptome sind hierbei meist schwächer ausgeprägt als bei einer direkten Vergiftung, aber trotzdem sind sie gefährlich. Im Zweifelsfall solltet Ihr immer einen Tierarzt aufsuchen und am besten die tote Ratte mitnehmen. So kann er nachprüfen, ob sie Rattengift in ihrem Organismus hatte und eine Gefahr für Deinen Hund besteht.

Was ist Rattengift?

Die häufigste Rattenbekämpfung erfolgt mit Rattengift. Das sind Stoffe, die speziell zur Bekämpfung von Nagetieren wie Wanderratten entwickelt wurden. Hierzu entwickelte man einen für Ratten attraktiven Köder, der von den Tieren bevorzugt gefressen wird. Meist wird ein solcher Köder auf der Basis von Getreide hergestellt.

Wie wirkt Rattengift?

Der in Rattengift enthaltene Wirkstoff verhindert vor allem, dass das Blut bei einer Verletzung gerinnt und die Blutung dadurch gestoppt wird. Außerdem bewirkt der Wirkstoff, dass Blutgefäße durchlässig werden. Eine Ratte, die vorher an einem giftigen Rattenköder gefressen hat, verblutet daher innerlich. Schließlich tritt Blut aus der Nase, aus dem Maul und aus dem After aus. Letztendlich sterben die Ratten an Herz- bzw. Kreislaufversagen.

Was tun, wenn Hund oder Katze Rattengift verschluckt haben?

Hat Dein Hund oder Deine Katze Rattengift gefressen, solltest Du so schnell wie möglich Deinen Tierarzt aufsuchen. Auf Köderstationen mit Giftködern sind Warnhinweise angebracht, welchen Wirkstoff der Köder enthält und Angaben zum Gegenmittel. Diese Informationen sind für den behandelnden Tierarzt wichtig. Die Behandlung in den meisten Fällen besteht darin, dem Tier hochdosiertes Vitamin K als Gegengift zu verabreichen. Vitamin K ist in der Lage die Wirkung des Rattengifts im Körper des Hundes oder der Katze aufzuheben. Allerdings dauert es mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen bis die schädliche Wirkung des Rattengifts auf den Organismus vollkommen aufgehoben ist.

Ist Rattengift auch für den Menschen gefährlich?

Rattengift wirkt in gleicher Weise auch auf alle anderen Säugetierarten und ist daher auch für den Menschen gefährlich. Die in Rattengift enthaltenen Wirkstoffe sorgen auch im menschlichen Körper dafür, dass Adern durchlässig werden und die Blutgerinnung verhindert wird. Die Wirkung von Rattengift ist jedoch entscheidend, welche Menge von dem Gift aufgenommen wurde. Besonders gefährlich ist es, wenn Kleinkinder Rattengift in den Mund genommen haben. In solch einem Fall sollte man mit dem Kind so schnell wie möglich ein Krankenhaus aufsuchen oder den Notarzt rufen.

Der tierische WhatsApp-Dienst

Leider gibt es Hundehasser die wissentlich und mit voller Absicht, Tiere mit Rattengift schaden wollen und Wurststücke mit versetztem Rattengift auslegen. Hunde, die auf ihrer üblichen Gassirunde, ihrer Freilaufwiese oder im eigenen Garten unterwegs sind, können die lauernde Gefahr nicht erkennen. Wenn der Giftköder gefressen wird, kann das lebensbedrohliche Folgen für den Hund haben. Deshalb haben die TIERFREUNDE ÖSTERREICH den kostenlosen WhatsApp-Dienst ins leben gerufen. Hier bekommst Du per WhatsApp immer die aktuellsten Giftköderwarnungen direkt auf Dein Handy. Wenn eine Warnung für das eigene Gebiet vorliegt, solltest Du dieses möglichst meiden.

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Die Suche nach tierischen Unterkünften

Für Hundehalter die sich auch im Urlaub nicht von ihrem Liebling trennen möchten, gibt es ein eigenes Internetportal, das über hundefreundliche Unterkünfte informiert.

Ferienhaus

Darf der Hund mit ins Restaurant, wie viele Hunde darf ich ins Hotel mitbringen, und gibt es für den tierischen Vierbeiner auch eine Bademöglichkeit? Das sind die wichtigsten Kriterien von Hundebesitzern bei der Auswahl einer passenden Ferienunterkunft – zumindest, wenn es nach den ausgewerteten Suchanfragen von www.hundehotel.info geht.

Was ist hundehotel.info?

Das Portal, das Hundebesitzer über die Hundefreundlichkeit von Unterkünften informiert, ist seit einem Jahr online. Gegründet wurde Unternehmens in Friedburg im Bezirk Braunau von Erwin Oberascher. Der Unternehmer hat bereits das größte deutschsprachige Campingportal erfolgreich aufgebaut. Nun dachte sich der Innviertler, was mit Campern funktioniert kann auch mit einer anderen Zielgruppe, wie Hundebesitzer klappen. Schließlich wird ein Drittel der österreichischen Vierbeiner mit in den Urlaub genommen. Kernbereich des Portals ist neben der geographischen Suche die Kriterien-Suche, die speziell auf Hundebesitzer abgestimmt ist. Ob zu Hundeleistungen, Versorgung, Zimmerausstattung, Freizeitangebot, Umgebung: Der Gast kann aus 87 Suchkriterien wählen.

Auch das Ausland ist vertreten

Gelistet werden ausschließlich hundefreundliche Hotels und Pensionen. Aktuell sind es derzeit 263 die sich auf Österreich verteilen (145) Deutschland (60), Italien (30), Schweiz (26), Ungarn (1) und Kroatien (1). Während hierzulande in der Steiermark, Tirol und Salzburg die meisten Unterkünfte zu finden sind, ist Oberösterreich ein leerer Fleck, da sich hier noch niemand darauf spezialisiert hat. Generell zeige die Erfahrung: Wer ein derartiges Hotel führt, bringt zumindest eine gewisse Liebe zu den Tieren mit.

Eigenes Bewertungssystem

Auf hundehotel.info kann der Gast nicht nur suchen, es wird auch bewertet. Oberascher und sein Team haben ein eigenes Kategorie-System entwickelt, bei dem je nach Ausstattung von einem sogenannten Doggy bis maximal sechs Doggies vergeben werden. Bei den exklusivsten Betrieben sind Hundekissen, Wasser- und Fressnapf auf dem Zimmer Standard, es gibt im Hotel eine Hundedusche, der Außenbereich verfügt über einen Agility Parcours und eingezäunte Hundefreiflächen. Ein tägliches Futterservice mit großer Auswahl und auf Wunsch eine Hundebetreuung runden die Angebotspalette ab. Auch eine Massage für den Hund oder Stunden in einer Hundeschule können gebucht werden. hundehotel.info ist jedoch keine Buchungsplattform, sondern ein Suchportal. Bei Interesse werden die Gäste aber direkt mit der Buchungsseite des jeweiligen Hotels verlinkt.

Urlaub mit Hund Ratgeber

Wer seinen Hund in den Urlaub mitnehmen möchte, hat einiges zu beachten, wie die strengen Einreisebestimmungen innerhalb und außerhalb der EU. Egal, ob Du mit dem Auto, der Bahn oder dem Schiff unterwegs bist, ist es wichtig, sich schon im Vorfeld darüber zu informieren. Im kostenlosen „Ratgeber “Urlaub mit Hund erklären Dir die Experten der TIERFREUNDE ÖSTERREICH welche Impfungen, Dokumente und Einreisebestimmungen, vor dem Urlaub unbedingt benötigt werden. Damit Ihr Euren gemeinsamen Urlaub entspannt und sorgenfrei genießen könnt.

Ratgeber

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Sommerhitze – eine Qual für kurznasige Hunde

Mit einer besonderen Operationstechnik können Tierärzte Möpsen und Bulldoggen die Atemwege vergrößern und ihnen so zu mehr Lebensqualität verhelfen. Ein Veterinär der diese OP durchführt, ist der Welser Tierarzt Dr. Christian Schwingshandl.

Neue-OP

Viele Vertreter kurzschnäuziger Hunderassen wie Mops und Bulldogge, sind von Geburt an zu einem Leben mit ständiger Atemnot verurteilt. Besonders qualvoll sind für diese Tiere heiße Sommer. Denn ihre kaum vorhandene Nase beschert ihnen nicht nur Probleme beim Luftholen, sondern auch beim Schwitzen. Oft können diese Hunde bei hohen Temperaturen keine fünfzehn Minuten spazieren gehen, ohne zu überhitzen und zu kollabieren. Der Grund-ihnen fehlt die Nase, die eigentlich das Kühlorgan bei Hunden ist. Obwohl Züchter der betroffenen Rassen seit einigen Jahren darauf achten, wieder Hunde mit längeren Schnauzen zu züchten, leiden noch immer viele Tiere unter dem so genannten „Brachycephalem Atemnotsyndrom“. Mit einer speziellen Operationstechnik kann jetzt betroffenen Tieren jedoch geholfen werden.

Anatomischen Veränderungen verursachen gesundheitliche Probleme

Bei den Rassen Bulldogge und Mops sind die Nasenlöcher meist nicht rund, sondern schlitzförmig, daher bekommen sie etwa 50 Prozent weniger Luft. Zudem sind die Wände der Nasenmuscheln und das Gaumensegel extrem verdickt. All das führt dazu, dass Hunde mit extrem kurzer Nase von Geburt an unter Atemnot leiden und somit eindeutig unter Qualzüchtungen fallen. Durch den Unterdruck, der beim Atmen erzeugt wird, kommt es oft auch zu Verdauungsproblemen und zu Ohrenentzündungen. Hunde mit kurzer Schnauze leiden außerdem oft an Augenreizungen, weil die überschüssige Haut ständig auf der Hornhaut scheuert.

Neue Operationstechnik

Diese Operationsmethode wurde von Gerhard Oechtering von der veterinärmedizinischen Universität in Leipzig ins Leben gerufen. Sie heißt „LATE“ und steht für “Laser-assistierte Turbinektomie“. Bei dieser Technik wird ein Glasfaserkabel, das vorne mit einem Laser ausgestattet ist, in die Nase des Hundes eingeführt. Die Wand der Nasenmuschel wird dann mit dem Laser verdünnt und der Raum in der Nase somit vergrößert. Bei Hunden befindet sich in jeder Nasenöffnung eine Falte. Diese wird entfernt, sodass ein rundes Nasenloch entsteht. Zusammen mit der Kürzung und Ausdünnung des Gaumensegels bekommt das Tier nach diesem Eingriff viel mehr Luft und seine Lebensqualität steigt deutlich.

Wie lang dauert die Operation?

Etwa 20 bis 30 Hunde pro Jahr werden in der Klinik von Dr. Schwingshandl durchgeführt. Hierbei kommen die Hunde aus ganz Österreich und sogar aus Deutschland. In etwa eineinhalb Stunden ist alles erledigt. Vor der Operation wird eine Computertomografie durchgeführt, die den Kopfbereich bis zur Luftröhre umfasst, um genau zu erfahren, wie das Problem beim jeweiligen Hund gelagert ist. Erst dann wird ein individuell angepasster Operationsablauf erstellt.

Wieviel kostet die Operation?

Obwohl es mehrere kurzschnäuzige Rassen gibt, sind es vor allem Möpse und französische Bulldoggen, die operiert werden müssen. Je früher die Operation durchgeführt wird, umso mehr Erfolgschancen hat der Eingriff. Die Operationskosten betragen etwa 1000 €, wobei für die Computertomografie, die für einen exakten und gut geplanten Eingriff unbedingt nötig ist, noch zusätzlich 250 € dazukommen.


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