Welthundetag: Ein Feiertag für unsere Vierbeiner!

Sie sind süß, unersetzbar, treu und wir lieben sie: unsere Hunde. Der Hund wird oftmals als der beste Freund des Menschen bezeichnet. Für manch einen ist er Familienmitglied, Vertrauter und Begleiter in allen Lebenssituationen. Um an die Wichtigkeit des Hundes zu erinnern, gibt es den Welthundetag, der jedes Jahr am 10. Oktober stattfindet.

Welthundetag

Über die Ursprünge des internationalen Hundetages ist nicht viel bekannt. Weder konnte herausgefunden werden, wer diesen Tag ins Leben gerufen hat, seit wann er gefeiert wird oder warum genau der 10. Oktober als Datum gewählt wurde. In der Öffentlichkeit ist der Welthundetag bisher noch ziemlich unbekannt und auch sein Ursprung schlummert irgendwie im Dunkeln. Am Welthundetag werden trotzdem viele verschiedene Veranstaltungen für Menschen und Hunde organisiert. Doch der internationale Welthundetag sollte weniger ein Tag sein, an dem der Hund ein zusätzliches Leckerli bekommt, sondern vielmehr von entsprechenden Organisationen genutzt wird, um auf Probleme bei Hundehaltung und Zucht, sowie Missstände aufmerksam zu machen.

Hunde in der Arbeitswelt

Auch wenn viele Menschen unseren Vierbeinern nichts abgewinnen können, am internationalen Welthundetag soll der vielfältige Einsatz der Hunde für Menschen gewürdigt werden. Kaum etwas lässt das Herz mehr aufgehen als die treuen Augen eines Hundes. Sie übernehmen verschiedene Aufgaben in menschlichen Zivilisationen und haben vermutlich auch am Welthundetag nicht arbeitsfrei. Als Polizeihund stellen sie ihren Geruchssinn in den Dienst der Verbrechensbekämpfung, Rettungshunde bergen verschüttete Menschen und Blindenhunde leihen ihren Besitzern den Sehsinn. Hüttenhunde helfen den Bauern, das Weidevieh zu hüten und als Wachhund leisten sie uns wertvolle Dienste. Im Laufe der gemeinsamen Vergangenheit von Mensch und Hund haben sich bestimmte Rassen für spezielle Tätigkeiten bewährt. Trotzdem benötigt jeder Hund für solche Tätigkeiten zuvor eine solide Ausbildung.

Hunde als Sozialpartner

Hunde übernehmen schon lange eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Oft ersetzen sie ihrem Besitzer den Partner oder die Familie. Viele Singles ziehen die Gesellschaft ihres Hundes der eines Menschen vor. Ein Hund diskutiert nicht, kann gut zuhören und seine Treue und Liebe hält für immer, unabhängig vom Einkommen oder äußerem Erscheinungsbild des Menschen. Außerdem animieren sie uns, regelmäßig das Haus zu verlassen, um sich beim täglichen Gassi gehen an der frischen Luft zu bewegen.

Zum Welthundetag am 10. Oktober einige Tipps für Hundefreunde:

  • Drehe heute eine extra lange Spazierrunde mit Deinem vierbeinigen Freund, das freut ihn mehr, als ein neues Spielzeug.
  • Nimm dir für das Spielen und Schmusen ausreichend Zeit und plane Deine Aktivitäten so, dass der Hund mitkommen kann.
  • Bei dir sein zu dürfen, ist das Wichtigste für deinen Hund.

Vorteilswelt für Haustierhalter

Die Haltung eines Hundes als Haustier kann teuer werden. Es muss regelmäßig eine Hundesteuer bezahlt werden und natürlich das Futter sowie Arztbesuche mit regelmäßigen Impfungen. Als Mitglied bei den TIERFREUNDEN ÖSTERREICHS erhältst Du sensationelle Einkaufsvorteile und Rabatte in Österreichs größter Vorteilswelt auf Markenfutter, Zubehör, Kurse, Tierpensionen, Tierversicherungen und vieles mehr.

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Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Acht Geheimnisse des Hundes

Der Hund gilt als der treueste Weggefährte des Menschen. Doch was geht wirklich in ihm vor, wenn er an unserer Seite durch die Welt spaziert? Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind dieser Frage nachgegangen und haben Verblüffendes über unsere vierbeinigen Lieblinge herausgefunden.

Hunde-Geheimnisse

Ein Hund riecht um 40 Mal besser als ein Mensch, er hört viel differenzierter, und er sieht anders. Durch seinen ausgeprägten Geruchssinn kann er Krankheiten riechen, lange bevor sie den Menschen bewusst oder medizinisch diagnostiziert sind. Sein Auge zerlegt Bewegungen in einzelne Bilder, so dass er Dinge, die laufen oder fliegen, blitzschnell fangen kann. Er kann Rückschlüsse aus Körpersprache und Gestik jedes einzelnen ziehen und dessen Stimmung erfühlen. Mit seiner Empathie fühlt er, wann Menschen seine Hilfe brauchen und reagiert sofort darauf. Wenn er sich sicher aufgehoben fühlt, ist er des Menschen bester Freund und das seit mehr als 100.000 Jahren. Hunde sind uns mittlerweile so vertraut, dass wir oft nicht mehr zur Kenntnis nehmen, was für faszinierende Tiere sie sind. Deswegen haben Euch die TIERFREUNDE ÖSTERREICH, 8 der faszinierendsten Geheimnisse des Hundes zusammengestellt.

  1. Hunde können träumen

Wenn Hunde im Schlaf knurren oder zucken, dann träumen sie. Dabei träumen große Hunde weniger als kleine: ein Zwergpudel etwa alle 10 Min. Bei einer Dogge liegen bis zu 60 Minuten zwischen den einzelnen Träumen.

  1. Hunde haben ein ausgezeichnetes Gehör

Hunde nehmen Frequenzen wahr, die wir Menschen nicht hören. Zum Bespiel das Geräusch eines Glühfadens in einer Lampe oder das Pulsieren einer Quarzuhr. Weil Ihre Ohren beweglich sind, können sie Geräusche perfekt orten.

  1. Hunde sind noch klüger als vermutet

Das zeigte die Veterinärmedizinische Universität in Wien: Hinter einer Verdeckung wurde Futter in eine Schale von mehreren gelegt. Dabei schaute nur einer von zwei Forschern zu, der den Hunden Hinweise gab und anschließend auf die richtige Schale zeigte. Die Hunde merkten sich, wer Bescheid wusste und folgten nur noch dessen Hinweisen.

  1. Hunde merken sich Beiläufiges

Die Gedächtnisleistung von Hunden wurde lange unterschätzt: Forscher fanden jetzt heraus, dass Hunde sich sogar Ereignisse merken, die zum Zeitpunkt des Geschehens keine Bedeutung für sie haben. Wenn sie danach in eine ähnliche Situation geraten, erinnern sie sich daran.

  1. Hunde meiden Konflikte

Hunde haben keine Lust auf Streit. Knurren, Zähnefletschen oder andere Signale, dienen bei feindseligen Begegnungen, die Kräfteverhältnisse schnell zu klären. Viele Auseinandersetzungen können deshalb friedlich geklärt werden.

  1. Hunde erkennen Gesichtsausdrücke

Hunde können zwischen wütenden und freudigen Gesichtsausdrücken bei Menschen unterscheiden. Jedoch noch nicht erforscht ist, ob sie auch immer die emotionale Bedeutung der Mimik verstehen.

  1. Hunde verhalten sich selbstlos

Gegenüber Artgenossen verhalten sich Hunde uneigennützig, das wiesen Forscher mit einem Experiment nach. Per Seilzug konnten Versuchstiere anderen Hunden Leckerlis zukommen lassen- und das taten sie auch, obwohl sie selbst nicht belohnt wurden.

  1. Hunde haben ein Kuschelhormon

Beim gegenseitigen Blickkontakt zwischen Hund und Mensch, schütten beide reichlich Oxytocin aus, das auch als Kuschelhormon bezeichnet wird. Dabei wird die gegenseitige Zuneigung verstärkt, was auch vergleichbar bei Menschen ist, zwischen Mutter und Kind.


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Deshalb liebt deine Katze enge Boxen

Schuhkartons oder Umzugskartons – Katzen ist egal, zu welchem Zweck eine Kiste hergestellt wurde, Hauptsache sie passen irgendwie hinein. Immer wieder sieht man Videos im Internet, wo sich Katzen in enge Boxen und Kartons zwängen, doch warum eigentlich? Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben eine Erklärung für euch.

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Viele Katzenhalter kennen das- man bringt ein neues Katzenspielzeug mit, packt es aus und die Katze interessiert sich mehr für die Verpackung – egal ob Kiste oder Karton. Die Größe spielt dabei überhaupt keine Rolle, Hauptsache, man bekommt die Pfoten und am besten noch das Katzenköpfchen irgendwie hinein. Doch warum lieben Katzen, die für unsere Augen ungemütlich wirkenden Kisten und Kartons?

Die Beute im Versteck beobachten

Durch ihren natürlichen Jagdinstinkt legen sich Katzen gerne auf die Lauer und beobachten ihre Beute. Gleichzeitig müssen sie aber darauf achten, selbst nicht von grösseren Tieren entdeckt und gejagt zu werden. Deshalb nehmen sie eine versteckte Beobachtungsposition ein. In der Wohnung eignet sich dafür ein Karton am besten, denn darin fühlt sich das Tier geschützt und unbeobachtet.

Wohlfühltemperatur im Karton

In einer Kiste fühlen sich Stubentiger angenehm warm und kuschelig. Katzen mögen es gerne warm, da ihre Wohlfühltemperatur zwischen 30 und 36 Grad liegt. Das ist auch ein Grund, wieso sich die Stubentiger nicht freiwillig vor einen Ventilator legen würden. Im Gegenteil, sie liegen sehr gerne an den warmen Orten in der Wohnung. Deshalb sind sie oft in der Nähe der Heizung oder am Fenster beim Sonnen zu beobachten. In einer engen Box müssen die Haustiere keine zusätzliche Energie aufbringen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Menschen leben allerdings meist in deutlich kühleren Räumen – und mit ihnen die Katzen. Das würde auch erklären, warum die Tiere gerade Kisten aus Karton so verlockend finden. Diese sind gut isoliert und oft sind die Pappkartons so klein, dass die Katzen eingerollt an jeder Seite den Karton berühren. So wird es besonders schnell warm und gemütlich.

Stress ist schlecht für die Gesundheit

Forscher haben herausgefunden, dass Katzen die die Möglichkeit haben, in einer Box oder Kiste zu liegen, entspannter sind. Da sie sich in den Kartons ihren eigenen Rückzugsort schaffen, können sie ungestört entspannen. Gönne daher deinem Haustier ein wenig Ruhe und schenke ihm einen Karton zum Relaxen. Eine Kiste bietet die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und hat einen gesundheitlichen Nutzen für die Katzen. Da Stress das Immunsystem schwächt und Katzen so anfälliger für Infektionskrankheiten sind. Die Vierbeiner fühlen sich in einer Box wohl und können abschalten. Du solltest jedoch darauf achten, dass sich die Kartonschachtel nicht verschließt und dein Tier schlussendlich darin gefangen ist. Am besten schneidest du die überstehenden Teile ab und entfernen den Deckel, um ein Verschließen zu verhindern.


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Hundesteuer ist nicht mehr zeitgemäß

Der Hund ist der beste Freund des Menschen und keinesfalls ein Nutztier. Aus diesen und anderen Gründen kämpfen die TIERFREUNDE ÖSTERREICH gegen die Hundesteuer. Prinzipiell sollten alle Besitzer eines Hundes von der Steuer in Zukunft befreit werden, da sie keinen Nutzen bringt.

Hudesteuer

Unser treuer Liebling macht uns nicht nur das Leben schöner, sondern ist längst zum Familienmitglied geworden. Dennoch muss man für ihn blechen: mit der Hundesteuer.

Behördenwillkür bei Hundesteuer

Die Höhe der Hundesteuer kann per Landesgesetz der einzelnen Bundesländer festgelegt, oder dem Ermessen der einzelnen Städte und Gemeinden überlassen werden. Städte und Gemeinden können gemäß §8 Abs. 5 und 6 des Finanz-Verfassungsgesetzes Abgaben einheben, „wenn dies zur Aufrechterhaltung oder Deckung bestimmter Erfordernisse im Haushalt der Gemeinden erforderlich ist“. Das ist ein juristischer Freifahrtschein, um sukzessive die Hundeabgabe anzuheben, wenn anderswo Geld benötigt wird.

Es gibt gravierende Unterschiede bei der Höhe der Hundesteuer, die von € 7,27 Euro bis über € 110,- reichen. Die unterschiedlichen Steuersätze verdeutlichen eindrucksvoll, dass sich Gemeinden nicht an den tatsächlichen Kosten, die ihnen durch die Hundehaltung entstehen, orientieren.

Ein Relikt aus dem Mittelalter

Diese Steuer ist längst nicht mehr zeitgemäß ist. Damals galten Hunde noch als zwingende Arbeitstiere, heute sind sie oft Schoßhündchen, Freunde und Familienmitglieder und bieten keinen nennenswerten “Vorteil” gegenüber anderen Haustieren – Für die schließlich auch keine Steuer aufgewendet wird. Weltweit wurde die Hundesteuer in den letzten Jahren wegen ihrer Unrentabilität sukzessive abgeschafft. Österreich ist neben Namibia eines der letzten vier Länder mit einer Hundesteuer.

Was für Gegenleistungen erhalten Hundehalter?

Viele österreichische Städte und Gemeinden betreiben mit den Steuereinnahmen überwiegend Symbolpolitik. Hundehalter beklagen zu wenige Hundewiesen, die zudem verdreckt, zu klein, ohne Sitzgelegenheit und ohne Wasser für Hunde sind. Offenkundig ist der Leistungswiderspruch im ländlichen Bereich, wo steuerzahlende Hundehalter meist Null Gegenleistung erhalten!

Gleichzeitig mit den Steuererhöhungen werden die Rechte der Hundebesitzer zunehmend beschnitten: Genereller Leinenzwang, immer mehr Hundeverbotszonen, vermehrte Kontrollen und drakonische Geldstrafen für freilaufende Hunde sowie fehlende bzw. nicht vorhandene Hundefreilaufmöglichkeiten gehören zur traurigen Realität vieler Hundebesitzer. Dass Hundebesitzer dafür immer mehr zahlen sollen, führt unweigerlich zu Konflikten.

Was spricht gegen die Hundesteuer?

  • Hunde sind Sozialpartner und keine Luxusgüter
  • Diskriminierung: andere Tierbesitzer bezahlen auch keine Steuer
  • Die Besteuerung ist willkürlich, intransparent und ohne jede Gegenleistung. Also keine zweckgebundene Abgabe, somit eine Leistung ohne konkrete Gegenleistung
  • Die Hundesteuer ist für den Staat unrentabel, weil die Verwaltung mehr kostet als diese Sondersteuer einbringt
  • Hunde bringen dem Staat über Mehrwertsteuer (Futter, Zubehör etc.) Einkommensteuer (Tierärzte, Angestellte im Handel etc.) viel mehr Geld ein, als ihn Hunde kosten!

Abschaffung der Hundesteuer

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH kämpfen seit Jahren für die Abschaffung der Hundesteuer in Österreich. Hundehalter müssen umgehend von dieser ungerechtfertigten und längst überholten Steuerlast befreit werden. Zu diesem Grund wurde die Initiative “Stoppt die Hundesteuer” vom Verein ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es daher, Hundehalter zu mobilisieren, öffentliches Gehör für dieses wichtige Thema zu schaffen, über die Probleme der Hundesteuer aufzuklären, und so die willkürliche Hundesteuer umgehend abzuschaffen und in eine angemessene und transparente Hundegebühr umzuwandeln. Es konnten durch das Mitwirken aller Unterstützer bereits wichtige Schritte in Richtung Abschaffung erzielt werden.

Bitte hilf mit und unterstütze die Initiative zur Abschaffung der Hundesteuer in Österreich.

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Wie kann ich Hundeblicke richtig deuten?

Entspannt, neugierig, starr oder ängstlich – die Augen spielen bei der Kommunikation von Hunden eine wesentliche Rolle. Wer ihre Blicke deuten kann, kommt besser mit ihnen aus. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben genauer hingesehen.

Hundeblick

Feine Bewegungen des Gesichtes können auch beim Hund viel ausdrücken, so ist  etwa der Blick ein wichtiges Kommunikationsmittel. Verengte Pupillen drohen, ebenso wie ein starrer Blick geradeaus. Erweiterte Pupillen zeugen von Entspannung und ein abgewendeter, seitlich schielender Blick kann Angst ausdrücken.

Hunde kommunizieren auch mit den Augen

Da Hunden die Sprache als Kommunikationsmittel fehlt, nützen die Vierbeiner ihren gesamten Körper, um sich uns Menschen mitzuteilen. Dabei spielen die Augen eine wichtige Rolle. Wer seinen Hund genau beobachtet, stellt fest, dass dieser ein großes Repertoire an Blicken hat, mit dem er seine jeweilige Gemütslage ausdrückt.

Weite Pupillen

Die Pupillengröße verändert sich je nach Lichteinfall sowie Erregungs- oder Stresszustand. Gerät ein Hund in Panik, weiten sich seine Pupillen. Zudem klemmt er die Rute zwischen den Beinen ein, legt die Ohren an, die Hinterbeine knicken ein, oft zittert das Tier am gesamten Leib.

Starrer und fixierter Blick

Droht ein Hund einem anderen Lebewesen, so werden seine Pupillen klein. Die Augen wirken durch die angespannten Lider insgesamt kleiner. Der starre Blick hat den Zweck, das Gegenüber einzuschüchtern. Meist runzelt der Hund zudem den Nasenrücken, sein Körper ist angespannt und die Rute zeigt steif nach oben. Das Fell kann entlang des Rückgrades aufgestellt sein, die Ohren sind nach vorne gerichtet. Oft ist diese Körperhaltung mit Knurren verbunden und im schlimmsten Fall zeigt der Hund seine Zähne. Mit dieser Drohhaltung will das Tier damit vermitteln: “Leg dich nicht mit mir an und komme nicht näher.”

Weiche Augen

Die Augen sind nicht ganz geöffnet, der Hund blinzelt zwischendurch. Die gesamte Körpersprache und die Mimik sind neutral und entspannt. Hunde mit diesem Blick sind zufrieden mit sich und der Welt, von ihnen geht absolut keine Gefahr aus.

Aufgerissene Augen

Wenn Hunde stark gestresst oder verängstigt sind, reißen sie die Augen weit auf. So zum Beispiel, wenn sie sich im Konflikt mit anderen Hunden befinden, die ihnen Angst machen. Um das Gegenüber zu beschwichtigen, reißen Hunde in dieser Situation zusätzlich das Maul weit auf.

Kurzes Wegsehen

Wenn ein Hund während einer Begegnung mit einem anderen Lebewesen kurz wegsieht, so kann dies ein Beschwichtigungssignal sein. Der Hund will einem anderen damit vermitteln, dass er nichts Böses will.

Erhobenen Kopf wegdrehen

Dreht ein Hund zum Beispiel während des Spiels mit einem anderen seinen hoch erhobenen Kopf weg, als ob er plötzlich etwas anderes interessanter fände, dann möchte er das Spiel abbrechen. Eventuell weil es ihm zu ungestüm wurde oder weil er eine Verschnaufpause benötigt.

Blickkontakt vermeiden

Vermeidet der Hund den Blickkontakt und hält den Kopf gesenkt, legt die Ohren zurück, blinzelt und leckt vielleicht seine Lippen, so drückt er damit Unbehagen und Schüchternheit aus. Er will damit sein Gegenüber milde stimmen.


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Was tun, wenn mein Hund ständig bellt?

Lautes und ständiges Hundegebell sorgt oft für Konflikte mit der Nachbarschaft und anderen Mitmenschen. Wenn dein Hund ein Kläffer ist, kann das den Alltag sehr belasten. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben einige Tipps für dich zusammengestellt, wenn auch du so einen lauten Vierbeiner zu Hause hast.

Hund-bellt-beim-Klingeln

Egal ob es an der Haustür klingelt, jemand am Zaun vorbeigeht oder durch das Treppenhaus läuft. Manche Hunde kommentieren scheinbar jedes Ereignis mit lautstarkem Bellen. Klar, Bellen gehört zu einem Hund dazu und ist seine Art sich mitzuteilen. Aber wenn das Bellen und kläffen über einen längeren Zeitraum geht, solltest du aufhorchen.

Dabei gilt es jedoch zu unterscheiden, ob es sich um einen gelangweilten Kläffer, einen Angstkläffer oder einem, was nur selten der Fall ist, aggressiven Kläffer handelt. Geduld und Konsequenz haben oberste Priorität, um an diesem Problem effektiv zu arbeiten. Bedenke immer die Ursache des Kläffens zu ermitteln, bevor du gemeinsam mit deinem Hund daran arbeitest. Eine falsche Trainingsmethode könnte das Problem wesentlich verschlimmern.

Ursachen für einen kläffenden Hund

Die Ursachen für einen kläffenden Hund können sehr vielfältig sein. Nicht selten wird während der Pubertät des Hundes nicht die nötige Konsequenz an den Tag gelegt und dadurch legt der Hund das „Flegelverhalten“ nicht mehr ab. Auch schlechte Erfahrungen mit Menschen oder anderen Tieren können einen Hund dazu veranlassen, seinen Unmut durch Gekläffe kundzutun, ob dieses Kläffen jedoch ängstlich oder aggressiv ist, lässt sich meist nach einer genauen Beobachtung der Körpersignale einordnen. Die häufigste Ursache liegt in den eigenen vier Wänden des Hundes. Betroffene Hundebesitzer kennen es bestimmt, der Hund verfolgt seinen Besitzer auf Schritt und Tritt, der Hund springt auf das Sofa, wann immer er möchte, der Hund läuft beim Spaziergang und auch sonst meist vor seinem Menschen. Natürlich gilt hierbei zu beachten, dass es durchaus „bellfreudige“ Hunderassen gibt, die für den Wachdienst auf dem Hof gezüchtet wurden. Doch gerade bei solchen Hunderassen ist eine konsequente Erziehung unumgänglich.

Wie kann an dem Gekläffe effektiv gearbeitet werden?

Wenn Dein Hund zudem ein Angstkläffer ist, wird diese Angst nur verstärkt und der Hund verliert jeglichen Halt. Um langfristige Trainingsergebnisse zu erzielen, benötigst Du neben viel Geduld, das Vertrauen Deines Hundes und reichlich Motivation. Stelle Dich auch auf Rückschläge ein, denn es gibt gute als auch schlechte Tage. Beginne damit, Deinen Hund genau zu beobachten und gehe auf folgende Fragen näher ein: Wann wird gekläfft? Wie lange braucht der Hund, um sich zu beruhigen? Was ist der Auslöser des Kläffens? Ein wesentlicher Schritt ist es, darauf zu achten, dass Dein Hund keine „Narrenfreiheit“ ausübt. Wenn Du Dich alleine überfordert fühlst, solltest Du einen seriösen Hundetrainer zu Rate ziehen. Fordere Deinen Hund geistig und körperlich ausreichend. Vor jeder Trainingseinheit sollte der Hund möglichst ausgelastet sein, damit sein unausgeglichener Zustand das Training nicht zusätzlich erschwert. Es hat sich oft bewährt, den Hund auf einen Klicker zu konditionieren, da so die Kommunikation während dem Training wesentlich vereinfacht wird. Es gibt viele Methoden, die der Schlüssel zum Erfolg sein können.

Methoden, wie den Hund mit Wasser besprühen, laute Dinge neben ihm zu Boden werfen oder sogar spezielle Halsbänder (Stachelhalsbänder, Sprühhalsbänder) sind ein absolutes „No-Go“!


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Ein erfülltes Leben trotz Handicap

Auch behinderte Tiere können ein lebenswertes Dasein führen, wenn auf ihre besonderen Bedürfnisse eingegangen wird. Dies setzt allerdings voraus, dass ausschließlich zum Wohle des Tieres gehandelt wird. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH klären auf, was Hunden und Katzen wirklich zu schaffen macht und wie man diese beherzigen sollte.

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Tiere haben keine Stimme, aber sehr wohl das Recht auf Leben, wenn nur ein Funken von Lebenswillen trotz einer Behinderung in ihnen steckt. Und genau dieser Lebenswille ist jene Macht, die diese Tiere in sich tragen. Nicht nach Verlorenem zu jammern, so wie wir Menschen dies tun, sondern die überdimensionale Zuversicht und die innerliche Kraft, sich dem neuen Leben zu stellen. Außerdem kann das Zusammenleben mit einem behinderten Tier, gerade wegen eines Handicaps eine bereichernde Erfahrung für uns Menschen darstellen. Sofern eine Behinderung weder untragbare Schmerzen verursacht und die Voraussetzungen für eine bedürfnisgerechte Haltung erfüllt sind, sollte daher in jedem Fall die Lebensqualität des Tieres erhöht werden.

Vierbeiner mit besonderen Bedürfnissen

Wenn Hund und Katze ein Bein verlieren, kommen sie in den meisten Fällen problemlos mit der Situation zurecht und gehen nach einer kurzen Gewöhnungsphase, ganz selbstverständlich damit um. Inzwischen gibt es viele Tierbesitzer, die eine Amputation durchaus in Betracht ziehen, um ihrem geliebten Tier eine neue Form der Lebensqualität bieten zu können.

Bei der sogenannten „Umzugsblindheit” handelt es sich um eine Sehschwäche, die bei Katzen erst augenscheinlich wird, wenn sie sich in der ungewohnten Umgebung nicht zurechtfinden. Blinde Hunde etwa kompensieren ihr Handicap mit ihrer Supernase.

Verletzungen oder Tumorerkrankungen der Wirbelsäule, können zu vollständigen Lähmungen der hinteren Extremitäten führen. Dann ist es den betroffenen Tieren meist nicht mehr möglich, Harn und Kot kontrolliert absetzen. Hier sind die Tierhalter besonders zu bewundern, die derartige Situationen meistern und bereitwillig lernen, die Blase des behinderten Tieres drei- bis viermal täglich zu entleeren. Manchmal nehmen diese Fälle auch ein gutes Ende, denn abhängig von der Erkrankung sollte man die Regenerationsfähigkeit des Organismus nicht unterschätzen, vor allem bei jüngeren Tieren nicht.

Gemeinsam die Situation meistern

Um derartige Herausforderungen zu bestehen, muss die Bindung zwischen Tier und Mensch sehr eng sein, und auch das Tier muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Bei einem Hund, der über 70 Kilogramm wiegt, wird es sicherlich sehr schwierig. Man kann nicht jedes Tier mit jeder Situation konfrontieren. Die entscheidende Frage ist immer, ob die Lebensqualität erhalten bleibt. Die wichtigste Voraussetzung aber ist die, dass der Besitzer sein Tier wirklich liebt. Denn Liebe und Geborgenheit wirken nachweislich unterstützend auf die Heilungskapazität und eine erfolgreiche Genesung. Zudem gibt es heute eine ganze Reihe orthopädischer Hilfsmittel, die den Alltag mit behinderten Tieren erleichtern. So können auch Hunde mit vollständigen Lähmungen der Hintergliedmaßen, dank eines Rollwagens neue Mobilität zurückgewinnen und ihren Bewegungsradius entscheidend erweitern. Mensch und Tier bilden gemeinsam ein Team, und es hängt von vielen individuellen Gegebenheiten auf beiden Seiten ab, was therapeutisch und im Hinblick auf die notwendige Pflege möglich ist. Dabei spielen auch sehr praktische Dinge eine große Rolle: die Wohnsituation, die finanziellen Möglichkeiten und nicht zuletzt die zeitliche Flexibilität, um das Leben mit einem behinderten Tier zu managen.

Ein absolutes No-Go sind jedoch vorsätzlich zugefügte Einschränkungen. Qualzuchten und das Kupieren von Schwanz oder Ohren sind eigentlich Behinderungen aus Schönheitsgründen, was unbedingt abzulehnen ist.


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Wie sehen Hunde die Welt?

Die Welt einmal mit den Augen unseres Hundes sehen zu können, das wäre für uns in so vieler Hinsicht spannend. Wie Hunde aber wirklich sehen, ob in Farbe, scharf oder unscharf – das muss nicht länger ein Rätsel bleiben.

Sehverhalten

Jeder Hundehalter hat sich sicher schon mal gefragt, wie die Vierbeiner ihre Umwelt wahrnehmen und wie klar ihr Sehvermögen im Gegensatz zu uns Menschen ist. Die Sehschärfe bei normalen Hunden liegt gerade einmal bei 20-40% der Sehschärfe eines gesunden Menschen. Hunde haben somit eine 5 Mal geringere Auflösung wie wir. Erst ab einem Abstand von etwa 0,5m, sehen Hunde ein Objekt wirklich scharf. Ein Objekt, das wir Menschen mühelos auf 30m Entfernung sehen können, nimmt der Hund ohne Bewegung ab 6m wahr. Zwar ist die Sehschärfe beim Hund geringer, aber dafür ist diese viel mehr auf die Bewegung optimiert.

Wenn Bewegung reinkommt

Hunde nehmen Dinge, sie sich bewegen viel besser war als Dinge, die sich still verhalten. Als Jäger und Beutegreifer ist das enorm wichtig. Objekte, die sich bewegen, erregen bei unseren Vierbeinern mehr Aufmerksamkeit und werden via Netzhaut und Gehirn schneller oder besser wahrgenommen als starre Personen. Wenn zum Beispiel ein Reh einen Hund in der Ferne wahrnimmt, bleibt es sofort wie angewurzelt stehen, weil es somit vom Hund viel schwerer gesehen werden kann. Sobald es die Flucht ergreift, kann der Hund es viel besser visualisieren und die Verfolgung aufnehmen.

Vorteile bei Finsternis

In der Nacht sind uns Hunde in punkto Sehfähigkeit weitaus überlegen. Einerseits haben Hunde mehr Stäbchen-Zellen in der Netzhaut, die für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich sind, und andererseits besitzen sie ein „Tapetum lucidum“. Dieses Tapetum wirkt wie ein Reflektor und verbessert das Sehen in der Dunkelheit deutlich. Die reflektierende Schicht befindet sich hinter oder inmitten der Netzhaut des Auges. Dadurch können Hunde auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen noch etwas erkennen. So sehen Hunde bei Tag und bei Nacht eigentlich gleich gut.

Sehtest mittels Retinoskopie

Sehtests gestalten sich bei unseren vierbeinigen Begleitern schwieriger als in der Humanmedizin, da der Hund die Buchstaben und Zahlen nicht von der Tafel ablesen kann, also keine subjektiven Angaben möglich sind. Aber die Retinoskopie ist ein Verfahren zur Messung der Brechkraft des Auges, das auch bei Kleinkindern angewendet wird und bietet auch beim Hund die Möglichkeit, eine Fehlsichtigkeit zu diagnostizieren. Obwohl dieses Verfahren nicht jeder niedergelassene Tierarzt durchführen kann, gibt es doch schon viele Tierkliniken mit Fachtierärzten für Augenheilkunde, die Sehtests für Hunde mittels Retinoskopie anbieten.

Wenn Farben ins Spiel kommen

Der Hund hat ein Farbspektrum von Blau, Gelb und Grau und kann somit die Farben Grün, Gelb, Orange und Rot nicht voneinander unterscheiden. Gerade bei Spielzeug oder anderen Situationen kann dieses Wissen sehr hilfreich für dich sein. Zwar verlassen sich Hunde sowieso eher weniger auf ihr Farbsehen und verwenden andere Sinne (wie Geruch, Textur, Helligkeit und Position), trotzdem kann man mit blauem Spielzeug bessere Ziele erreichen und die Orientierung beim Hund steigern. Allerdings können Hunde verschiedene Grautöne wesentlich besser differenzieren als wir Menschen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Fehlsichtigkeit bei Hunden eine wesentlich geringere Rolle spielt als beim Menschen, aber es sollte nicht vergessen werden, dass die Wahrnehmung von Farben und Bewegung eine andere ist als bei uns Zweibeinern. Und Hunde haben uns gegenüber einen großen Vorteil: Sie können visuelle Defizite hervorragend durch Geruch- und Gehörsinn kompensieren.


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Katzen leiden oft nicht unbemerkt?

Katzen sind wahre Meister darin, Schmerzen zu verbergen und machen es ihren Besitzern meist schwer, ihre Krankheiten oder Beschwerden zu erkennen. Es kann jedoch deren Leben retten, ihre verbissene Tapferkeit zu ignorieren, wenn man weiß, worauf man achten soll.

Katzen-verbergen-Schmerzen

Katzen sind hart im Nehmen, denn sie dürfen als Jäger keine Schwäche zeigen. Der Grund warum Katzen es geschickt verbergen, wenn es Ihnen nicht gut geht, liegt an ihrem Selbsterhaltungstrieb: In freier Wildbahn würde ein durch Krankheit oder Verletzung angeschlagenes Tier im täglichen Überlebenskampf schnell zum Opfer von Angriffen größerer Raubtiere. Deshalb geht davon aus, dass Katzen aufgrund ihrer Urinstinkte Schmerzen verbergen, um so nicht als potentielle Beute für andere Raubtiere aufzufallen. Dieses Wissen liegt ihr so sehr im Blut, dass sich eine Katze eher die Zunge abbeißt als zu jammern. Diese Eigenschaft macht es Katzenbesitzern allerdings sehr schwer, Schmerzen bei Katzen zu erkennen. Eine Reihe verschiedener Anzeichen lassen sich aber häufig beobachten.

Wie zeigt eine Katze Schmerzen?

Grundsätzlich ist jede Verhaltensänderung einer Katze Anlass, sich genauer mit ihr zu befassen und die Beobachtungen allenfalls einem Tierarzt zu schildern: Wer nicht gleich hinfahren möchte, kann auch erstmal telefonisch um eine fachliche Einschätzung bitten. Typische Anzeichen für mögliche Erkrankungen sind zum Beispiel:

  • Wenn sie matt wirkt oder deutlich mehr schläft als normalerweise
  • Wenn sie keinen Appetit zeigt oder trotz Appetit nicht recht fressen mag, könnten zum Beispiel Zahn- oder Zahnfleischprobleme die Ursache sein
  • Wenn die Katze unangenehm aus dem Maul riecht, könnten ebenfalls kaputte Zähne oder entzündetes Zahnfleisch die Ursache sein.
  • Wenn die Katze unrein wird, muss zunächst abgeklärt werden, ob als wahrscheinlichste Ursachen schmerzhafte Blasen- oder Nierenprobleme vorliegen
  • Wenn die Katze aggressiv ist, gar kratzt oder beißt, kann auch das auf Schmerzen hindeuten.
  • Wenn sie sich weniger bewegt als früher, nicht mehr spielt oder weniger springt, quälen sie allenfalls Gelenkprobleme.
  • Wenn sie plötzlich viel mehr trinkt als gewöhnlich, könnte das unter anderem ein Indiz für eine Nierenerkrankung sein.
  • Wenn sie sich häufig übergibt, sollte man ebenfalls alarmiert sein, da die Katze dann auch schnell dehydrieren kann.
  • Wenn sie sich nicht mehr richtig putzt, ist ihr Bewegungsapparat eventuell eingeschränkt.
  • Wenn sie sich plötzlich selber Haare ausreißt oder sich wie verrückt putzt, könnte sie womöglich Juckreiz quälen – ausgelöst zum Beispiel durch Parasiten oder eine Futtermittelallergie.
  • Wenn sie sich plötzlich verkriecht, ist das auch selten ein gutes Zeichen.

Bitte beachte, dass die angegeben Symptome lediglich Beispiele sind, denn jede Katze reagiert anders auf Schmerzen. Du kennst deine Katze am besten und solltest alle Anzeichen von Verhaltensänderungen äußerst ernst nehmen.


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Angst beim Autofahren: Wie kann ich meinem Hund helfen?

Für viele Tiere ist Autofahren ein Horror- sie müssen sich erbrechen oder leiden unter Angstattacken. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH geben dir Tipps, um deinem Vierbeiner das Autofahren angenehmer zu machen?

Angst-beim-Autofahren

Der beste Freund des Menschen begleitet uns normalerweise an viele Orte – und dafür ist es wichtig, dass er gerne mit dem Auto mitfährt. Was kannst Du tun, wenn Dein Hund sich weigert, ins Fahrzeug zu steigen oder bei der Fahrt nervös und ängstlich ist?

Wenn der Alptraum schon beim Einsteigen beginnt

Gewöhne Deinen Hund von Anfang an das Autofahren an: Zuerst im stehenden Auto, und wenn das ohne Probleme klappt, kann der Motor angestellt werden. Danach kann man das Training auf kurze Strecken ausweiten und langsam steigern. Positives Verhalten sollte man mit besonderen Leckereien belohnen und die Autofahrt mit etwas Positivem verbinden.

Warum hat mein Hund Angst vorm Autofahren?

Die Ursache warum Dein Hund in Stress gerät, wenn es ums Autofahren geht, kann verschiedene Gründe haben. Hat sich der Züchter nicht schon vorher die Zeit genommen seine Hunde mit dem Auto bekannt zu machen, kann für einen Welpen schon die erste Autofahrt ins neue Zuhause zur Tortur werden. Er wird aus seiner gewohnten Umgebung gerissen und landet mit fremden Menschen in einem vollkommen neuen Umfeld. Je nachdem, wo der kleine Freund hinzieht, kann so eine Autofahrt auch mal länger dauern, was es für ihn auch nicht leichter macht.

Es gibt einige Fragen, über Du ebenso nachdenken solltest:

  • Fuhr Dein Hund bisher problemlos und stressfrei mit und hat nun eine schlechte Erfahrung mit dem Auto gemacht, wie einen Unfall oder ein Besuch beim Tierarzt?
  • Ist er beim Warten im Auto in einen Angstzustand geraten, weil er nie gelernt hat alleine zu bleiben?
  • Vielleicht hat er sich während des Einsteigens oder während der Fahrt verletzt?

Tipps für eine stressfreie Fahrt

Im Auto sollte es nicht zu warm sein, die optimale Temperatur liegt bei etwa 20 Grad. Transportiere Deinen Hund am besten in einer Transportbox, wichtig dabei ist natürlich, dass Dein Hund vorab an die Box gewöhnt wurde und er sich darin auch wohl fühlt. Ist im Auto kein Platz für eine Box vorhanden, solltest Du Deinen Hund mit einem passenden Anschnallgurt und Brustgeschirr sichern. Viele Hunde wird übel während der Fahrt und müssen sich auch manchmal übergeben. Mache einige Pausen und lasse Deinen Vierbeiner zwischendurch mal raus, um sich an der frischen Luft zu erholen und zu erleichtern. Wenn eine Autofahrt unumgänglich ist, gibt es als kurzfristige Lösung unterstützend wirkende Medikamente. Dies ist jedoch keine Dauerlösung und ersetzt keinesfalls das Training.

Der passende Trainingsansatz

Setze Dein Training dort an, an dem Dein Hund noch nicht nervös, ängstlich oder gestresst ist. Mit Hilfe von positiver Verstärkung (Belohnung von richtigem Verhalten) gestaltest Du die Lernatmosphäre ohne den Hund unter Druck zu setzten. Zwinge Deinen Hund nicht zum nächsten Schritt. Er soll Spaß an dem Training mit Dir haben. Er soll lernen, dass Autofahren nichts Schlimmes ist: also mache doch etwas Angenehmes daraus. Falls alles nichts hilft, sollte ein guter Hundetrainer für eine individuelle Trainingsstrategie hinzugezogen werden. Ein kompetenter Hundetrainer oder Tierarzt mit der Zusatzbezeichnung „Verhaltenstherapie“ kann die Situation sicher einschätzen und wird Dich anleiten und begleiten, so dass Dein Hund angstfrei Autofahren lernt.


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