Der perfekte Winterurlaub mit Hund

Sobald die ersten Schneeflocken fallen, können es die meisten Menschen kaum mehr erwarten, in den Winterurlaub zu starten. Dabei möchten viele auf ihre Vierbeiner nicht verzichten. Hier einige Tipps der TIERFREUNDE ÖSTERREICH für einen gemeinsamen, entspannten Winterurlaub.

Wintertipps

Bei den Österreichern ist ein Winterurlaub mit Skifahren, Snowboarden, Langlaufen mit Familienangehörigen seit jeher sehr gefragt. Als Teil der Familie zählen natürlich auch unsere geliebten Fellnasen, daher werden sie immer öfter in den Urlaub mitgenommen – auch im Winter. Tierfreundliche Hotels und Appartements machen es möglich, dass sich unsere Hunde dort fast wie zuhause fühlen.

Hundebenehmen im Hotel

Nach der Ankunft im Hotel solltest Du Deinem Hund die Gelegenheit geben, die fremde Umgebung in aller Ruhe zu beschnüffeln. Am ersten Tag darfst Du Deinen Hund keinesfalls alleine im Zimmer zurücklassen, da ihm noch alles fremd ist und er sich erst an die neue Umgebung gewöhnen muss. Das von zuhause mitgebrachte Schlafkörbchen und sein Lieblingsspielzeug erleichtern Deinem Vierbeiner die Eingewöhnung im Hotelzimmer. Gib Ihm im Urlaub das gleiche Futter wie zuhause, da eine plötzliche Futterumstellung heftige Magen-Darm-Probleme verursachen kann.

Skifahren oder Snowboarden

Solltest Du ein begeisterter Skifahrer oder Snowboarder sein, solltest Du rechtzeitig eine Lösung für Deinen Hund zu suchen, da Du ihn keinesfalls mit auf die Skipiste nehmen darfst. Das Verletzungsrisiko für Deinen Hund und andere Skifahrer wäre zu groß. Stattdessen kannst Du versuchen, einen Hundesitter im jeweiligen Urlaubsort zu finden, der sich tagsüber um Deinen Vierbeiner kümmert. Eventuell unterstützt Dich auch Dein Hotel, oder Zimmervermieter, wenn es sich um eine private Pension handelt.

Langlaufen mit Hund

Für einen aktiven Hund ist Langlaufen der optimale Wintersport. Die nicht allzu rasante Geschwindigkeit ist für den Hund perfekt, um nebenher zu laufen. Leider sind Hunde auf gekennzeichneten Loipen nicht immer erlaubt. Frage am besten vorher beim Tourismusamt Deiner Urlaubsregion nach, wie hundefreundlich die Loipen sind. Wichtig beim Langlaufen mit Hund ist, dass er immer angeleint ist, um entgegenkommende Langläufer nicht zu verängstigen. Langlaufen zählt zu den Ausdauersportarten, achte deshalb darauf, dass Dein Hund über die nötige Kondition und Fitness verfügt.

Schneewanderungen mit dem Hund

Wenn Du es im Urlaub etwas ruhiger angehen willst, dann ist eine Schneewanderung genau das Richtige – auch für Deinen Hund. Hierbei solltest Du Dich aber über eine mögliche Leinenpflicht informieren. Auch wenn keine Leinenpflicht besteht, achte darauf, dass er bei bei Wanderungen in Deinem Sichtbereich ist.

Hüttengaudi mit Hund

Wer es gerne rustikal und gemütlich mag, der sollte einen Hüttenurlaub in Betracht ziehen. In Österreich findet man viele urige aber auch komfortable Almhütten, für den ganz speziellen Winterurlaub mit Hund. Die meisten Hütten findest Du in Salzburg, in der Steiermark und in Kärnten.

Sicherheit auch im Urlaub

Dass verantwortungsvolle Hundehalter darauf achten, dass ihr vierbeiniger Liebling andere Gäste nicht belästigt und im Hotel nichts beschädigt, ist eigentlich selbstverständlich. Aber selbst, wenn Du gut auf Deinen Liebling aufpasst, kann immer etwas passieren. Eine Haftpflichtversicherung für Hunde gilt als die Pflicht-Tierversicherung, die jeder Hundehalter haben sollte. Sie schützt Dich vor finanziellen Schäden, für die Dein Hund verantwortlich ist. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH bieten Dir und Deinem Hund einen Versicherungsschutz mit top Leistungen und günstigen Konditionen.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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Hundepfoten im Winter richtig schützen?

Der Winter bringt nicht nur kalte Temperaturen, sondern auch Schnee, Eis und damit gestreute Wege. Jetzt ist es wichtig, auf die Pfoten deines Vierbeiners zu achten. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben ein paar Tipps für Dich.

Pfotenpflege

Während Hundehalter in dicken Winterstiefeln unbeschadet durch Streusplit und Schneematsch stapfen, wird der Winterspaziergang für den Hund mitunter zur Tortur. Hundepfoten sind ständig der Witterung ausgesetzt und besonders im Winter kann dies für die Vierbeiner schmerzhaft werden. Wenn es irgendwie geht, solltest du daher mit Salz gestreute Wege beim winterlichen Hundespaziergang meiden. Wenn dies nicht möglich ist, dann benötigen die Pfoten deines Vierbeiners eine besonders gute Pflege.

Streusalz schadet deinem Hund

Besonders Streusalz ist ganz schlecht für unsere Hunde. Gerade wenn er sich bereits eine kleine Wunde an der Pfote eingefangen hat, brennt das Salz schmerzhaft. Bei einer Wunde oder auch einfach so kommt es zudem häufig dazu, dass der Vierbeiner an den Pfötchen schleckt. Das Streusalz gelangt somit in seinen Magen und kann dort beträchtliche Schäden anrichten. Auch Steinstreu kann bereits angeschlagener Ballenhaut schaden. Daher wenn möglich, gestreute Wege vermeiden!

Die Pfötchen ordentlich versorgen

Vaseline, Hirschtalg oder eine eigene Pfotenschutzsalbe eigenen sich hervorragend, um die Pfotenballen des Hundes vor dem Spaziergang ordentlich einzucremen und somit Verletzungen vorzubeugen. Das hat zwei positive Wirkungen: Einerseits sind die Hundepfoten nun geschmeidiger und werden sanft gepflegt. Andererseits können Risse und Verletzungen in der Ballenhaut so gut verhindert werden.

Eisklumpen entfernen

Um zu vermeiden, dass sich Eisklumpen zwischen den Zehenballen bilden, ist es ratsam, überstehendes Fell zwischen den Zehen abzuschneiden. Auch während des Spaziergangs lohnt sich hin und wieder ein Blick auf die Pfötchen, um gegebenenfalls ein paar Eisklumpen zu entfernen. Denn wer möchte schon gerne mit eisigen Extras an den Beinen herumlaufen?

Gründliche Reinigung der Pfoten

Was dem Menschen gut tut, ist meist auch für den Vierbeiner sehr angenehm. Ein lauwarmes Fußbad nach dem Spaziergang ist perfekt, um die Pfoten von Steinchen und Eis zu säubern. Ein Muss nach jedem Gassi gehen ist das Waschen der Hundepfoten. Dabei reicht es in der Regel, jede Pfote kurz in eine Schale mit lauwarmem Wasser zu tauchen und dabei mit den Fingern einmal durch den Zwischenzehenbereich zu streichen. Das ist wichtig, da sich in der behaarten Falte zwischen den Zehenballen gern Salz, Splitt und Eisklumpen festsetzen, die die empfindliche Haut stark reizen.

Mit diesen Tipps steht dir und deinem Vierbeiner bei ausgiebigen Winterspaziergängen nichts mehr im Wege. Wir wünschen euch viel Spaß :-)


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Bindehautentzündung bei Katzen

Eine Bindehautentzündung kommt sehr häufig bei Katzen vor und kann durch eine Vielzahl an Ursachen bedingt sein. Obwohl jede Katzenrasse und jedes Alter betroffen sein kann, erkranken  besonders junge Katzen an Katzenschnupfen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH haben dir die wichtigsten Infos darüber zusammengestellt.

Bindehautentzündung

Wie entsteht eine Bindehautentzündung bei Katzen?

Dabei handelt es sich um eine weltweit vorkommende Infektionserkrankung, welche durch mehrere bakterielle und virale Erreger hervorgerufen wird. Die Infektionserreger werden über eine Tröpfcheninfektion, z.B. durch Kontakt zu kontaminiertem Nasenausfluss übertragen. Typischerweise zeigen Mehrkatzenhaushalte, etwa ein Tierheim oder auch Katzenausstellungen, ein besonders hohes Risiko, die Krankheitserreger durch die hohe Katzendichte verbreiten. Neben der typischen Bindehautentzündung wird diese Atemwegserkrankung jedoch auch häufig von anderen Symptomen wie Niesen, Fieber oder Fressunlust begleitet. Allergien kommen bei Katzen ebenfalls sehr häufig vor und führen neben einer Bindehautentzündung oftmals zusätzlich zu weiteren Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Atembeschwerden oder weiteren Hautentzündungen. Besonders Parasiten, Hausstaub oder bestimmte Medikamente sind bei Katzen vielfach diagnostizierte Allergene. Neben den allergischen Reaktionen führen jedoch auch häufig Fremdkörper zu einer Reizung des Auges, welche zu einer Entzündung der Bindehaut führt. Beispiele hierfür sind Partikel aus der Umwelt oder Haare.

Symptome einer Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung bei der Katze ist durch bestimmte Anzeichen zu erkennen. Hierzu zählen:

  • Rötung des Auges
  • Schwellung der Bindehaut und Zukneifen des Augenlids
  • Wässrige oder Eitrige Tränenausfluss
  • Ein Fremdkörpergefühl

Je nach Grunderkrankung können zusätzlich Symptome wie Niesen und Husten, oder weitere Hautentzündungen auftreten

Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es?

Eine Bindehautentzündung bei Katzen muss nicht immer durch eine ernsthafte Erkrankung hervorgerufen werden. Gesellen sich jedoch weitere Symptome hinzu oder heilt sie innerhalb von wenigen Tagen nicht von selber aus, sollte spätestens dann ein Tierarzt aufgesucht werden. Dabei  führt der Tierarzt eine ausführliche Anamnese durch, um wichtige Hinweise zum möglichen Krankheitsgeschehen zu sammeln. Nach der Anamnese erfolgt immer eine klinische Allgemeinuntersuchung, in welcher der allgemeine Gesundheitszustand der Katze ermittelt wird. Zu den wichtigsten Parametern gehören der Allgemeinzustand der Katze, die Herz- und Atemfrequenz, sowie der Zustand der Schleimhäute und die rektale Körperinnentemperatur. Zum Ausschließen eines Fremdkörpers wird das Auge genauer betrachtet. Infektiöse Grunderkrankungen können schnell mittels eines Tupferabstriches ermittelt werden.

Wie kann ich eine Bindehautentzündung bei meiner Katze vermeiden?

  • Kontakt zu erkrankten Tieren meiden
  • Impfstoffe gegen das Feline Herpesvirus 1 (FHV-1
  • Allergene wenn möglich aus dem Umfeld der Katze entfernen
  • Wirksame Flohprophylaxe: z.B. Flohhalsband oder Spot Ons

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Übergewicht macht unsere Haustiere krank

Immer mehr tierische Mitbewohner leiden unter Übergewicht, was oftmals schwere Folgen haben kann. Hunde und Katzen sind dank Leckerli und zu wenig Bewegung schlichtweg zu dick. Viele Tierhalter denken, sie tun ihrem Vierbeiner damit etwas Gutes, und einige finden es sogar niedlich, eine pummelige Katze oder einen fülligen Hund zu haben. Doch das Übergewicht schadet unseren Vierbeinern genauso wie uns Menschen.

Übergewicht-beim-Tier

Während der Dezember traditionell ein wahrer „Schlemmermonat“ ist, folgt im Jänner oft die große Ernüchterung beim Blick auf die Waage. Laut einer aktuellen Studie geht man davon aus, dass die in Haushalten lebenden Hunden und Katzen 20 – 30 % an Übergewicht leiden -Tendenz steigend.

Ursachen für Übergewicht

Wie auch beim Menschen entsteht Übergewicht bei Tieren, wenn die Energieaufnahme den Energiebedarf überschreitet. Überschüssige Energie, die nicht durch Bewegung oder den Stoffwechsel verbraucht wird, wird in Form von Fett gespeichert. Da unsere tierischen Mitbewohner sich nicht selbst versorgen können, liegt die Verantwortung für übergewichtige Tiere bei den Haltern. Es werden beispielsweise die Leckerlis des Hundes nicht in seinen täglichen Kalorienbedarf einberechnet oder ihm wird zu viel Nahrung angeboten, weil er am Tisch bettelt oder großen Appetit hat.

Hohes Risiko bei Fettleibigkeit

Übergewicht erhöht auch bei Tieren das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen. Katzen, die sich wegen ihres umfangreichen Körpers nicht mehr putzen können, bekommen häufig Blasenentzündungen. Bis zu zwei Jahre Lebenszeit kann Übergewicht ein Tier kosten. Von Diabetes sind häufig ältere Tiere betroffen. Die typischen Symptome sind vermehrte Wasserzufuhr sowie Harndrang und gesteigerter Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust. Solltest Du diese Veränderungen bei Deinem Vierbeiner feststellen, ist ein Tierarztbesuch zur Abklärung notwendig. Durch eine Messung des Blutzuckerspiegels kann die Erkrankung leicht nachgewiesen werden.

Regelmäßige Gewichtskontrolle

Um sicher zu gehen, dass Dein Vierbeiner nicht zu dick wird, kontrolliere regelmäßig sein Gewicht. So kannst du bei Übergewicht rechtzeitig reagieren und seine Futtermenge entsprechend reduzieren. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welches das Idealgewicht für Dein Haustier ist, frage am besten Deinen Tierarzt.

Firgurcheck durchführen

Um sicher zu gehen, rät der Arzt zum Figurencheck: Bei einem leichtem Druck auf den Brustkorb Deines Tieres solltest Du die Rippen spüren. Außerdem solltest Du, wenn Du von oben oder von der Seite draufblickst, die Taille Deines Vierbeiners erkennen können.

Abspeckplan für Dein Tier

Wichtig ist, dass Du mit Deinem Haustier einmal jährlich beim Tierarzt zu einem kurzen „Check-up“ vorbeischaust und falls nötig gemeinsam einen Diätplan aufstellt. Denn Abspecken in Eigenregie kann vor allem bei Katzen gefährlich werden. Reduzierst Du bei Deiner Katze das Futter, läuft ihr Körper erst einmal auf Sparflamme. Nach einer gewissen Zeit schickt der Körper Fett in die Leber, um Deine Mietze mit neuer Energie zu versorgen. Bei einer dicken Wohnungskatze kann das zu Leberversagen führen und eine Leberverfettung die Folge sein. Deshalb solltest Du eine Diät immer vorher mit Deinem Tierarzt absprechen.

Im Idealfall sorgst Du schon vorher dafür, dass es keiner besonderen Diät bedarf. Aber wenn Dein Vierbeiner zu viel Speck auf den Hüften hat, dann bleibe trotz treuem Hundeblicks standhaft und lasse Dich nicht erweichen. Du tust es für die Gesundheit Deines Tieres und damit Du Deinen Liebling noch viele Jahre bei Dir hast.


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Mein Haustier ist entlaufen-was kann ich tun?

An keinem anderen Tag entlaufen so viele vierbeinige Freunde wie am letzten Tag des Jahres. Die Ursachen dafür sind die vielen Silvesterknaller und das ausgelassene Feiern von uns Menschen. Aber auch an anderen Tagen, wie zur Urlaubszeit kann das geliebte Tier plötzlich verschwinden.

Haustiere-abschiessen

Dass Tiere direkt während des Jahreswechsels entlaufen, geschieht recht häufig. Wenn ihre Halter zum Beispiel in den Garten oder auf die Straße vor dem Haus gehen, um das neue Jahr zu begrüßen, entwischen Hunde und Katzen gerne durch offen gelassene Türen oder Fenster. Freigängerkatzen trauen sich zudem nicht nach Hause oder haben sich verlaufen, weil sie aus Angst vor dem lauten Knallen von ihren üblichen Wegen abgewichen sind. Daher warnen die TIERFREUNDE ÖSTERREICH Tierhalter immer davor, ihre Vierbeiner am 31. Dezember besonders im Auge zu behalten.

Aber auch im Urlaub, wo die Tiere nicht in ihrer gewohnten Wohnung sind, bekommen viele durch ungewohnte Geräusche Angst und laufen davon.

Hündin im Skiurlaub weggelaufen

So hatte sich Familie Hartl aus Pressbaum nahe Wien ihren Urlaub in Bad Kleinkirchheim nicht vorgestellt: Von Erholung keine Spur, stattdessen tagelange Sorge um die Eineinhalbjährige Hündin „Easy“. Der Hund wurde beim Skiurlaub am Pistenrand von einem Skifahrer gerammt. Daraufhin schlüpfte sie in Panik aus dem Halsband und flüchtete. Tagelang wurde nach der Hündin vergeblich gesucht. Es wurden die Jägerschaft und das Tourismusbüro verständigt, das alle Betriebe informierte. Übers Tourismusbüro wurde Berti Hasler, Staffelführerin der Österreichischen Rettungshundebrigade Drautal aufmerksam und erwies sich als rettender Engel. Mit ihrem Hund „Phönix“ zog sie los und fand Easy plötzlich bei einem Haus in einer Mulde. Nach 99,5 Stunden schlossen Vera und Markus Hartl ihre Easy wieder in die Arme.

Verhaltensweisen bei entlaufenen Hunden

Du kommst in die schlimme Situation, dein Haustier auf einmal nicht wiederzufinden? Du fragst dich: Was soll ich jetzt tun? Dann lautet die Antwort: Jetzt ist schnelles Handeln gefragt! Idealerweise organisierst Du Dir schnellstmöglich ein paar Helfer und suchst die nähere Umgebung ab. Gibt es einen Ort, an dem Dein Hund sich gern aufhält oder schon einmal gelandet ist, nachdem er verschwunden war? Suche systematisch nach Deinem Streuner, rufe ihn etwa mit seinem Quietsch-Spielzeug. Auch Tierheime, Polizei, Straßenmeistereien und Tierärzte solltest Du um Hilfe bitten. Darüber hinaus können lokale Radiosender oder Zeitungen und Anzeigenblätter die Suche unterstützen. Hänge Zettel mit einem Foto Deines Haustieres mit einer genauen Beschreibung auf.  Oder inseriere im Internet, beispielsweise auf http://www.tiersuchzentrale.at/

Wenn Du Dir die sorgenvolle Suche ersparen möchtest, dann ist der Fortlauf-Schutz für Dich genau das Richtige. Damit schützt Du Dein Tier davor, bei jemandem zu landen, der nicht weiß, wo es hingehört. Eine einfache Kapsel mit der Notruf-Nummer der TIERFREUNDE ÖSTERREICH kann helfen, dass Du Deinen Liebling schon bald wieder in den Armen hältst.

So funktioniert der Fortlaufschutz

Wenn Dein Hund entlaufen ist und gefunden wird, kann die 24h-Notruf-Hotline der TIERFREUNDE ÖSTERREICH sofort alarmiert werden. Die SOS-Hülse ist für jeden sofort erkennbar. Die Rettungskette wird unverzüglich eingeleitet, und Dein Hund oder Deine Katze werden schnell und sicher nach Hause gebracht. In der Datenbank der TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind alle wichtigen Daten hinterlegt, sodass die bestmögliche Versorgung sichergestellt ist, selbst wenn Du nicht erreichbar bist.  Schnelle und sichere Hilfe ist der entscheidende Vorteil des Fortlauf-Schutzes. Denn Chip und Registrierung haben Risiken. Der Chip kann nicht auffindbar oder defekt sein, wenn Dein Hund entlaufen ist und gefunden wird. Im schlimmsten Fall, kommt Dein Hund nicht mehr nach Hause, weil er nicht zugeordnet werden kann.

Mit dem Fortlauf-Schutz der TIERFREUNDE ÖSTERREICH ist Dein Tier sicher. Alle nötigen Daten zum schnellen Heimbringen Deiner vermissten Tiere, befinden sich in der gut sichtbaren SOS-Halsbandhülse. Im Notfall kann die 24h-Notruf-Hotline sofort verständigt und dein Tier sicher nach Hause gebracht werden.

In drei einfachen Schritten zum FORTLAUF-SCHUTZ

  1. Mitgliedschaft-Anmeldung ausfüllen für nur Euro 3,30 im Monat (€39,60 im Jahr)
  2. Datenblatt mit den Daten Deiner Tiere und Vertrauenspersonen ausfüllen.
  3. SOS-Hülse mit Notrufblatt am Halsband Deines Tieres anbringen.

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Können Kaninchen stubenrein werden?

Bei Kaninchen denkt man an niedliche Häschen die im Garten oder einem Gehege wohnen. Doch auch Langohren, die durch eine Wohnung hoppeln, kannst du mit Geduld und einigen Tricks zur Stubenreinheit erziehen.

Kaninchen-stubenrein

Wer sich ein stubenreines Kaninchen wünscht, das frei in der Wohnung umher läuft, braucht vor allem eine Klokiste. Denn die reinlichen Tiere sind es gewöhnt, immer wieder in derselben Ecke zur Toilette zu gehen. Mit einer Klokiste ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Kaninchen stubenrein wird. Du musst dabei geduldig sein und das Tier langsam an seine neue Toilette gewöhnen. Am besten funktioniert die Sauberkeitserziehung bei jungen Kaninchen; bei neu hinzugekommenen oder älteren Tieren kann es etwas länger dauern, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt. Manche Kaninchen werden allen Bemühungen zum Trotz nicht stubenrein aber in der Regel führen Geduld und Konsequenz durchaus zum Erfolg.

Futter und Wasser als Lockmittel

Für den Anfang solltest du etwas Futter und Wasser in die Klokiste legen, damit sich dein Kaninchen  gerne dort aufhält. Hilfreich ist auch, wenn du es häufig rein setzt-Strafen und Schimpfen bringt nichts. Du solltest es hingegen lieber belohnen, wenn es die Toilette richtig benutzt hat. Immer wenn das Tier sein Geschäft verrichtet, muss es in seine Klokiste gesetzt werden. Ein Anzeichen dafür ist, dass das Kaninchen sein Hinterteil in die Luft hält. Als Klokiste eignet sich zum Beispiel eine geschlossene Katzenkiste. Damit sich das Kaninchen dort wohlfühlt, ist Sauberkeit gefragt: Einmal am Tag ist das verschmutze Heu gegen neues Austauschen. Und einmal wöchentlich ist es nötig, das Örtchen mit Essigwasser zu desinfizieren.

Wenn es nicht klappt…

Sollten die Kaninchen aus irgendeinem Grund nicht stubenrein werden, ist eine Außenhaltung zu empfehlen. Wer diese nicht bieten kann, muss in der Wohnung eine Lösung finden oder die Kaninchen in Außenhaltung vermitteln. Für die Wohnung bietet es sich an, einen Teil eines Zimmers mit Gitterelementen abzustecken und den Boden mit PVC zu schützen. Auf den PVC können kleine Teppiche ausgelegt werden. Die kleinen Teppiche passen problemlos in die Waschmaschine, ebenfalls können Tücher oder Decken verwendet werden. Oder aber man verwendet Malervlies, das günstig im Baumarkt erhältlich ist. Es ist nach unten hin wasserfest und hat aber eine saugende Oberseite, die den Urin aufsaugt. Es kann in der Waschmaschine gewaschen werden. Allerdings dürfen Malervlies und Wickelunterlagen nicht angenagt werden. Oft hilft es ein Tuch oder Stroh darüber zu legen.


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Katzen haben einen außergewöhnlichen Orientierungssinn

Katzen sind ein Phänomen, was das Zurechtfinden außerhalb Ihrer Komfortzone anbelangt. Sie haben einen enorm ausgeprägten Orientierungssinn, was sie immer wieder nach Hause finden lässt. Doch wie stellen die Samtpfoten das nur an? Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind dieser Frage einmal genauer nachgegangen.

Orientierung-Katzen

Der Orientierungssinn von Katzen ist sowohl für Katzenliebhaber als auch für die Wissenschaft ein Mysterium. Über ihren hervorragenden Orientierungssinn kann eine Katze über mehrere Kilometer wieder nach Hause finden. Ein Beispiel dafür ist, wie eine Katze im Portugalurlaub verschwand und zwei Jahre später plötzlich wieder vor der Tür ihrer Besitzer stand. Sie lief über 3.000 km um nach Hause zu kommen. Wie sie das geschafft hat, weiß niemand. Doch es gibt laut Experten verschiedene Theorien:

Hat ein Magnetsinn damit zu tun?

Einige Forscher gehen davon aus, dass sich Katzen anhand eines Magnetfeldes der Erde orientieren, um den Weg zu Herrchen und Frauchen zu finden. Tatsächlich gibt es Tiere, die das Magnetfeld beziehungsweise bestimmte Feldlinien nutzen, um sich zu orientieren. Neben Vögeln, einigen Fischen oder Schnecken wurde nachgewiesen, dass auch Hunde einen Magnetsinn haben. Wie das Magnetfeld genau wahrgenommen wird und ob Katzen tatsächlich diese Fähigkeit haben, ist noch nicht gänzlich geklärt.

Spezielle Nervenzellen in den Katzenaugen

Eine weitere Theorie für den hervorragenden Orientierungssinn der Katzen, wurde von einem Hirnforscher aus New Yorker gestellt. Dieser vermutet, dass sich die Tiere anhand von Hörbildern orientieren. Das funktioniere mithilfe von Nervenzellen in den Katzenaugen, wo sie Töne über die Sehorgane wahrnehmen können. Diese Zellen sollen es den Samtpfoten möglich machen, ortsgebundene Gerüche und Bilder genau wahrnehmen und zuzuordnen. Nimmt man diese Theorie an, so können sie sich ein klares Bild von ihrem aktuellen Aufenthaltsort machen und hören, wie weit gewohnte Orte oder Artgenossen entfernt sind.

Stark von Prägung abhängig

Unabhängig davon, welche Theorie nun stimmt, ist die Prägung auf den Ort, zu dem sie immer wiederkehren, entscheidend. Katzen können nur zurückfinden, wenn Ihnen das Heim vertraut ist. Daher solltest Du nach einem Umzug, oder wenn Deine Katze neu in Dein Zuhause kommt, zirka vier bis sechs Wochen warten, bis Du Deinen Stubentiger aus dem Haus lässt. Kennen Katzen erst einmal ihren Rückzugsort, dann finden sie fast immer dahin zurück. Das hat großteils auch mit ihrer außerordentlichen Sehleistung zutun. Die Samtpfoten können sich mit sechsmal weniger Licht zurechtfinden als wir Menschen, so gelingt es ihnen auch im Dunkeln die Orientierung nicht zu verlieren.

Wohnungskatze vs. Freigänger

Freigänger haben gegenüber einer Wohnungskatze entscheidende Vorteile, was die Orientierung betrifft. Dies liegt vor allem daran, dass sie mit der Umgebung sehr vertraut sind, und sich ein Revier aufgebaut haben. Sollten sie sich mal verlaufen oder sich aus anderen Gründen außerhalb ihres bekannten Reviers aufhalten, fänden sie schneller zurück als Hauskatzen, für die bereits das Verlassen der eigenen vier Wände enormen Stress bedeutet. Doch feststeht, egal ob Hauskatze oder nicht, jede Katze hat einen ausgeprägten Sinn dafür ihren Weg zu finden.


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Hund nicht vor Supermarkt anleinen- es droht Entführungsgefahr

“Hunde müssen draußen bleiben” – ein Hinweis, den man häufig vor Geschäften liest. Doch was tun wir als Hundehalter, wenn uns beim Gassigehen spontan einfällt, dass wir noch Einkäufe erledigen müssen? Den Hund vor dem Supermarkt anleinen ist jedenfalls nicht ratsam.

Vor-Supermarkt-nicht-anleinen

Wer seinen Hund vor dem Supermarkt anleint, tut diesem in der Regel nichts Gutes. Zwar überstehen einige Vierbeiner die Zeit des Wartens auf Herrchen oder Frauchen sehr tapfer und auch ohne große Anstrengung – doch kann die Situation deinen Vierbeiner stressen oder sogar gefährlich werden.

Hundediebstahl vor dem Supermarkt

Neben Stress- und Gesundheitsfaktoren spricht noch ein weiterer Grund gegen das Anleinen von Hunden vor dem Supermarkt: Hundediebstahl. Während man seine Einkäufe erledigt, ist der Hund draußen auf sich allein gestellt. Der illegale Hundehandel ist eine große Gefahr für alleingelassene Hunde. Andere Passanten wissen nicht, dass der Dieb ein Dieb ist, und denken, dass es sich um das Herrchen handelt, das da mit seinem Hund weggeht. Wenn man dann seine Einkäufe erledigt hat, fehlt von dem Hund im schlimmsten Fall jede Spur. Es ist zwar gesetzlich nicht verboten, den Hund vor dem Supermarkt anzuleinen – Hundehalter haben jedoch die Pflicht, ihren Hund ordnungsgemäß zu beaufsichtigen. Lasse deinen Vierbeiner daher in einer ungewohnten Umgebung, wie vor einem Supermarkt am besten nicht alleine.

Aktuelle Entführungsserie von Hunden

Spätestens jetzt kann man von einer Serie sprechen: Am Stephanitag ist erneut ein Hund vor einem Supermarkt in Wien entführt worden. Dieses Mal traf es „Daisy“, eine Yorkshire-Terrier-Mix-Hündin. Wie auch der am 10. Dezember vor einem Geschäft entführte und seither vermisste „Dino“ handelt es sich um einen kleinen, hellen Hund. Während die Suche nach den Tieren auf Hochtouren läuft, wird eindringlich an Hundebesitzer appelliert, ihren Hund auf keinen Fall vor einem Supermarkt alleine warten zu lassen.

Einkaufen mit Hund: Am besten zu dritt

Das Einkaufen mit Hund funktioniert am besten, wenn du mit einer weiteren Personen zum Supermarkt gehst. Während du oder deine Begleitung einkaufen, wartet der jeweils andere vor dem Supermarkt mit dem Hund und gibt diesem Sicherheit. Eine andere Möglichkeit ist, dass du deinen Hund schlichtweg zu Hause lässt, wenn du einkaufen gehst. Hunde warten sowieso nicht gerne und haben mehr davon, wenn ein ausgiebiger Spaziergang ohne einen Stopp vor einem Supermarkt ganz den Bedürfnissen des Hundes angepasst ist.


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Wie schütze ich meine Tiere an Silvester?

In wenigen Tagen ist es wieder so weit, die laute Nacht steht vor der Tür und viele Tiere werden aufgrund von Silvester-Feuerwerken in Panik verfallen. Wie Ihr Eure Tiere in diesen angstvollen Stunden unterstützten und helfen könnt, erklären Euch die TIERFREUNDE ÖSTERREICH.

Silvester

Tiere können die Knallerei und die bunten Lichter nicht zuordnen, deshalb ist für viele der 31. Dezember ein dramatisches Erlebnis. Kaum beginnt die Böllerei, machen sich bei Vierbeinern und Flattervieh Angst und Panik breit. Das Wichtigste dabei ist, voll und ganz für Deinen verängstigten Liebling da zu sein und ihn nicht alleine zu lassen.

Trost hilft nicht allen Tieren

Intuitiv wollen wir natürlich unseren verängstigten Liebling in dieser Zeit trösten. Wer eine Katze hat, reagiert damit genau richtig. Stubentiger genießen beruhigende Worte und Streicheleinheiten. Hunden hingegen ist mit Trost nicht geholfen- im Gegenteil. Hier lautet die wichtigste Verhaltensregel für den Menschen: Nicht auf die Angst eingehen und so viel Normalität wie möglich schaffen. Den Grund dafür kann man am besten nachvollziehen, wenn man sich in die Lage des Vierbeiners versetzt. Winselnd und panisch verkriecht er sich. Nun kommt der Mensch und spricht tröstende, bedauernde Worte. Was passiert? Der Hund verkriecht sich noch mehr. Aus Sicht des Hundes ist diese Reaktion verständlich. Den Inhalt des Gesagten versteht er ja nicht. Er hört nur die sanfte Stimme seiner Vertrauensperson. Diese liebevolle Aufmerksamkeit bekommen Hunde sonst immer, wenn sie etwas richtig und gut machen. Fazit: Ohne es zu wollen, bestärken Hundebesitzer mit ihren tröstenden Worten den Vierbeiner in seiner Angst. Was also tun? Die größte Hilfe für den ängstlichen Hund besteht darin, dass der Besitzer normal, locker und fröhlich bleibt. So vermittelt er dem Hund das Gefühl der Sicherheit. Mit Gästen plaudern, kochen, essen, feiern und entspannt bleiben – das ist für Deinen Vierbeiner zur Orientierung wichtig.

Individuelle Vorsorgemaßnahmen treffen

Körperliche und geistige Auslastung reduzieren den Stress. Daher ist am Silvestermorgen ein ausgiebiger Spaziergang in ruhiger Umgebung ideal. Ein schallgedämpfter Rückzugsort mit Rollos oder dicken Vorhängen hilft vielen Hunden, trotz allem etwas Ruhe zu finden. Gewohnte Geräusche wie Fernseher erleichtern die schlimmsten Minuten nach Mitternacht. Das Beste, was man für seine Tiere tun kann, ist, bei ihnen zu Hause zu bleiben oder mit ihnen in eine ruhige Gegend außerhalb der Stadt zu fahren. Freigänger-Katzen sollten an diesem Tag keinesfalls nach draußen gelassen werden. Zu groß ist die Gefahr, dass sie von dem Lärm aufgeschreckt werden und in Panik davonlaufen. Als vorbeugende Maßnahme raten die TIERFREUNDE ÖSTERREICH Katzenhaltern, ihr Tier chippen zu lassen. Gelingt es der Katze trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, nach draußen zu entwischen und wegzulaufen, besteht dennoch die Chance auf eine Wiedervereinigung.

Einen Rückzugsplatz schaffen

Wo auch immer man gemeinsam mit seinem Tier Silvester verbringt: Eine Rückzugsmöglichkeit ist wichtig. Hunde versuchen oft, bei ihrem Besitzer Schutz zu suchen, manche Hunde verkriechen sich aber auch beispielsweise unter einem Tisch oder dem Bett. Eine eigene „Sicherheitszone“ in Wohnung oder Haus, die dem vierbeinigen Freund vertraut ist und in der er sich ausgiebig mit Kauartikeln und Futterspielzeug beschäftigt, kann sehr beruhigend wirken. Zur Beruhigung des Tieres empfiehlt es sich, die Fenster zu verdunkeln, damit die Lichteffekte nicht in die Räume dringen. Beruhigende Musik in angepasster Lautstärke dämpft zusätzlich die Geräuschkulisse des Feuerwerks und wirkt den Anspannungen des Vierbeiners entgegen. Viele Katzen möchten sich im letzten Winkel verstecken. Daher sollten ihnen auch alle Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Auch Meerschweinchen, Kaninchen und Co. sind sehr stressanfällig. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, die Tiere während des Feuerwerks in einem ruhigen Raum zu halten. Geräuschdämmung bieten Decken über den Käfigen. Eine zusätzliche Schicht Einstreu gibt ihnen zusätzlich die Möglichkeit, sich noch besser zu verstecken.


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Ist Hundebekleidung sinnvoll?

Hundebekleidung spaltet schon seit Jahren die Gemeinde der Hundefreunde. Ob ein wärmender Mantel im Winter für Deinen Hund wirklich sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren wie Bewegungsintensität, Felldichte, Größe und Alter ab. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH wissen, welche Hunde davon profitieren und wann das Modell keinen Sinn erfüllt.

Hundekleidung

Der Chihuahua im schicken Strick, der Golden Retriever im Designer-Parker oder der Mops im pelzigen Leoparden-Look sorgen immer für großes Aufsehen. Noch vor ein paar Jahren erntete Hundebekleidung meist Kopfschütteln, wurde es doch vor allem mit Schoßhündchen im rosa Designer-Outfit assoziiert. Doch inzwischen entdecken immer mehr Hundebesitzer die praktischen Vorzüge von Hundebekleidung. Hunde mit dünnem Fell, alte Hunde, kranke Hunde – sie alle können im Winter von einer wärmenden Bekleidung profitieren.

Bei einigen Hunden sinnvoll

Normalerweise kleidet die Natur den Hund für den Winter ein: Den meisten Rassen wächst im Herbst ein dickeres Fell. Hormonell gesteuert verdickt sich während des Fellwechsels beim Hund die Unterwolle, um das Tier bei kalten Temperaturen warmzuhalten. Auf einige Hunderassen trifft das jedoch nicht zu. Bestes Beispiel ist der mexikanische Chihuahua, der für ein warmes Klima gezüchtet wurde. Im mitteleuropäischen Winter friert der kleine Vierbeiner mit seinem dünnen Fell und der geringen Körpergröße sehr schnell. Aber auch einige größere Hunderassen haben dünnes Fell, dem es an genügend Unterwolle fehlt. Zu diesen Rassen gehören etwa der Dalmatiner, der Deutsche Boxer und der Dobermann. Auch Nackthunde brauchen natürlich warme Kleidung im Winter. Ebenfalls einen speziellen Wärmeschutz benötigen Hunde, die von Natur aus sehr schlank oder klein sind. Windhunde zum Beispiel haben nicht nur ein kurzes Fell, sondern außerdem keine schützende Fettschicht auf den Rippen. Kleine Hunde kühlen naturgemäß schneller aus als große Hunde, auch wenn sie ein dichtes oder langes Fell haben. Sie sind außerdem mit ihrem Bauch näher am kalten Boden, weswegen sie schneller frieren.

Funktionalität geht vor Optik

Braucht Dein Hund im Winter zusätzlichen Kälteschutz, solltest Du stets die Funktionalität den Vorrang gegenüber modischer Optik geben. Wichtig ist, dass ein Hundemantel oder eine Hundejacke ausreichend wärmt und vor Nässe schützt, nicht drückt und Deinem Hund genügend Bewegungsfreiheit lässt. Vorwiegend bei Welpen, die oft einen dünn behaarten Bauch haben, sollte man in Sachen Hundebekleidung besondere Aufmerksamkeit schenken. Viele Hundemäntel bestehen oft nur aus einer Art Decke, die unten mit einem Gürtel geschlossen wird. Wähle hier lieber ein Kleidungsstück, das auch den empfindlichen Bauch schützt. Nicht zuletzt sind manche Hunde anfälliger für Infektionen, Hals- oder Blasenentzündungen. Gerade Welpen mit nacktem Bauch, Patienten und Senioren reagieren hier besonders empfindlich. Wenn man seinen Hund genug Aufmerksamkeit schenkt, merkt man ohnehin sofort, ob ihm das wärmende Teil behagt oder behindert. Hunde, die den Spaziergang plötzlich verweigern, zittern, sich zusammen kauern oder nicht sitzen wollen- die frieren. Im entsprechenden Outfit finden sie wieder Freude am Auslauf.

Bei der Anprobe

“Es gibt die unterschiedlichsten Modelle – vom Windstopper über einen Strick-Body bis zum Mantel, der mit Fleece oder Schafwolle gefüttert ist. Mitunter hat ein Hund für jede Witterung ein eigenes Kleidungsstück. Wichtig ist, dass es gut passt. Small, Medium und Lage helfen bei der Vorauswahl, dann gilt es, den individuellen Körperbau zu berücksichtigen. Für Dackel und Bulldogge wird demnach nicht das gleiche Modell in Frage kommen. Der Vierbeiner muss aber immer zur Anprobe mit, schließlich soll das Befestigen der Riemen um Brust und Bauch getestet werden.

Fazit: Ein wärmendes Kleidungsstück am Oberkörper kann dem Hund im Winter dienlich sein, kann aber auch dazu führen, dass sich der Hund unwohl und eingeengt fühlt. Hier gilt es, den Hund ganz genau zu beobachten, um einzuschätzen, was ihm guttut, und was nicht.


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