5 Fehler in der Welpenerziehung

So niedlich, wie sie sind, ist es schwer, Welpen etwas krumm zu nehmen und bei der Erziehung beharrlich zu bleiben. Diese fünf Fehler solltest du aber besser lassen.

Einem Welpen böse zu sein, ist so ziemlich unmöglich. Trotzdem sollte man auf eine gute Erziehung des jungen Hundes achten.

Einem Welpen böse zu sein, ist ziemlich unmöglich. Trotzdem sollte man auf eine gute Erziehung des jungen Hundes achten.

Hurra, der neue Welpe kommt! Natürlich ist man völlig aus dem Häuschen, ist die Fellnase erst einmal in die eigenen vier Wände gezogen. Dass so ein Welpe das eigene Leben auf den Kopf stellt, ist eh klar. Damit jedoch schon bald Harmonie und eine gesunde Routine einkehren, solltest du die folgenden fünf Fehler tunlichst vermeiden.

1. Den Welpen zu früh nach Hause nehmen

Dieser Fehler ist einer der schlimmsten. Die ersten acht Lebenswochen des Welpens bei seiner Mutter sind extrem kostbar. Er bekommt von ihr Muttermilch und erlernt essenzielle soziale Verhaltensweisen, auch in der Interaktion mit seinen Geschwisterchen. Nimmt man den Welpen zu früh mit, riskiert man eine Vielzahl an psychischen, sozialen und körperlichen Problemen des Tieres. Die Minimumwartezeit sind acht Wochen – besser noch, und von Experten empfohlen, sind zwölf.

2. Den Welpen “herumstreunern” lassen

Ja, es ist niedlich, wie sich der Kleine seinen Weg durch die große Welt vor ihm bahnt, sei es im Haus, sei es draußen. Dennoch solltest du ihm klare Grenzen setzen. Er sollte immer in deiner Nähe sein und, bist du mit ihm Zuhause, fixe Plätze, wie beispielsweise eine Stoffhundehütte oder ein Hundebett bekommen, die er annektieren darf. Diese Vorsichtsmaßnahmen dienen draußen vor allem der Sicherheit deines Hundes – und drinnen der Sicherheit deiner Möbel…

3. Mit der Erziehung noch warten

Im Alter von zwei bis drei Monaten, wenn du ihn zu dir nimmst, ist der Welpe bereits voll lernfähig. Sitz, Platz, Stopp, Komm her und ähnliche simple Kommandos werden idealerweise bereits jetzt erlernt. Keine Sorge, es schadet dem kleinen Racker nicht, wenn du ihm vom ersten Tag an die wichtigsten Befehle beibringst. Im Gegenteil: Jetzt ist die beste Zeit dafür.

4. Ein unroutinierter Lebensstil

Um einen Hund bei sich aufzunehmen, sollte man ihm neben Liebe, Futter, Gassigängen und Streicheleinheiten unbedingt auch eins bieten können: Routine. Das heißt nicht, dass Fütter- und Spaziergehzeiten nach der Stechuhr gemessen werden müssen. Dennoch sollte eine gewisse Abfolge jeden Tag ungefähr gleich sein. Essen, Spielen, Spaziergehen, Schlafen… das sind die Eckpfeiler anhand derer sich der Hund in seinem Tagesrhythmus ausrichtet. Achte schon beim Welpen darauf, dass es hier einigermaßen ruhig und routiniert ist und bleibt.

5. Einen “Einzelhund” halten

Du musst nicht gleich zwei Hunde bei dir aufnehmen. Wichtig ist jedoch, dass dein Welpe, sobald er bei dir ist, Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen kann. Isolierst du ihn von seinen Artgenossen, wird er sich nach und nach von diesen entfremden und verhaltensauffällig werden. Lade Freunde ein, die auch Hunde haben, und suche dir jemanden aus der Nachbarschaft, der ebenfalls einen netten Vierbeiner hat und mit dem du gemeinsam Gassi gehen kannst. Vermeiden solltest du jedoch zunächst große Hundewiesen – hier sind oft aggressive Töle unterwegs, die deinem Hund Angst vor anderen Hunden einjagen könnten.

Es gibt noch einiges mehr zu beachten – eine gründliche Lektüre entsprechender Fachliteratur ist dringend zu empfehlen, bevor man einen Welpen adoptiert! Wir wünschen dir viel Freude mit deinem Vierbeiner :-)


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung zu haustierspezifischen Themen sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert.

Foto-Copyright: Thomas Wanhoff/Flickr

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