Krallenpflege bei Hunden beugt Verletzungen vor

Die Krallen von Vierbeinern wachsen immerzu, wie die Nägel bei uns Menschen. Deshalb ist von Zeit zu Zeit Nagelpflege angesagt. Denn lange Krallen können einreißen oder zu Fehlstellungen führen.

Krallenpflege

Wenn dein Hund auf dem Holzboden wie ein Stepptänzer klingt, dann solltest du dir seine Pfoten genauer ansehen. Denn das ist ein Zeichen dafür, dass die Krallen deines Vierbeiners zu lang sind. Doch die Pediküre bei Hunden hat so ihre Tücken. Krallen schneiden beim Hund und die damit verbundenen Probleme kennt fast jeder Hundebesitzer. Denn viele Hunde haben eine tief sitzende Angst um ihre Pfoten und eine starke Abneigung gegen die Krallenzange. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH erklären euch, welche Probleme ungepflegte Krallen verursachen können und worauf ihr beim Kürzen achten solltet.

Funktion der Krallen

Krallen haben unterschiedliche Funktionen. Bei Hunden dient die Hautstruktur aus Keratin zur sicheren Fortbewegung, denn sie beschleunigen und bremsen unter Mithilfe der Krallen. Katzen verwenden die spitzen, scharfen Werkzeuge, die sie durch Muskelkontraktion ausfahren können, als Waffe, Kletterhilfe und für Dehnungsübungen. Zudem hinterlassen die Freigänger Kratzspuren, um Duftnachrichten nachhaltig zu übermitteln.

Krallenpflege- ein absolutes Muss

Verursachen Hundekrallen beim Gehen Geräusche am Boden, müssen sie gekürzt werden. Andernfalls kann die Hornschicht zu Fehlbelastungen der Zehen führen bzw. einreißen oder splittern. Zu lange Krallen behindern Ihren Hund beim Gehen und verursachen ihm Schmerzen. Mit einer Vermeidungsstrategie wird Ihr Hund versuchen, die Pfoten schräg zu halten, was auf Dauer zu Haltungsschäden und Verspannungen der Muskulatur führen kann. Besondere Gefahr besteht bei Rollentreppen. Bleibt die Kralle in den Rillen hängen, kann das Krallenbein arg in Mitleidenschaft gezogen werden. Reißt nur ein Teil der Kralle ab, muss der Tierarzt den Rest entfernen. Das tut so weh wie beim Menschen das Nagelziehen.

Besonderes Augenmerk

Krallen mit wenig Bodenkontakt gehören öfter kontrolliert, denn sie nützen sich mitunter nicht genug ab. Bei Hunden werden die Daumenkralle und falls vorhanden die Afterkralle gern übersehen. Katzen fahren ihre Hilfsmittel an den Pfoten überhaupt nur bei Bedarf aus. Bei alten Vierbeinern, die das Interesse am Kratzbaum verlieren, wachsen die Krallen dann teilweise sehr lang und in den Ballen ein.

Kürzen nur mit Krallenzange

Man muss beim Kürzen sehr aufpassen, denn die Krallen sind fast bis zur Horn-Spitze mit sogenanntem Leben gefüllt. Dieses besteht unter anderem aus Nervensträngen und Blutkapillaren und ist sehr gut durchblutet. Insbesondere ist bei dunklen Hundekrallen die richtige Beleuchtung wichtig, um das Verletzungsrisiko zu verringern. Setze die Krallenzange in ca. 1 mm Abstand zum Leben an und knipse beherzt die Kralle ab, ohne sie dabei zu quetschen. Wird zu kurz geschnitten, ist das qualvoll und blutig.


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