Würgehalsbänder sind ein absolutes No-Go

Die Verwendung von Würgehalsbändern ist aus Tierschutzsicht abzulehnen und außerdem verboten. Beim Zug an der Leine zieht sich das Halsband immer weiter zusammen, bis dem Tier die Luft abgeschnürt und ihm Schmerzen zugefügt werden. Unter diesen Bedingungen wird kein Hund lernen, an der Leine zu gehen.

Giftködertraining

Hunde ziehen nicht an der Leine, um ihren Ungehorsam zu demonstrieren, sondern weil sie unterschiedlichste, für die Hundehalter oft nicht erkennbare Gründe haben. Diese können von Stress, Unsicherheit, Aggressionsverhalten bis zu massiver Angst reichen. Der Hund wird also in einer für ihn ohnehin schon unangenehmen Situation, auch noch mit Schmerzen bestraft. Möchte ein Hundebesitzer eine vertrauensvolle Beziehung zu seinem Hund aufbauen, wird er dies nicht erreichen, wenn er bei seinem Hund Schmerzen und Angst auslöst.

Erziehung durch positive Motivation

Eine moderne und tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden erfolgt belohnungsorientiert: gutes Verhalten wird belohnt (z.B. mit Leckerli, Streicheleinheiten, verbale Bestätigung), negatives ignoriert. Trainingsmethoden, die auf Strafe, Dominanz, Unterwerfung, Druck und Drohgebärden basieren, sind nicht nur veraltet, sondern auch gefährlich. Hunden wird beigebracht, dass der Mensch unberechenbar und potenziell gefährlich ist. Die Mensch-Tier-Beziehung wird dadurch geschädigt.

Massive gesundheitliche Folgen!

Die Verwendung von Würgeketten kann zu Schäden an Halswirbelsäule, Luft- und Speiseröhre, Kehlkopf, Bindegewebe, Gesichtsmuskulatur und zu einem erhöhten Augendruck führen. All diese Auswirkungen stellen erhebliche Schäden am Organismus dar und sind mit Schmerzen des Hundes verbunden. Sie lassen sich auch nicht verhindern, wenn nur sanft am Halsband gezogen wird. Denn es können immer Situationen entstehen in denen der Hund mit ganzer Kraft nach vorne zieht, sei es durch Angst oder einer vorbeilaufenden Katze. Durch die beim Einsatz von Kettenwürgern ausgelösten Schmerzen und damit verbundenen Assoziationen werden außerdem die Reizbarkeit und Stresstoleranz der Hunde negativ beeinträchtigt.

Brustgeschirre für Hunde – die beste Wahl!

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH raten zur Verwendung von gutsitzenden Brustgeschirren, die nicht einschneiden und den Druck auf den Hundehals gleichmäßiger verteilen. Ein gut sitzendes Brustgeschirr verlagert den Druckpunkt auf den Brustkorb, somit bleiben Kehlkopf, Halsmuskulatur und die Halswirbelsäule unbelastet. Beim Kauf eines Brustgeschirrs ist zu beachten, dass das Material weich, leicht und waschbar sein sollte. Alle Ecken und Grate sollten gepolstert sein, damit es nicht zu Druck- oder Reibestellen kommen kann. Außerdem ist es ratsam, wenn es an allen Seiten verstellbar sein, um Eurem Vierbeiner eine optimale Anpassung zu ermöglichen. . Per Gesetz ist sowieso nur die Verwendung von Zughalsbändern mit Zugstopp erlaubt. Der Zugstopp muss so eingestellt sein, dass das Halsband nicht enger als der Halsumfang des Hundes werden kann. Während des Tragens darf der Zugstopp nicht verrutschen.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft

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