<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>tierfreunde blog &#187; Kurse für Hundeerziehung</title> <atom:link href="https://www.tierfreunde.org/blog/tag/kurse-fuer-hundeerziehung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>https://www.tierfreunde.org/blog</link> <description>tierfreunde blog</description> <lastBuildDate>Thu, 27 Jan 2022 14:54:43 +0000</lastBuildDate> <language>de-DE</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>https://wordpress.org/?v=4.0.38</generator> <item><title>Weiß ein Hund, ob er etwas falsch gemacht hat?</title><link>https://www.tierfreunde.org/blog/weiss-ein-hund-ob-er-etwas-falsch-gemacht-hat/</link> <comments>https://www.tierfreunde.org/blog/weiss-ein-hund-ob-er-etwas-falsch-gemacht-hat/#comments</comments> <pubDate>Tue, 10 Aug 2021 10:04:08 +0000</pubDate> <dc:creator><![CDATA[Sigrid Mair]]></dc:creator> <category><![CDATA[Hunde]]></category> <category><![CDATA[Ratgeber, Tipps]]></category> <category><![CDATA[haben Hunde ein Gewissen]]></category> <category><![CDATA[Hund hat etwas angestellt]]></category> <category><![CDATA[Hundeverhalten]]></category> <category><![CDATA[Kurse für Hundeerziehung]]></category> <category><![CDATA[schlechtes gewissen Hunde]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.tierfreunde.org/blog/?p=5240</guid> <description><![CDATA[Hunde sind nicht nur der sprichwörtlich die besten Freund des Menschen, sie verfügen auch über eine hohe Intelligenz und sind die besten Beobachter. Anhand unserer Körpersprache weiß dein Hund genau, dass er etwas falsch gemacht hat. Im jungen Alter erkunden &#8230; <a href="https://www.tierfreunde.org/blog/weiss-ein-hund-ob-er-etwas-falsch-gemacht-hat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><strong>Hunde sind nicht nur der sprichwörtlich die besten Freund des Menschen, sie verfügen auch über eine hohe Intelligenz und sind die besten Beobachter. Anhand unserer Körpersprache weiß dein Hund genau, dass er etwas falsch gemacht hat.</strong></p><p><a href="https://www.tierfreunde.org/blog/wp-content/uploads/2019/08/Hund-falsch-gemacht.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4458" src="https://www.tierfreunde.org/blog/wp-content/uploads/2019/08/Hund-falsch-gemacht.jpg" alt="Hund-falsch-gemacht" width="500" height="333" /></a></p><p>Im jungen Alter erkunden Hunde gern alles in ihrem Umfeld und benutzen dabei auch ihre Zähne. Wenn der Welpe dann auch noch unsauber ist, reagieren wir oft aufgebracht, sind laut, haben einen bösen Gesichtsausdruck und eine intensive Körpersprache. Das erschreckt den Welpen, der sich dann schnell versteckt oder Abstand sucht und uns beobachtet, wie wir schimpfend sein Chaos beseitigen. Diese tägliche Auseinandersetzung lehrt den Hund, unsere Körpersprache genau zu beobachten. Auch unser Geruch, den wir bei Aufregung haben, wird genau wahrgenommen. Der Welpe lernt schnell, seine Tätigkeiten mit unserer Gegenreaktion zu verknüpfen. Wird er erwischt, zeigt er dann sogenannte Beschwichtigungs-Signale, wie zum Beispiel Kopf senken, Ohren nach hinten legen, Mund und Nase lecken, sich auf den Rücken drehen oder sich verstecken.</p><p><strong>Hunde nicht ängstigen</strong></p><p>Auch wenn es pädagogisch wertvoll sein kann, dass der Hund durch unsere Reaktion lernt, wann er etwas falsch gemacht hat, sollten wir darauf achten, dass der Hund keine Angst vor uns bekommt. Deshalb reicht schon ein kurzer Schreck-Ausruf: zum Beispiel „Oje, was ist hier passiert?“ und ihn dann auf seinen Platz zu schicken. So weiß das Tier, dass es etwas falsch gemacht hat. Hat der Hund ins Haus gemacht, solltest Du ihn erst schnell rauslassen, um seine Geschäfte zu erledigen.</p><p><strong>Erziehung durch Gewalt ist ein absolutes „No-Go“</strong></p><p>Möchtest Du Deinem Hund ein neues Verhalten beibringen oder ein unerwünschtes „abtrainieren“ und setzt dabei Gewalt ein, so wirst Du mit diesem Vorhaben unweigerlich scheitern. Denn Gewalt führt zu körperlichem Stress bei Deinem Hund, der Körper schüttet Hormone, wie Adrenalin und Cortisol aus. Sauerstoff sowie Nährstoffe werden in die Muskeln gepumpt, damit Dein Hund sich verteidigen oder weglaufen kann. Das führt automatisch dazu, dass das Gehirn weniger mit Blut und Sauerstoff versorgt wird &#8211; es gerät in den Stand-by-Modus. In diesem Sparmodus kann das Gehirn keine neuen Informationen mehr speichern, dafür fehlt ihm die nötige Energie. Dein Hund kann also nichts Neues lernen, sondern kurzzeitig nur aus Angst reagieren.</p><p><strong>Den Hund beschäftigen</strong></p><p>Das alles kannst Du vermeiden, indem Du für ausreichend Beschäftigung und Auslastung sorgst. Den Welpen öfter rauszulassen macht ihn schneller stubenrein. Artgerechte Kauartikel zum Knabbern, bremsen ihn bei seinem „Kauspaß“ an deinen Möbeln und Gegenständen. Auch Intelligenzspiele und viel Bewegung halten ihn davon ab, sich Beschäftigung an Sofa und Co. zu suchen.</p><hr /><p>Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem <a title="Tierfreunde Österreich Serviceleistungen" href="https://www.tierfreunde.org/leistungen/">umfassenden Servicepaket</a> sowie <a title="Tierfreunde Österreich Initiativen" href="https://www.tierfreunde.org/initiativen/">wichtigen Initiativen</a> um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter <a href="https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft/">https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft</a></p></div>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>https://www.tierfreunde.org/blog/weiss-ein-hund-ob-er-etwas-falsch-gemacht-hat/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Es gibt keine sogenannten &#8220;Problemhunde&#8221;</title><link>https://www.tierfreunde.org/blog/es-gibt-keine-problemhunde-2/</link> <comments>https://www.tierfreunde.org/blog/es-gibt-keine-problemhunde-2/#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Jul 2020 09:47:03 +0000</pubDate> <dc:creator><![CDATA[Sigrid Mair]]></dc:creator> <category><![CDATA[Hunde]]></category> <category><![CDATA[Ratgeber, Tipps]]></category> <category><![CDATA[Aggression Hunde]]></category> <category><![CDATA[Beissatacke Hund]]></category> <category><![CDATA[Hundeerziehung]]></category> <category><![CDATA[Kurse für Hundeerziehung]]></category> <category><![CDATA[Problemhund]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.tierfreunde.org/blog/?p=4833</guid> <description><![CDATA[Immer wieder hört man „Das ist ein Problemhund“. Doch der Hund an sich ist kein Problemindividuum, vielmehr tragen wir Menschen dazu bei, ihn unwissentlich zu eben diesem Problemhund zu machen. Denn viele Hundehalter machen grundlegende Fehler bei der Erziehung ihrer &#8230; <a href="https://www.tierfreunde.org/blog/es-gibt-keine-problemhunde-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><strong>Immer wieder hört man „Das ist ein Problemhund“. Doch der Hund an sich ist kein Problemindividuum, vielmehr tragen wir Menschen dazu bei, ihn unwissentlich zu eben diesem Problemhund zu machen. Denn viele Hundehalter machen grundlegende Fehler bei der Erziehung ihrer tierischen Gefährten.</strong></p><p><strong><a href="https://www.tierfreunde.org/blog/wp-content/uploads/2020/07/Hundegebell.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4834" src="https://www.tierfreunde.org/blog/wp-content/uploads/2020/07/Hundegebell.jpg" alt="Hundegebell" width="500" height="337" /></a></strong></p><p>&#8220;Mädchen warf Stöckchen, Hund verbiss sich in Hand.&#8221; &#8220;Kettenhund fiel Amtstierarzt an.&#8221; Immer wieder lösen Vorfälle wie diese Diskussionen aus, wie so etwas geschehen kann. Oft heißt es dann: &#8220;Das war halt ein Problemhund.&#8221; In Wahrheit liegt das Problem jedoch meist auf der anderen Seite der Leine.</p><p><strong>Gründe für gesteigerte Aggression</strong></p><p>Oftmals lösen Unsicherheit, Angst, Stress oder Frustration aggressives Verhalten der Hunde aus. Erbanlagen beeinflusst durch Zucht können hierbei natürlich eine Rolle spielen, genauso wie eine fehlende Sozialisierung. In welchem Ausmaß Veranlagung und Erfahrung eine Rolle spielen ist unter Gen- und Verhaltensforschern genauso ein Streitpunkt wie die Frage, ob Kinder mehr durch Genetik oder Erziehung beeinflusst werden. Wichtiger für uns wäre herauszufinden, warum unser Hund gesteigerte Aggression zeigt, welche Bedürfnisse also wichtig für ihn sind und diese Verantwortung gezielt zu übernehmen. Unsere Hunde richtig lesen zu können, also rechtzeitig unerwünschtes Verhalten beeinflussen zu können, ist hierbei von zentraler Bedeutung.</p><p><strong>Missverstandene Signale</strong></p><p>In den allermeisten Fällen hat ein Hund unbemerkt von seinen Menschen, schon vorher vergeblich defensives Verteidigungsverhalten gezeigt, bevor er in die Offensive geht. Dein Hund hat vielleicht versucht sich zurückziehen, dies war aber nicht möglich. Vielleicht hat er durch seine Körpersprache gezeigt, dass ihm die Situation Unbehagen bereitet, die Signale wurden jedoch nicht erkannt. Manchmal hat er auch laut geknurrt und dies wurde ihm verboten. Denn eines missverstehen wir Menschen sehr oft: NICHT wenn es laut wird, ist es haarig, sondern sehr oft lösen die leisen Signale mehr Schaden aus.</p><p><strong>Konsequente und liebevolle Erziehung</strong></p><p>Ein weiterer Fehler des Menschen, der den Hund zum Problemhund werden lassen kann, ist der, dass die Erziehung nicht konsequent genug ausgeführt wird. Derartige Irritationen seitens des Hundes führen zu Unsicherheit und nicht akzeptablem Verhalten. Hunde erziehen bedeutet Liebe, Konsequenz und Kontinuität. Ängstliche Hunde, die entweder durch schlimme Erlebnisse oder aber durch mangelnde Prägung und Sozialisierung dazu geworden sind, können den Umweltreizen nicht mehr standhalten und somit zu „Problemhunden“ wie etwa „Angstbeißern“ werden.</p><p><strong>Das erste Lebensjahr ist prägend</strong></p><p>Besonders gravierend wirkt sich der falsche Umgang mit Hunden im ersten Lebensjahr aus. Denn in dieser Zeit durchläuft das Tier sechs Entwicklungsstadien, die es ein Leben lang positiv wie auch negativ prägen. In der 8. bis 12. Woche werden die meisten Welpen an ihre endgültigen Besitzer abgegeben. So geraten beispielsweise zu früh von der Mutter genommene Welpen oder aber überzüchtete Hunde rasch in die Schiene der „verhaltensauffälligen“ Hunde. In dieser Zeit solltest Du Dich intensiv mit Deinem Neuankömmling beschäftigen. Es ist auch der richtige Zeitpunkt, um eine gut organisierte Welpen-Spielstunde zu besuchen, denn der Hund entwickelt jetzt seinen Sinn für Gemeinschaft. Die Pubertätsphase (7. bis 10. Monat) ist wie beim Menschen auch beim Hund eine schwierige Phase. Manche jungen Hunde werden in dieser Phase frecher und sind besonders unternehmungslustig. Sanfte Konsequenz in der Erziehung ist jetzt extrem wichtig. Die konsequente Erziehung darf keinesfalls vernachlässigt werden. Mit einem Jahr sollte jeder Hund genau wissen, welche Regeln in seiner Familie herrschen. Wer grobe Erziehungsfehler im ersten Lebensjahr seines Hundes vermeidet und ihn in jedem Entwicklungsstadium richtig fördert, wird mit einem ausgeglichenen Gefährten belohnt.</p><p><strong><em>Sogenannte „scharfe“ oder auch „Kampfhunde“ werden bewusst vom Menschen als solche erzogen. Wie man sieht, sind Problemhunde aber keine Problemhunde, sondern eher Hunde, die im Besitz von „Problemhaltern“ sind. Der Hund ist so problematisch wie der Mensch ihn dazu macht</em></strong>.</p><hr /><p>Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem <a title="Tierfreunde Österreich Serviceleistungen" href="https://www.tierfreunde.org/leistungen/">umfassenden Servicepaket</a> sowie <a title="Tierfreunde Österreich Initiativen" href="https://www.tierfreunde.org/initiativen/">wichtigen Initiativen</a> um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter <a href="https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft/">https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft/</a></p></div>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>https://www.tierfreunde.org/blog/es-gibt-keine-problemhunde-2/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Maulkorbpflicht für alle Listenhunde wurde vertagt</title><link>https://www.tierfreunde.org/blog/maulkorbpflicht-fuer-alle-listenhunde-wurde-vertagt/</link> <comments>https://www.tierfreunde.org/blog/maulkorbpflicht-fuer-alle-listenhunde-wurde-vertagt/#comments</comments> <pubDate>Tue, 27 Nov 2018 13:28:04 +0000</pubDate> <dc:creator><![CDATA[Sigrid Mair]]></dc:creator> <category><![CDATA[Hunde]]></category> <category><![CDATA[Ratgeber, Tipps]]></category> <category><![CDATA[Bundestierschutzgesetz]]></category> <category><![CDATA[Hundehalter Kurs]]></category> <category><![CDATA[Kurse für Hundeerziehung]]></category> <category><![CDATA[Leinenpflicht]]></category> <category><![CDATA[Maulkorb]]></category> <category><![CDATA[Maulkorbpflicht]]></category> <category><![CDATA[Neue Gesetzesnovelle]]></category> <category><![CDATA[Sachkundenachweise]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.tierfreunde.org/blog/?p=4206</guid> <description><![CDATA[Neues von der Maulkorbfront: Das neue Wiener Tierhaltegesetz konnte am Donnerstag im Landtag nicht beschlossen werden, weil FPÖ und Neos nicht damit einverstanden waren. Doch die rot-grüne Stadtregierung will es nächste Woche im Alleingang umsetzen, wie sie ankündigte. Kritik an &#8230; <a href="https://www.tierfreunde.org/blog/maulkorbpflicht-fuer-alle-listenhunde-wurde-vertagt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><strong>Neues von der Maulkorbfront: Das neue Wiener Tierhaltegesetz konnte am Donnerstag im Landtag nicht beschlossen werden, weil FPÖ und Neos nicht damit einverstanden waren. Doch die rot-grüne Stadtregierung will es nächste Woche im Alleingang umsetzen, wie sie ankündigte. </strong></p><p><a href="https://www.tierfreunde.org/blog/wp-content/uploads/2018/11/Beiskorbpflicht-vertagt.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4207" src="https://www.tierfreunde.org/blog/wp-content/uploads/2018/11/Beiskorbpflicht-vertagt.jpg" alt="Beiskorbpflicht-vertagt" width="500" height="333" /></a></p><p>Kritik an der rot-grünen Novelle kommt nicht nur von der FPÖ, sondern auch vom Wiener Tierschutzverein, dem österreichischen Hundehalterverband sowie von Hunde-Sachverständigen. Insbesondere der Passus, dass Hunde, die einen Menschen lebensgefährlich verletzt oder getötet haben, eingeschläfert werden sollen, ist umstritten. Denn es widerspreche dem Bundestierschutzgesetz, ein gesundes Tier ohne &#8220;vernünftigen Grund&#8221; zu töten, und was &#8220;vernünftig&#8221; ist sei nicht genormt.</p><p><strong>Übergangsregel für Listenhunde</strong></p><p>Es wurde ein Sonderfall für Kampfhunde geschaffen, der am 1. Juli 2019 in Kraft. Bei Hunden, die vor Gültigkeit des Gesetzes angeschafft wurden oder älter als drei Jahre sind, können die Tierhalter eine Prüfung ablegen, damit ihrem Tier der Beißschutz erlassen wird. Das ist aber nur eine Übergangsregel. Listenhundehalter dürfen auch nicht mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut haben, wenn sie mit ihrem Tier unterwegs sind. Sollte ein Herrchen seinen Listenhund an eine Person ohne Führschein weitergeben, drohen Strafen ab 200 Euro.</p><p>Die Novelle widmet sich nicht nur Listenhunde auch bei anderen Hunden werden Änderungen vorgenommen. Wer sich nach dem 1. Juli 2019 einen Hund anschafft, muss einen Kurs absolvieren und einen Sachkundenachweis vorlegen. Damit sei sichergestellt, dass sich Menschen darüber informieren, was Hundehaltung bedeutet.</p><p><strong>Derzeit nur in drei Bundesländern verpflichtende Kurse</strong></p><p>Wie berichtet, sieht das neue Gesetz u.a. Verschärfungen wie eine generelle Beißkorbpflicht für sogenannte Kampfhunde vor. Ergänzend wird im Gesetz für die Halter aller Hunde auch ein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Jeder Hundehalter soll sich vor Anschaffung eines neuen vierbeinigen Familienmitglieds ernsthaft damit auseinandersetzen. Ab spätestens Ende Jänner 2019 müssen alle Hundebesitzer einen Kurs absolvieren, um die artgerechte Haltung des Tieres zu gewährleisten und einen Sachkundenachweis erbringen. Diese Art von Kursen gibt es derzeit nur in Oberösterreich, Salzburg und in der Steiermark. In den meisten anderen Bundesländern gibt es nur verpflichtende Kurse bei der Anschaffung von Listenhunden.</p><p><strong>Die verschiedenen Sachkundenachweise im Überblick</strong></p><p>In Oberösterreich setzt der Sachkundenachweis seit 2003 eine mindestens dreistündige theoretische Ausbildung voraus. In Salzburg ist für die Haltung von nicht gefährlichen Hunden seit 2013 ein Nachweis über den Besuch von mindestens zwei theoretischen Kursstunden zu erbringen. Für die Haltung von Listenhunde ist ein Nachweis von mindestens zehn Stunden erforderlich – inklusive Praxisteil. In der Steiermark braucht man als Hundebesitzer seit 2012 einen „Hundekundenachweis“. Der entsprechende Kurs dauert in etwa vier bis sechs Stunden. Wer den Nachweis nicht erbringt, wird mit der Zahlung der doppelten Hundesteuer bestraft.</p><p><strong>Regelungen in anderen Ländern </strong></p><p>In vielen europäischen Städten herrschen strenge Regeln vor allem für das Halten von Kampfhunden. Die meisten Städte führen Listen mit gefährlichen Rassen. In Hamburg gilt etwa für Rottweiler und deren Mischlinge Leinen- und Maulkorbpflicht. In Berlin herrscht für gefährliche Hunderassen in der Öffentlichkeit Leinen- und Maulkorbpflicht. Nur in gekennzeichneten Gebieten dürfen diese Hunderassen ohne Leine laufen, müssen aber einen Maulkorb tragen. In ganz Dänemark gilt seit 2010 ein strenges Hunderasseverbot. Listenhunde, die vor März 2010 angeschafft wurden, müssen auf öffentlichen Wegen an einer maximal zwei Meter langen Leine geführt werden und einen festverschlossenen Maulkorb tragen.</p><p><strong>Eine generelle Maulkorb- und Leinenpflicht bedeutet, dass die betroffenen Tiere keine Möglichkeit mehr zu artgemäßer Kommunikation untereinander sowie zum Ausleben ihres Bewegungsbedürfnisses haben und in ihrem Wohlergehen ohne Grund maßgeblich eingeschränkt wären. Überdies trägt die Maßnahme nicht zu vermehrter Sicherheit im öffentlichen Raum bei. Gefordert seien vielmehr Sachverstand und Vorsorge statt Anlassgesetzgebung. Die höchste Sicherheit gibt es, wenn Sachwissen und respektvoller Umgang mit dem Hund gefördert werden. </strong></p><hr /><p>Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem <a title="Tierfreunde Österreich Serviceleistungen" href="https://www.tierfreunde.org/leistungen/">umfassenden Servicepaket</a> sowie <a title="Tierfreunde Österreich Initiativen" href="https://www.tierfreunde.org/initiativen/">wichtigen Initiativen</a> um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. 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